Die Grundlage meines Lebens

27. Januar 2012

Während ich in der letzten Zeit hier auf diesem Blog vorwiegend politische Themen besprochen habe, möchte ich diesmal privat beginnen: Gestern Abend saß ich mit der Frau, die ich hier im letzten Jahr immer „meine Liebste“ genannt habe in einer Mediation, um unsere Scheidung zu besprechen. Wir hatten einander zuletzt im Oktober bei meinem Anwalt gesehen und gingen nun daran, unsere einvernehmliche Scheidung zu finalisieren.

Und so waren wir uns schnell einig, was der Auslöser unserer Trennung war. Der Auslöser unserer Trennung war ganz genau ein Facebook-Posting, das ich Anfang Oktober formuliert hatte. An jenem Sonntag Nachmittag war ich mit den Kindern alleine zu Hause, weil meine Liebste eine Premiere hatte. Sie rief mich von ihrem Büro aus an und sagte, dass sie nun bis zum Ende der Vorstellung am späten Abend nicht mehr erreichbar wäre. Zu dieser Zeit würden die Kinder bereits im Bett sein.

Ich saß am Esszimmertisch vor dem Netbook und war online. Kurz nachdem wir aufgelegt hatten, formulierte ich mein nächstes Posting: „Die Reinkarnation von Jesus von Nazareth und Adolf Hitler gleichzeitig zu sein, ist eine spannende Herausforderung.“ Ich hatte gerade die ersten beiden „Likes“ bekommen, als das Handy läutete. Es war Christina. Ich ließ es läuten und ging nicht ran. In diesem Moment brachen wir auseinander. Ich wusste sofort und in der Sekunde, was jetzt gerade in ihr vorging. Eine Minute später klingelte es erneut. Das war der Beweis, dass ich recht hatte. „Scheiße. Jetzt geht’s wieder los. Jetzt bricht sie weg.

Beim gestrigen Gespräch fragte eine der beiden Mediatorinnen: „Was wollten Sie damit sagen?“ Ich antwortete: „Ganz genau das.“ Die Zweite fragte: „Beziehen Sie das auf sich?“ Als ich sie nur stumm anblickte, fragte wieder die Erste: „Warum haben Sie das geschrieben?“ „Weil es wahr ist.„ Und so kamen wir ganz schnell auf die Grundlagen, um die es mir in meinem Leben geht. Die Grundlage meines Lebens lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Bedingungslose Paktfähigkeit.

Das war der Grund, warum die Aliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen: Weil Churchill und Roosevelt, sowie Montgomery und Eisenhower bedingungslos paktfähig waren und sich blind aufeinander verlassen konnten. Das war auch die Größe und der Mythos der SS unter ihrem Leitspruch „Unsere Ehre heißt Treue.“ Diese Menschen konnte sich bedingungslos aufeinander verlassen, bis in den Tod. Auf der anderen Seite schilderte Hans Marsalek in unserem „Herbstspaziergang„, warum er nach dem Kriegsende Kommunist geworden war: Weil er gesehen hatte, wie die Kommunisten im KZ einander bedingungslos beigestanden waren, selbst auf die höchste Gefahr hin, damit ihr Leben zu opfern.

Das ist auch der Grund, warum Josef Stalin letztendlich ein Verbrecher war. Als die Rote Armee auf Warschau vorrückte und die polnische Bevölkerung sich im Vertrauen auf den nahenden Beistand zum Warschauer Aufstand formierte, da ließ Stalin die Truppen innehalten und wartete, bis sich Deutsche und Polen wechselseitig niedergemetzelt hatten und der Warschauer Aufstand niedergeschlagen war. Und das ist auch der Grund, warum sich Franz Hörmann gerade eben als absolut unbrauchbar erwiesen hat: Wenn ich sehe, dass in der Straßenbahn ein Kind geschlagen wird, dann fange ich nicht zu diskutieren an, ob ich das jetzt wissen kann und ob es sich dabei um ein erlebtes oder erfahrenes Wissen handelt, um danach zum Schluss zu kommen, dass ich wahrscheinlich glaube, was ich da sehe und mich letztendlich wegzudrehen, weil mich vor Gewalt ekelt. Wenn ich sehe, dass Gewalt und Unrecht geschieht, dann greife ich ein. Wir haben bedingungslos Stellung zu beziehen. Alles Andere ist unbrauchbar; unbrauchbar und indiskutabel.

Ich bin da sehr sensibel. Die Tragödie, der Schmerz, das Trauma und die Fürchterlichkeit meines Lebens liegen darin begründet, dass meine Mutter diese bedingungslose Paktfähigkeit und Treue in schändlichster Weise verraten hat. Jetzt bin ich 42 Jahre alt und seit mindestens 25 Jahren erwachsen und dennoch bleibt dieser andauernde Verrat der giftige Stachel in meiner Seele. Auf der anderen Seite ist mein Vater trotz seiner psychotischen Biographie, wann immer er konnte, bedingungslos zu mir gestanden. Ich erinnere mich mit großer Dankbarkeit an die Zeit, als ich im Jahr 2003 das „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ verfasst habe. Da rief ich eines Nachts um vier Uhr früh in tiefster Verzweiflung und höchster Not bei meinem Vater an. Er meldete sich und hörte mir eine Stunde lang zu. Und zum Abschluss dieses Gespräches sagte ich zu ihm: „Papi, ich danke Dir, dass ich Dich 24 Stunden am Tag anrufen kann.“ Und er antwortete: „Ich bin ja auch 24 Stunden am Tag Dein Vater.

Und so saß ich gestern mit Christina in der Mediation und wir berieten zum Abschluss, zu welchem Konsens wir kommen und wie wir unsere Scheidung unseren Kindern letztendlich mitteilen könnten. Und so erzählte ich, dass ich meiner Cousine Angelica, die ich nun nach 37 Jahren endlich wiedergefunden habe, ein paar Stunden zuvor von den Anfängen meiner Beziehung zu Christina berichtete. Damals hatte Christina zu mir gemeint, dass man ihr Motto und ihren Lebenswunsch in einem einzigen Lied von Radiohead zusammenfassen könnte: „No alarms and no surprises.“ Da lachte Angelica laut auf und sagte: „Das geht ja niemals zusammen! Du bist ja nur alarms und nur surprises!

Und so verließen wir die Mediation, umarmten uns noch im Stiegenhaus ganz innig und lang, küssten uns und gingen Hand in Hand zu Straßenbahn.

Pacta sunt servanda.


Mein Freund Franz Hörmann lügt

26. Januar 2012
Gestern Abend habe ich die neuesten Berichte über die Occupy-Bewegung auf „Standard Online“ verfolgt: „Occupy ringt um Position zu Rechten und Sektierern„. Die darin erhobenen Vorwürfe gegen meinen politischen Verbündeten Franz Hörmann haben mich derartig irritiert, dass ich ihn sogleich angerufen habe. Das darauf folgende Telefonat wiederum hat mich so verstört, dass ich meine Verstörung auf Franz Hörmanns Pinnwand auf Facebook gepostet habe. Den daran anschließenden Sokratischen Dialog möchte ich hier der Transparenz wegen vollständig wiedergeben. Meine Schlussfolgerung daraus ziehe ich danach:
Peter Wurmgepostet an an Franz Hörmann
Lieber Franz!
Nach unserem gerade eben geführten Telefonat möchte ich Dir mein Unbehagen mitteilen. Erstens verstört mich Deine Weigerung, über Nationalsozialismus und Holocaust etwas zu wissen, weil Du dafür „nicht ausgebildet“ bist. Gleichzeitig – und das ist der zweite Punkt – sprichst Du davon, dass solche politischen Phänomene „Geisteskrankheiten“ seien, die mittels NLP „geheilt“ gehören. Wenn Du über den Nationalsozialismus nichts weißt, warum weißt Du dann etwas über NLP? Ich bitte um Aufklärung über diesen offensichtlichen Widerspruch.
Freundliche Grüße
Peter

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  • Markus Linner und Jolina Pazuna gefällt das.
    • Peter Wurm zur aufklärung über gaskammern:http://www.youtube.com/watch?v=YJoaiaanI44

      www.youtube.com

      Der Widerstandskämpfer und ehemalige Lagerschreiber des Konzentrationslagers Mau…Mehr anzeigen
      vor 2 Stunden · Gefällt mir ·
    • Klaus Holzweber Was ist NLP?

      vor 2 Stunden via Handy · Gefällt mir
    • Peter Wurm Neurolinguistisches Programmieren

      vor 2 Stunden · Gefällt mir
    • Dim Döll · Mit Franz Hörmann befreundet

      neurolinguistisches programmieren, aber wo da der o.g. widerspruch sein soll, erschliesst sich mir nicht

      vor 2 Stunden · Gefällt mir
    • Franz Hörmann Lieber Peter Wurm: Ich habe mich, ganz ehrlich, mit diesen Dingen, wie ich Dir schon am Telefon erklärte, nicht befasst, weil es mir davon ekelt und mir übel wird… ich kann schon bei einer einfachen OP nicht zuschaun! Ich will Feindbilder abbauen und solche Geisteskrankheiten heilen, bevor sie zu einer Massenseuche werden (ja, Krieg und Gewalt sind für mich in der Tat „Massenpsychopathien“). Mit NLP habe ich mich deshalb beschäftigt, weil es einerseits eine Tatsache ist, dass wir heute laufend von Verkäufern damit manipuliert werden (davor sollten wir uns schützen, es ist ein Missbrauch) und andererseits, weil man damit auch eigene „kleinere Probleme“ bei sich selbst heilen kann (ich erzählte Dir ja davon, dass ich so meine Flugangst „verlernt“ habe). Und ja, so sinnvoll angewendet bin ich ein „Fan“ von NLP… aber kein „Fan“ von geisteskranken Ideologien…!

      vor 2 Stunden · Gefällt mir ·  1
    • Franz Hörmann Lieber Peter Wurm: Wieso ist es für Dich übrigens ein Widerspruch, dass man sich für NLP interssiert aber NICHT für den Nationalsozialismus?

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  5
    • Franz Hörmann Hier übrigens die fundierte wissenschaftliche Quelle für den Einsatz von NLP in der Psychotherapie (NLPt), sehr empfehlenswert: http://www.amazon.de/gp/product/387387475X/

      www.amazon.de

      Theorie und Praxis der Neuro-Linguistischen Psychotherapie: Peter Schütz, Siegrid Schneider-Sommer, Brigitte Gross: 9783873874756: Bücher
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    • Klaus Holzweber Kennt ihr den leuchtner prozess..? Also ich würde nicht zuviele fragen stellen…

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    • Was hat NLP mit der Nazi Zeit zu tun?

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    • Peter Wurm ‎@franz: es geht mir nicht um interesse, sondern um die weigerung zu wissen.

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    • Peter Wurm ‎@franz: wenn du über den nationalsozialismus „nichts weißt“, warum sprichst du dann von „feindbildern“? woher weißt du das dann???

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    • Franz Hörmann ‎Peter Wurm: Ich „weigere“ mich nicht zu wissen (wie soll denn das auch gehen)? Ich „weiss“ nicht (weil ich kein Fachmann bin, ich kann nur Bücher lesen und mich dann deren Meinungen anschließen, streng fachlich ist das dann aber kein „Wissen“, sondern die „Übernahme einer Meinung“ – das kommt jetzt aus dem Wissensmanagement). Wäre ich Fachmann, hätte ich eine fachliche Meinung (wie z.B. über Bilanzierung, IT-Systeme etc.).

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    • Ich habe heute irgendwo in den Nachrichten gehört, dass ca 50% der unter 20ig jährigen nichts mit dem Begriff Ausschwitz anfangen können – je nachdem, in was für eine Zukunft man gehen möchte, wird man das interpretieren und entweder schlecht oder gut finden. Ich möchte mich auf Verbesserung konzentrieren – und nicht auf das Konzentrationslager.

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    • Franz Hörmann ‎Peter Wurm: Mein Gott, es gibt ja überall Feindbilder. Das fängt ja schon auf dem Fußballplatz an…

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    • Franz Hörmann ‎… und ich lehne Feindbilder ab, da stimmen wir ja beide überein ;-)

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    • Klaus Holzweber Was bringt es uns alle details über den nationalsozialismus zu wissen?

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    • Peter Wurm ‎@klaus: es irritiert mich, wenn ein angehender politiker nichts über poilitik weiß.

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    • Franz Hörmann Liebe alle: Ich möchte überhaupt nicht über eine unschöne Vergangenheit diskutieren (bin kein Historiker, habe damals nicht gelebt, kenne nur noch wenige Menschen, die damals lebten, welche heute schon sehr alt sind….). Ich schlage vor, wir beenden einfach diese sinnlosen Debatten und wenden uns wieder der Zukunft zu und den Aufgaben, die wir zu erfüllen haben, um eine geeinte Gesellschaft ohne Feindbilder gemeinsam kreieren zu können ;-)

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    • Klaus Holzweber Wenn man ein buch liest, sind für mich aber nicht die wörter wichtig, sondern die eigene interpretation

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    • Se Kim · Mit Clara Benedicta und 48 anderen befreundet

      weigerung zu wissen setzt eine pflicht zu wissen voraus. das muss man wissen, sonst – ? wer hat entschieden? wer kann nicht erklären? hmm…

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    • Peter Wurm ‎@franz: hast du zur zeit von bretton woods auch nicht gelebt?

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    • die meisten politiker scheinen was von „politik“ zu verstehen, aber nichts von der „realität“,…welche nach dem mehrheitsprizip (zumindest in einer demokratie) aus uns besteht und nicht aus politikern

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    • Franz Hörmann Lieber Peter Wurm: Ich sehe mich keinesfalls als „Politiker“ (sicher nicht im heutigen Stil) sondern eher als Lehrer (da habe ich auch schon Jahrzehnte lang Erfahrung), der der Gesellschaft bzw. einigen Gruppen zeigen kann, wie sie zu Konsens gelangen (übrigens kann man da auch, wenn man es achtsam macht, einiges vom NLP einsetzen – so, nämlich positiv – will ich das beherrschen bzw. verwenden, um Kommunikationsbarrieren zu überwinden). Auch als fachlicher Berater (mögliche Informationssysteme zur Kooperation im realwirtschaftlichen Bereich) kann ich gerne agieren und auch ein besseres Bildungssystem zu skizzieren wäre sehr reizvoll. Politiker aber, wie man sie heute kennt, werde ICH sicherlich NIEMALS sein! ;-)

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    • lasst den Hörmann in ruhe und geht mich an,..ich hab grad zeit ;-) …zum aufwärmen: „ich respektiere alle menschen auch >nazis<“

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    • Franz Hörmann ‎@Peter Wurm: Wie meinst Du das jetzt mit „Bretton Woods“?

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    • Peter Wurm ‎@hast du zur zeit von bretton woods gelebt?

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    • ich frage mich auch, wo geschrieben steht, dass man über dieses thema bescheid wissen muss, weil man sonst einfach mal so als holocaust-leugner verleumdet werden kann. gibts da ein gesetz in österreich „jeder mensch muss über das thema holocaust bescheid wissen“?

      und mit „politik“ hat das eigentlich auch nichts zu tun, Peter… vor allem, wenn man sich nicht ständig auf die negativsten beispiele von „politik“ der vergangenheit konzentrieren will, sondern stattdessen aktuelle positive politik machen will. oder muss man deiner meinung nach dann auch die hexenverfolgung, die christenverfolgung im alten rom, usw. bis ins letzte grausame detail studiert haben?

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    • Franz Hörmann ‎Peter Wurm: Zur Zeit des Abschlusses von „Bretton Woods“ habe ich NICHT glebt (1944). Beim Zusammenbruch 1973 war ich 13 Jahre alt. Und was schließt Du jetzt daraus?

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    • Peter Wurm ‎@franz: weißt du etwas darüber?

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@all also es gab den holocoust/shoa und hier habt ihr paar zeitzeugen http://youtu.be/C9cojVwiPI8 hoffe das reicht jetzt zur befriedigung dieser frage. es wurden nicht nur juden ermordet sondern alle menschen welche die nazis in rahmen der eugenik als minderwerdig erachteten. so punkt!

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    • Markus Linner Ich finde dass es unsere Pflicht ist sich über die Vergangenheit unserer Großeltern zu informieren und WISSEN über die Zeit des Nationalsozialismus zu haben! Ich selbst habe schon mit 18 Jahren Ausstellungen von Zeitzeugen des Naziregimes organisiert! Trotzdem ist es wichtig auch die ANDERE Seite zu betrachten, damit wir nicht mehr in die Falle eines Führers tappen !!!

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    • Ich versteh das nicht, wieso manche Leute auf fast gewalttätige Art und Weise und immer wieder Schreckensgespenste aus der Vergangenheit wiederbeleben wollen, indem sie diese immer wieder ansprechen und somit oh Schreck, wieder am real machen sind. Bitte genug davon! Wenn sich jemand mit der Vergangenheit beschäftigen möchte, dann bitte sinnvoll mit der eigenen und den verdrängten Emotionen ( Angst, Wut, Trauer) Ich empfehle Alice Miller zu lesen!

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    • Klaus Holzweber Hmm da gibts noch bessere postings zum warm wärmen… Um was gehts eigentlich… Holocaust, soweit ich weiss darf man keine neuen untersuchungen anstellen ( bezüglich gaskammern). Ob es gaskamnern gab oder nicht ist irrelevant, da selbst ohne gas diese totalität nicht auszuhalten ist

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    • Peter Wurm nochmal @franz: weißt du etwas über bretton woods?

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@Markus Linner man sollte fragen warum dieses thema nicht in den schulen richtig durchgenommen wird! früher gab es den grund weil man keine politischen konflikte wollte heute ist es wohl faulheit oder dummheit

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    • Christian Apl ‎@ Christina: dieser wanhsinn darf einfach nie nie nie wieder passieren. deshalb sollte man einigermaßen bescheid wissen, wie es so weit kommen durfte!

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    • ich finde (meine meinung) wir müssen einen scheiss über die vergangenheit wissen. denn offensichtlich haben wir NICHTS draus gelernt! wenn wir also schon nichts aus der vergangenheit lernen, wäre es besser sich auf die zukunft zu konzentrieren. alles andere ist scheinheilig

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@peter http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton-Woods-System

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    • Peter Wurm nochmal @franz: weißt du etwas über bretton woods?

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@christian sagt wer? vielleicht interessiere ich mich auch nur für alles ;)

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@christian sorry aber ich bin gerade so schön in fahrt :) )

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    • Markus Linner zum Thema NLP bin ich sehr kritisch eingestellt, da ich selbst zwischen 1991 und 2002 NLP Train The Trainer war… lange war mir nicht bewusst, dass NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN IMMER eine PROGRAMMIERUNG VON AUSSEN IST. Ob die Anwendung positiv oder negativ ist, sei dahin gestellt. Von der Methodik her ist NLP sehr nahe an der Dialektik von Ron Hubbard. Und wir wissen was Scientology aus den Grundsätzen Hubbards gemacht hat.
      Daher ist meine Ansicht zu NLP sehr kontraversionell und steht in keinem Verhältnis zu Neale Donald Walsch dessen Werke ist seit Jahren schätze…

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    • ‎@ Christian Apl- die eigenen unbewussten unterdrückten Emotionen sind der Grund, warum Menschen blind einem Führer folgen. So etwas passiert nur, weil kein Mensch über sich selbst bescheid weiß, weil uns das abtrainiert wird. Deswegen möchte ich an der Ursache ansetzen und nicht das Problem wiederkäuen.

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    • Peter Wurm nochmal @franz: weißt du etwas über bretton woods?

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    • ‎@ Markus Linner: Nein ist es nicht, es ist überhaupt nicht unsere Pflicht. Meine Oma ist 1932 geboren und hat den Krieg miterlebt. Und Sie selbst will nicht über diese Zeit sprechen und hat zu mir gesagt, ich solle diese Zeit ruhen lassen. Diese Zeit wird immer dazu verwendet, Menschen Mundtot zu machen, die eine bessere Welt für alle wollen.

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    • Christian Apl:

      „dieser wanhsinn darf einfach nie nie nie wieder passieren. deshalb sollte man einigermaßen bescheid wissen, wie es so weit kommen durfte!“

      ja, man sollte das wissen, ich stimme dir zu.

      aber ist es, wenn es jemand einfach NICHT weiß, ein grund, diesen menschen in der öffentlichkeit als holocaust-leugner zu bezeichnen?

      ist unsere gesellschaft wirklich so krank, dass wir derart aggressiv und rufschädigend auf ein versäumnis, über etwas zu bescheid zu wissen, reagieren müssen?

      ist es nicht viel wichtiger, ob Franz Hörmann vielleicht extrem viel für eine gerechtere, gesündere, glücklichere gesellschaft für alle menschen tut?

      wird das alles wirklich negiert durch sein versäumnis, über ein geschichtliches thema bescheid zu wissen?

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    • Franz Hörmann ‎Peter Wurm: Ich „weiß“ über „Bretton Woods“ auch nur das, was in der Literatur auffindbar ist. Aber im Unterschied zu Menschenvernichtungslagern kenne ich mich im Geldsystem recht gut aus und habe auch einige Publikationen von Keynes z.B. gelesen und glaube daher auch seinen Standpunkt, der ja dann nicht umgesetzt wurde, nachvollziehen zu können.

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@Michael Lampret nein nein nein! also wenn du weisst wie die finanzkrise 1929 ablief kannst du zb. besser entscheiden welche fehler wir heute nicht mehr machen sollten. geschichte ist immer wichtig!

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    • Markus Linner ‎@Michael … ja es ist ja auch nur meine Meinung und ich bin ein Mensch der sehr an Geschichte interessiert ist. Ich kenne den Scham meines Großvaters der die Gräueltaten in Russland (9 monatige Einkesselung von St. Petersburg) mit erlebt hat. Er konnte nie über diese Schandtaten sprechen. Erst als ich 2006 das erste Mal in St. Petersburg war, erzählte mir meine damalige russische Freundin wie die Bevölkerung ausgehungert wurde und Mütter ihre eigenen Kinder essen mussten um nicht zu verhungern…

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    • Peter Wurm ‎@franz: also weißt du doch etwas über „menschenvernichtungslager“?

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    • Franz Hörmann Um den politischen Wahnsinn der damaligen Zeit zu verhindern, sollte man sich, meiner Meinung nach, mehr mit der Manipulation von Menschen und ihren Weltbildern beschäftigen. Die ekelerregenden Aspekte glaube ich, helfen diesbezüglich nicht wirklich… mir zumindest nicht, wer sie „aushält“ kann sich ja davon „zum Widerstand motivieren“ lassen… aber ich bin schon immer für die Freiheit der Menschen eingetreten und hab sowas gar nicht nötig.

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    • Peter Wurm ‎@franz: was war denn der „politische wahnsinn der damaligen zeit“?

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    • ‎@ Markus Weigl: Mit oder ohne Golddeckung :-) – hoppla sind ja 2 Markus da.

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    • Peter Wurm : ich glaub dem peter ist nur langweilig (siehe bild) und er will dem Hr. Hörmann eigentlich nur auf die nerven gehen und ihm seine zeit stehlen…

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    • ‎@ Peter Wurm: Ach Peter, ich denke schon das wir alle wissen das es Menschenvernichtungslager gegeben hat. Und Du kannst Dir sicher auch denken, was Franz mit dem „politischen Wahnsinn der damaligen Zeit“ meinte. BILD Dir doch Deine MEINUNG!

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    • Klaas Maria Maria ‎1:0 für peter wurm…. die maus ist in der falle

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@michael also ich finde die idee gut das geld ganz abzuschaffen auf orf2 war heute eine doku von der goldgewinnung und da müssen sklaven im bergbau arbeiten und die umwelt wird auch hin daher sag ich wir lassen es lieber sein mit den gold

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    • Franz Hörmann Lieber Peter Wurm: Na z.B. die Bücherverbrennungen, die Gleichschaltung der Meinung der Massen, die Militärmaschinerie, … und ja, ich NEHME AN, dass es „Menschenvernichtungslager“ gab, wenngleich ich z.B. nichts über die genaue Technik weiß und mir, wie gesagt, alleine bei dem Gedanken daran bereits übel wird… Es wäre zumindest sehr unplausibel, wenn das alles nur Gerüchte wären oder aber dies das einzige menschenverachtende Regime gewesen wäre, das so etwas NICHT praktizierte. Ich bin, aufgrund meiner Beschäftigung im Bereich Wissensmanagement eben sehr vorsichtig mit dem Begriff „Wissen“ (= Theorie eines Experten oder eigenes Erleben). Aber ja, ich halte das alles durchaus für „glaubwürdig“. Eine „eigene Meinung“ bilde ich mir aber über Dinge, mit denen ich mich beschäftige, weil sie mir wichtig sind, also wäre auch die „eigene Meinung“ hier nicht ganz korrekt. Kannst Du damit etwas anfangen, lieber Peter?

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    • Peter Wurm ‎@franz: woher nimmst du denn plötzlich dein wissen über „bücherverbrennungen und die gleichschaltung der massen“?

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@franz wir nehmen es nicht an wir WISSEN ES!! ;)

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    • Franz Hörmann ‎Peter Wurm: Wäre die Aussage „Ich glaube an die Existenz von Menschenvernichtungslagern im 3. Reich“ für Dich ok? Ich denke, auch aus der Sicht des Wissensmanagements und exakter Formulierungen ist es das, was am ehesten für mich passt.

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    • wie wärs denn, wenn wir alle ins bettchen gehen, von einer besseren welt träumen, und uns ab morgen dann auf relevante dinge konzentrieren, anstatt uns noch länger gegenseitig anzufeinden?

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    • Peter Wurm nochmals @franz: woher nimmst du denn plötzlich dein wissen über „bücherverbrennungen und die gleichschaltung der massen“?

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@peter also gleichschaltung der medien hast heute auch und bücherverbrennungen lohnen sich bei dem meisten schund nicht der am markt ist

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    • Franz Hörmann Ha, Peter Wurm, na klar sind das auch nur „übernommene Meinungen“, aber weil mir davor nicht graust, kann ich mich damit eher identifizieren und das als „Wissen“ akzeptieren, obwohl es, ganz korrekt, kein „Wissen“ im Sinne von „fachliche Theorie oder eigenes Erleben“ ist. Naja, ein Bisschen was von „Bücherverbrennung“ und „Gleichschaltung der Massen“ (z.B. Werbung) haben wir schon auch in unserer Zeit erlebt, oder?

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    • Klaas Maria Maria ich versteh jetzt nicht warum sich der franz so ziert

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    • also die fragen sind irgendwie primitiv,…und weit entfernt von produktiv,…in etwa so wie ein kind : „warum,…aha, warum,…hmm warum?“

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    • ‎@ Klaas: Mensch, er wird halt irgendwo aufgeschnappt haben… Man man man, was soll diese Fragerei

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    • Peter Wurm ‎@franz: also, was jetzt? graust dir vor den vernichtungslagern der nationalsozialisten oder weißt du nichts über bücherverbrennungen? beides zusammen geht nicht.

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    • ‎@ Peter: Warum stellst Du soviele Fragen?

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    • reden wir doch mal ein bisschen über israel !? :-) ist jemand palästinenser?

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    • Was zeigen die Versuche, jemanden in eine Ecke drängen zu wollen? Einen Menschen mit einem eindimensionalen Weltbild….

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    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      ‎@Unugdu Luc Schweizer nicht primitiv aber schon im verhörstil!

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    • Franz Hörmann Lieber Peter Wurmhttp://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager / http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung

      de.wikipedia.org

      Als Vernichtungslager bezeichnet man eine bestimmte Gruppe der deutschen Konzent…Mehr anzeigen
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    • haben sich die palästina nun einfach unter den nagel gerissen ? ja oder nein,..kein jein, wir wollen doch nicht LEUGNEN?

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    • Markus Linner Jeder Mensch hat ein unterschiedlich erworbenes Wissen. Auch ich halte von angelerntem Wissen sehr wenig! Es ist auch sehr edel sich einzugestehen zu gewissen Themen die eigene Meinung NICHT zu sagen, wenn das WISSEN dazu fehlt! Ich halte viel von empirisch erworbenen WISSEN (aus der Erfahrung, Beobachtung, auf dem Wege der Empirie gewonnen, auf ihr beruhend)
      Dabei werden wir demütig da wir ERKENNEN, dass Man(n) oft historisch irrgeleitet wurde… Leider sind unsere Geschichtsbücher nur von den Siegermächten geschrieben worden…. nicht nur die Geschichte des 2.Weltkrieges sondern die der letzten 5000 Jahre…

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    • ‎@ Peter: Warum stellst Du soviele Fragen?

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    • Peter Wurm ‎@unugdu: freiheit für palästina! staatsgründung in den grenzen von 1967. jerusalem als extraterritoriasler hauptsitz der vereinten nationen. hauptstädte von palästina und israel werden ramallah und tel aviv.

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    • Peter Wurm ‎@michael: weil franz lügt. ist nun hinreichend bewiesen.

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    • ‎@ Peter: Warum stellst Du soviele Fragen?

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • mit dem schema könnte man jeden von uns als lügner hinstellen

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    • Peter Wurm ‎@michael: weil franz lügt. ist nun hinreichend bewiesen.

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • Peter Wurm gute nacht!

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    • Bauen wir uns ein eigenes Weltbild anhand von Nichtwissen! :-)

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    • Als Spam markieren

      Michael Lampret: klingt rational

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • Markus Linner hey Peter Wurm so sehr ich dich schätze, aber dein letztes Statement ist nicht nachvollziehbar! Ich hoffe wir können das morgen in Wien im 6-Augengespräch klären!

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • ja,..es ist alles andere als eine „gute nacht“ gg

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  1
    • ‎@ Luc Schweizer: Weisst was witzig ist, ich hab keine Ahnung was ich mit dem Satz sagen wollte, der ist mir einfach eingefallen. :-)

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  2
    • Klaas Maria Maria thomas bernhard hat ein bisschen weiter in die seele gschaut….. Die Mentalität der Österreicher ist wie ein Punschkrapfen: Außen rot, innen braun und immer ein bißchen betrunken

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  1
    • naja,..ich finds im nachinein auch nicht ganz so ratinal….wissen ist schon wichtig,..aber ich denke nicht wissen in form von auswendig gelernter geschichte,..sondern wissen in form von „wissen wies besser geht durch die erfahrung wies gar nicht geht“

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  2
    • ‎@ Luc: Da stimme ich Dir vollkommen zu, manche Sache braucht man nicht wissen, zum Beispiel interessieren mich Kriege nicht im geringsten, aber wissen, warum wir so eine Geldproblematik haben, die uns zwangsläufig alle trifft, dafür bin ic…Mehr anzeigen
      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  1
    • Als Spam markieren

      Klaas Maria Maria leider gilt für den franz… die parole wie für könig nebukadnezar…. das menetekel steht an der wand… wer augen hat der sehe… wer ohren hat der höre….mene mene tekel und parsin….du bist gewogen und bist für zu leicht gefunden…..

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir nicht mehr ·  1
    • ja der andreas popp ist ja zufälliger weise auch „rechts“ ;-)

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  1
    • ‎@ Luc: Wahnsinn, das wollt ich gerade schreiben…. :-)

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir ·  1
    • um das gehts ja in dem post,…sonst um gar nichts anderes was ich so mitbekommen habe,..jedenfalls nichts nützliches

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • Klaas Maria Maria mein gott… was ihr beschreibt ist godwin’s law…. gâhn!!!!

      vor etwa einer Stunde · Gefällt mir
    • ‎@ Klaas: War mal das muss ich jetzt mal googeln…. Bin gleich wieder da..

      vor 59 Minuten · Gefällt mir
    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      leute heute wurde ich schon als rechts als links und als komisch bezeichnet da kommts ihr net mit :P

      vor 59 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaas Maria Maria aber hier geht es um eine eindeutige…. abgrenzung… oder auch nicht abgrenzung….warum fällt es wohl so schwer?

      vor 58 Minuten · Gefällt mir
    • gg, ja bitte auf deutsch schreiben,..ich bin ja hier sicher auch „rechts“ wenn ich so erkennen kann…obwohl ich nichts gegen irgendwelche gruppierungen hab,..aber das scheint ja keine ausschlaggebende rolle zu spielen :-)

      vor 58 Minuten · Gefällt mir ·  2
    • wo ist das freie und flexible denken, das nötig ist will man neues schaffen, wenn man sich immer in irgend welche veraltete muster zwängen muss?

      vor 57 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaas Maria Maria das mit “ deutsch“ find ich jetzt wieder lustig ;-)

      vor 57 Minuten · Gefällt mir
    • Markus Weigl · Mit Franz Hörmann und 4 anderen befreundet

      leute in wirklichkeit stehen wir alle in der mitte sonst würden wir uns hier nicht alle unterhalten. wir haben nur bei bestimmten punkten andere meinungen

      vor 56 Minuten · Gefällt mir
    • ‎@ Klaas: Ich versteh nicht so ganz, was es bringen soll ob sich jemand abgrenzt oder auch nicht. Bringt uns das ein besseres System, das wir – so wie es aussieht – fast alle wollen, aber noch nicht haben?

      vor 55 Minuten · Gefällt mir
    • also lieber den alten scheiss als dass uns jemand der nicht unserer meinung ist was besseres beschert? so irgendwie?

      vor 54 Minuten · Gefällt mir
    • Klaas Maria Maria er hätte es in der hand gehabt alles zu gewinnen…. aber durch den kleinen schritt…den er nicht willens ist zu tun wird er alles verlieren….die geschichte verzeiht nicht!!

      vor 52 Minuten · Gefällt mir
    • war erwartet ihr konkret von ihm? und welche folgen würde das nach sich ziehen?….

      vor 50 Minuten · Gefällt mir
    • ‎@ Klaas: Ob er gewinnt oder verliert, wissen wir jetzt aber noch gar nicht. Es geht, wenn ich das richtig verstehe, auch gar nicht um gewinnen oder verlieren!

      vor 50 Minuten · Gefällt mir
    • also wenn jemand gewinnt, muss auch jemand im gegenzug dabei verlieren. wenn das geldsystem umgekrämpelt ist dann verliert doch keiner?….ok, die banken. aber die habens eh nicht rechtmäßig. da nimmt man nur räubern das gestohlene geld wieder weg

      vor 48 Minuten · Gefällt mir
    • Ein Planet – und alle produzieren die gleichen Haufen hinten raus – und da muss man sich abgrenzen oder auch nicht – ist irgendwie fragwürdig für mich…

      vor 46 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • welche partei würde das durchziehen? und hätte ne ahnung wie das überhaupt grob aussehen soll? ich bin für demokratie und grundeinkommen,…ALLES andere pendelt sich von ganz alleine ein. denn dann haben wir ja alle mehr als genug zeit (ressourcen) alle kleinigkeiten glatt zu bügeln

      vor 45 Minuten · Gefällt mir
    • ich geh zur haustür raus (ne das muss ich nicht mal) und seh fasst nur fragwürdiges!

      vor 44 Minuten · Gefällt mir
    • Klaas Maria Maria ‎“Das geheimgehaltene Denken ist das Entscheidende.“

      vor 43 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • stimmt,..aber welche alternativen? die zeit tickt,…EU und ESM…naja, da wird „rechts“ dann mein kleinstes problem sein,..weil auch wählen gänzlich sinnlos würde

      vor 41 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaas Maria Maria für uns den einfachen mann gilt…. eine distanzierung… ein kleiner schritt für franz…. vielleicht ein grosser schritt für die menschheit…;-)

      vor 40 Minuten · Gefällt mir
    • Ich warte auf jeden Fall auf die Webseite vom Franz. Sein Kurzprogramm hat er ja schon mal gepostet. Diese Punkte hat keine andere Partei. Ich lass dann mein Gefühl entscheiden.

      vor 40 Minuten · Gefällt mir
    • ich versteh immer noch nicht, „distanzierung wovon?“. das ist geschichte, das geht und doch gar nichts mehr an,…keiner war dabei,..alles wissen wir nur aus büchern. wem bringt das alles heute noch was, ausser feindseligkeiten?…das ist n…Mehr anzeigen
      vor 33 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaas Maria Maria Ironie am Rande…“Wenn wir keine eigenen Zähne mehr haben, haben wir Lust, zuzubeißen

      vor 32 Minuten · Gefällt mir
    • ich beiss nur obst und gemüse

      vor 30 Minuten · Gefällt mir
    • Klaas Maria Maria hm distanzierung wovon? du hast damit völlig recht’s… nein im ernst… was wäre sie wert… sie hätte keinen wert… wir würden nur getäuscht…

      vor 26 Minuten · Gefällt mir
    • Chara Fillos · Mit Saale Kareda und 4 anderen befreundet

      diese indifferente art von peter wurm das nazi-thema immer wieder anzutexten (wozu? warum?) empfinde ich persönlich als sehr wirr. ich weiss bis heute nicht, was er damit klarmachen will…

      vor 24 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • ich glaube peter wollte auf irgend etwas spezielles hinaus,..aber dieses spezielle dürfte seinem gemüt wohl dienlicher seit als uns im praktischen sinne

      vor 23 Minuten · Gefällt mir
    • Klaus Holzweber

      Peter,
      Was verlangst du von franz? Soll er etwa behaupten, da alle untersuchungen bezüglich gesteinsproben im kz verweigert werden,hätte die systemische vernichtung von menschens mittels giftgas, nie stattgefunden?
      Dann werden sie ihn aber…Mehr anzeigen
      vor 23 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaus Holzweber Was sind die lügen die du franz anheften willst?

      vor 21 Minuten · Gefällt mir
    • ja,..wenn es konkrete verdachtsmomente gibt, wieso werden die dann nicht klip und klar formuliert?

      vor 19 Minuten · Gefällt mir ·  1
    • Klaas Maria Maria ich vertehe peter wurm schon… früher oder später werden menschen wieder ihr leben lassen müssen…. klaussner sagt: der jude beherrscht mit seinem geld die welt… was zugegeben nicht unrichtig ist… aber peter wurm ist ein philantrop… und für ihn gilt…. wehret den anfängen..

      vor 16 Minuten · Gefällt mir
    • Chara Fillos · Mit Saale Kareda und 4 anderen befreundet

      unugudu, ich denke, es ist genau andersrum, als du es gerade evtl. interpretierst. peter hat vor wochen schon viel auf der occupy seite mit dem nazi thema irritiert. dabie wirkte er nie so, als wäre er ein erbitterter aufklärer im sinne dessen, was man heutzutage über das 3. reich weiss.

      vor 16 Minuten · Gefällt mir
    • ————————
      Lieber Franz!
      „@franz: also, was jetzt? graust dir vor den vernichtungslagern der nationalsozialisten oder weißt du nichts über bücherverbrennungen? beides zusammen geht nicht.“
      Quod erat demonstrandum – Was zu beweisen war. Wie Klaas Maria schreibt: „Du bist gewogen und für zu leicht befunden.“ Du hast Dich soeben nach meinen Maßstäben für die Ausübung eines politischen Amtes disqualifiziert. Wie vor zweieinhalbtausend Jahren die Sophisten, so hast auch Du Dich damit als prinzipiell überfordert erwiesen. Aus Respekt vor meinem Leben, vor meinen Werten und Überzeugungen werde ich Deine politischen Ambitionen daher nicht weiter unterstützen, sondern mich davon zurückziehen.
      Mit traurigen Grüßen
      Peter

„Die Kriegserklärung des Weltjudentums“

24. Januar 2012

Die spannendste und grundsätzlichste Diskussion, die derzeit in Österreich abläuft, ist jene über die Abgrenzung der Occupy-Bewegung gegenüber antisemitischen und antidemokratischen Tendenzen in Ihren Reihen. Ich habe im vorigen Artikel „Occupy Austria und der Antisemitismus“ bereits grundsätzlich darauf geantwortet. Nachdem ich nun den diesbezüglichen Blog-Eintrag von Philipp Sonderegger und eine Twitter-Meldung des Wiener Grünen-Politikers Klaus-Werner Lobo gelesen habe, bin ich auf die Website www.kreditie.at gestoßen und von dort auf das Gründungsmanifest der HuMan Weg-Bewegung als Partei.

Genau diese Parteigründung war der Auslöser der aktuellen Diskussion, da der Occupier und Wirtschaftsprofessor Franz Hörmann führend mit dabei war. Ich selbst bin Franz Hörmann seit letztem Jahr inzwischen freundschaftlich verbunden und teile seine grundsätzlichen Ansichten zur Überwindung des herrschenden Wirtschaftssystems. Doch nun stieß ich unter dem mit der neuen Partei verlinkten Kapitel „Die Geldrevolution“ auf den Punkt: „Die Vollstrecker der großen Lüge: US-Armee, FED, IWF„.

Da steht von den „USA, die seit dem 2. Weltkrieg Europa geistig und materiell ununterbrochen kontrollieren und niederhalten“ zu lesen und von der US-Regierung und „ihren geistig-jüdischen Führern„, sowie von der „Kriegserklärung des Weltjudentums„.

Nun ist meine politische Überzeugung hinlänglich bekannt. Sie ist unter anderem auf diesem Blog über Jahre hinweg detailliert zu verfolgen. (Den Nationalsozialismus und das Judentum betreffende Arbeiten fasse ich im Anhang zusammen.) Und so nahm ich meine Wut über das soeben Gelesene zum Anlass, die unter der Partei angeführte Telefonnummer anzurufen. Unter dieser Nummer meldete sich ein Bassbariton mit Schweizer Akzent, der sich gegen Ende des Gespräches als Hans-Jürgen Klaussner herausstellte, welcher die betreffenden Zeilen geschrieben hatte.

Auf meine wütende Attacke, warum er Feindbilder instrumentalisiere, antwortete er völlig ruhig, dass er nur geschichtliche Tatsachen berichten würde. Dass die Eigentümer der Federal Reserve „jüdisch“ wären, dürfe man genauso behaupten wie die Tatsache, dass Adolf Hitler „deutsch“ gewesen sei. In dem insgesamt halbstündigen Gespräch ließ ich seine Verteidigungsstrategie, dass er einzig geschichtliche Fakten ausspreche, von Anfang an nicht gelten und machte ihm klar, dass das ein Scheißdreck sei und er mit seinen ausgesprochenen Gedanken Gruppen definiere, um ihnen die umfassende Schuld zuzuschreiben. Es wäre mir völlig wurscht, ob er „das Judentum“ ausmache oder „den Islam„, „die Schwarzen“ oder „die Amerikaner“ – aufgrund dieser gesellschaftlichen Schuldzuweisungen sind alle Kriege in den letzten 5.000 Jahren geführt worden. Die Definition von Bevölkerungsgruppen als Feind hat  im Laufe der Menschheitsgeschichte immer nur zu Krieg und Vernichtung geführt.

Auf seine Anmerkung, dass es sehr wohl „Feinde“ gäbe, entgegnete ich ihm, dass es eben keine Feinde gäbe, sondern nur ein System, das wir gemeinsam überwinden wollen. Wenn wir alle zusammen das zinsbasierte Schuldgeldsystem überwinden wollen, dann brauchen wir keine Feinde dazu. Ganz im Gegenteil geht es darum, alle Menschen dabei mit ins Boot zu holen, ohne auch nur irgendjemanden dabei auszuschließen.

Klaussner erwähnte, dass die geheimen Führer Amerikas Rothschild und Rockefeller hießen und diese eben ein Jude und ein Halbjude wären. Da fuhr ich ihm in die Parade: „Es ist mir scheißegal, ob sie ein Jude und ein Halbjude sind, es ist mir auch scheißegal, dass sie beide Männer sind und es ist mir auch scheißegal, welcher Blutgruppe sie angehören und ob sie vielleicht beide Schuhgröße 44 haben. Es ist mir scheißegal, welcher Gruppe sie angehören, wichtig ist, dass wir alle gemeinsam das derzeitige System überwinden – und dabei eben auch Rothschild und Rockefeller mit ins Boot holen. Ich scheiß auf die immer gleichen Schuldzuweisungen, ich will, dass wir uns endlich alle gemeinsam aus dem Dreck ziehen und endlich gemeinsam eine schöne Welt für alle Menschen schaffen, ohne dabei irgendjemandem die Schuld zuzuweisen oder irgendjemanden auszuschließen.“ Mehr als eine Viertelstunde schrie ich ihn an.

Letztendlich stimmte er mir zu.

Zum Abschluss des Gespräches verabschiedeten wir uns freundlich und freundschaftlich voneinander und er versprach, die betreffenden Gedanken zu vernichten. Wir vereinbarten, uns in der nächsten Zeit einmal in Wien zu treffen. Ich hatte aus einem Antisemiten einen Humanisten gemacht. Vielleicht sogar für länger als nur fünf Minuten…

———-

Arbeiten zu Nationalsozialismus und Judentum:

Herbstspaziergang

das bunte haus

Seerosen in Birkenau

Brick of the Gaschamber Wall

Mein Freund Hans – das Leben im KZ Mauthausen

Mein Freund Hans – die Gaskammer des KZ Mauthausen

Mein Freund Hans – die Krematoriumsöfen des KZ Mauthausen

20.12.2012

Friede auf der Welt

Lieber Doron!

Der Antisemitismus

Mein Nazi-Onkel Gerald

Tag 218

Der Tag danach

Moses’ Tod II

Wir trauern um Hans Marsalek

Occupy Austria und der Antisemitismus


Occupy Austria und der Antisemitismus

23. Januar 2012

Heute früh wurde ich durch das Läuten meines Handys geweckt. Am Apparat war Thomas Amaran, der mich gleich fragte: „Hast Du schon den Artikel im Profil gelesen?“ Das hatte ich nicht, denn ich hatte bis dahin geschlafen und den gestrigen Sonntag meinen privaten Interessen jenseits der Politik gewidmet. Am Vortag war ich noch in Linz gewesen, um wie Thomas am ersten österreichweiten Treffen der Occupy-Bewegung teilzunehmen.

Jetzt stand ich also auf, um mir die neuesten Berichterstattungen über die Occupy-Bewegung zu Gemüte zu führen. „Unfreundliche Übernahme“ stand da im „profil“ zu lesen und darunter die Einleitung: „Die Occupy-Bewegung gilt international als Plattform für eine offene, gerechtere Gesellschaft. In Österreich ist sie in der Hand von Rechten, Obskuranten und Verschwörungstheoretikern.“

Schon vor dem Wochenende hatte „Die Presse“ einen Artikel über das bevorstehende Zusammentreffen von Occupy in Linz gebracht: „Die Empörten von Occupy Austria und ihr später Selbstfindungstrip“ - „Warum Mitläufer am rechten Rand die Glaubwürdigkeit von Occupy Austria gefährden – und die Bewegung sich deshalb am Wochenende in Linz neu erfinden will.“

Die Bewegung hat sich in Linz „neu erfunden“. Wir sind aus ganz Österreich zusammengekommen, um darzulegen, wofür wir stehen und was wir wollen. Und wir haben die ersten Inhalte in unglaublich mühsamer Arbeit mit Zustimmung jedes einzelnen Teilnehmers formuliert. Die ersten im Konsens getroffenen Ziele und Überzeugungen sind auf http://pad.ethify.org/p/occupy nachzulesen. Aus ihnen ist ersichtlich, dass es sich dabei nicht um endgültige Dogmen handelt, sondern um das erste gemeinsame Ergebnis eines lang anhaltenden Prozesses.

Der allerschwierigste Konsens aus Linz ist für mich der wichtigste. Es ist der Text über unser Geldsystem. Die Basis der Occupy-Bewegung in Bezug auf das Geldsystem besteht nun aus folgenden vier Sätzen:

Neue Geldsysteme umsetzen:

  • Aufklären und hinterfragen des Finanz- und Geldsystems.
  • Überwindung des  zinsbasierten Schuldgeldsystems.
  • Gemeinschaftliche Geldschöpfung mit Transparenz und gemeinsames Gestalten von Alternativen. 

Ich halte diesen kurzen Text für epochal. Er stellt in aller Kürze gleichzeitig den Inhalt als auch den Prozess dar, zu dem wir stehen und den wir gehen wollen. Er ist gleichzeitig völlig klar und konkret, jedoch für den weiteren Prozess gänzlich offen. Diese erste Basis kann als Vorlage für den Umgang mit dem bestehenden System dienen, und dies auf der ganzen Welt.

Dies ist die erste gemeinsame Basis der Occupy-Bewegung. Darüberhinaus gibt es noch einen vorläufigen Text zu den Grundlagen, zu dessen Feinschliff jeder beitragen kann:

Freie Entfaltung ermöglichen
Wir wollen die freie Entfaltung des vollen menschlichen Potentials aller.
Das bedeutet für uns die Möglichkeiten der selbstbestimmten Entdeckung und Erweckung des menschlichen Potentials zu erschaffen und zum Wohle aller umzusetzen. 
Aus diesem Verständnis wird ersichtlich, dass sich die Occupy-Bewegung als ganzheitlich ohne Feindbilder versteht. Es geht um die Überwindung der alten dualistischen Spaltungen. Wer sich diesem ganzheitlichen Verständnis verbunden fühlt, der ist in dieser Bewegung herzlich willkommen.

Es geht darum, uns endlich als gemeinsame Menschheit dieses Planeten zu begreifen. We are the 100 Percent!

occupy austria - linz 2012

occupy austria - linz 2012

occupy austria - linz 2012

Meine Wünsche an die Politik

18. Januar 2012

Wie im vorigen Artikel „Occupy the Parliament!“ bereits in Grundzügen angedacht, habe ich einige Wünsche an unsere Gesellschaft:

1. Ein bedingungsloses Grundeinkommen:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Höhe der Mindestpension (Ausgleichszulage) für jeden Menschen unserer Gesellschaft – von der Geburt bis zum Tod. Finanziert wird dieses BGE durch eine Steuer auf alle Arten von Einkommen (Kapital, Arbeit, Vermögenszuwachs) von 100 Prozent bis zur Höhe des BGE und 50 Prozent darüberhinaus.

2. Demokratisierung der Geldschöpfung:
Das Erschaffen von Geld darf nicht länger in der Hand von einigen Wenigen liegen, sondern muss von der gesamten Gesellschaft demokratisch geleistet werden. Das bedeutet, dass die demokratisch legitimierte und kontrollierte Zentralbank die Einzige ist, die Geld erschaffen darf. Private Banken werden als Subunternehmen der Zentralbank vergemeinschaftet.

3. Zinsloses Geld:
Die Abschaffung von Zins und Zinseszins ist ein Muss. Solange sich Geld durch Zins von selbst vermehrt, muss es immer Anderen weggenommen werden. Das heißt, dass der Geldzins Ursache jeglicher Ausbeutung ist. Zins auf Schuldgeld kann daher niemals zur Gänze zurückgezahlt werden und führt in regelmäßigen Abständen zum Zusammenbruch des Wirtschaftssystems. Nicht umsonst wird das Zinsverbot von allen Religionen propagiert.

4. Vereinheitlichung des Steuersystems:
Wie in Punkt 1 (BGE) bereits erwähnt, muss die Einkommensteuer vereinheitlicht und auf alle Formen des Einkommens (Kapital, Arbeit, Vermögenszuwachs) ausgeweitet werden. Die Steuer sollte idealerweise bis zur Höhe des BGE 100 Prozent und darüberhinaus als Flat Tax 50 Prozent betragen. Eine daneben mögliche Umsatzsteuer muss selbstverständlich auch alle Arten von Finanzprodukten erfassen.

 5. Das politische Partnerschaftsprinzip:
Zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Harmonisierung von politischen Entscheidungen im Konsens wird endlich das politische Partnerschaftsprinzip eingeführt: Jede öffentliche Position wird von einem Mann und einer Frau gleichzeitig besetzt, die gemeinsam entscheiden.

6. Die Vereinigten Staaten von Europa:
Die Idee eines friedlichen und gemeinschaftlichen Europa muss endlich zur Gänze ausgebaut werden. Die Europäische Union darf sich nicht länger als Interessensgemeinschaft des Kapitals verstehen, sondern muss subsidiär vollständig demokratisch legitimiert sein. Dazu ist es notwendig, dass das Europäische Parlament nach dem Vorbild nationaler Parlamente ausgebaut wird und die Exekutive der Union legitimiert und kontrolliert. Die Formen direktdemokratischer Mechanismen sind auszubauen. An der Spitze der Exekutive der Vereinigten Staaten von Europa steht ein vom europäischen Volk direkt gewähltes partnerschaftlich besetztes Präsidentenpaar.

7. Die Vereinten Nationen:
Die Vereinten Nationen haben als globale Letztinstanz so ausgebaut zu werden, dass alle Staaten dieser Welt darin gleich berechtigt werden. Die Vereinigten Staaten von Europa verstehen sich als demokratisch legitimierter Teil der Veinten Nationen. Der Hauptsitz der Vereinten Nationen wird von New York ins extraterritoriale Jerusalem verlegt.

Und schon sind 2.000 Jahre Frieden garantiert…


Occupy the Parliament!

17. Januar 2012

Dieses System ist am Ende. Am Anfang des Jahres 2012 muss jeder, der die gesellschaftlichen Entwicklungen in dieser Welt aufmerksam verfolgt, zum Schluss kommen, dass diese Analyse stimmt. Politik, Wirtschaft, Religion und Ideologie können auf die drängenden Probleme unserer Zeit keine Antwort mehr geben.

Dieses System ist am Ende. Vier Jahre nach Ausbruch der sogenannten Finanzkrise stehen wir fassungslos vor dem Phänomen, dass die gewählten Regierungen dieser Welt alle ihre Entscheidungen von der Beurteilung dreier New Yorker Firmen abhängig machen. Drei Kapitalgesellschaften in Manhattan, die sich zur Gänze im Besitz von internationalen Finanzinstituten befinden, entscheiden darüber, wie auf der ganzen Welt Politik gemacht wird.

Dieses System ist am Ende. Alle Staaten dieser Welt borgen sich über den Verkauf von Anleihen Geld von Banken und Fonds. Die Banken bekommen das dafür notwendige Geld von den Zentralbanken der Länder nachgeworfen und verborgen es zu einem weit höheren Zinssatz an die einzelnen Staaten weiter. Sie brauchen dafür überhaupt nichts zu tun. Der dadurch erzielte Gewinn aus den Zinsen ist garantiert, weil sich die Staaten dieser Welt den Finanzmärkten gegenüber verpflichtet haben, die Rückzahlung auf jeden Fall vorzunehmen.

Dieses System ist am Ende. Während die Staaten dieser Welt eine Zahlungsunfähigkeit gegenüber den Banken ausschließen, werden die Banken bei Zahlungsunfähigkeit von genau diesen Staaten finanziert. So werden im Bankensektor Renditen von weit über zehn Prozent lukriert, während das Sozialprodukt der Staaten meist nur knapp über null Prozent wächst. Die entsprechend hohen Risiken der Banken werden jedoch im Ernstfall eben von den Staaten übernommen.

Dieses System ist am Ende. Um diesen perversen Kreislauf aufrechtzuerhalten, ist immer monetäres Wachstum nötig - und dies auf Dauer exponentiell. Ohne Wachstum kein Wohlstand. Dass dieses Krebsgeschwür darüberhinaus auch die Kosten eines Autounfalls, eines Krankenhausaufenthaltes oder einer Brandkatastrophe beinhaltet, krönt die Absurdität dieses Wahnsinns. So ist der vom Krieg völlig zerstörte Irak heute das Land mit den größten Wachstumsprognosen.

Dieses System ist am Ende. Die fiktiven Summen des Finanzkapitals, die täglich um den Globus kreisen sind um mehr als das Zehnfache höher als die realen Werte, die dahinterstehen. Die freien Märkte verhalten sich inzwischen krankhaft manisch-depressiv und sorgen dafür, dass aufgrund der Schwankungen der Rohstoffpreise der Hunger auf der Welt von Tag zu Tag zunimmt.

Dieses System ist am Ende. Wir stehen im Angesicht seines Untergangs. Was können wir tun, um diesen Untergang zu überleben? Beginnen wir ganz kurz philosophisch:

Die Weltanschauung dieses Systems gründet sich weltweit auf einem Irrweg. Nachdem durch die Arbeit Immanuel Kants vor 250 Jahren weltweit die Aufklärung in Gang gesetzt wurde, entschied sich die Masse des Globus danach für die falschen Erben: Den Deutschen Idealismus von G.W.F. Hegel und den daraus folgenden Dialektischen Materialismus von Karl Marx. Hegel und Marx haben dem real existierenden Kapitalismus sowie dem real existierenden Sozialismus die ideologischen Grundlagen gegeben. Beide Philosophien sind nun eben aufgrund des ihnen innewohnenden spaltenden Dualismus grandios gescheitert.

Wenn wir also jetzt nach den weltanschaulichen Grundlagen für ein neues System suchen, dann müssen wir uns für das andere Erbe Kants entscheiden: Für die Weltanschauung Arthur Schopenhauers und Friedrich Nietzsches. Wie im Text zu „Sattamun“ beschrieben, geht es in einem zukünftigen Gesellschaftssystem um eine gänzlich andere Fragestellung: Es geht nicht länger um die Frage „Was sollen wir tun?“, sondern nur noch um die Frage „Was wollen wir tun?“

Diese Weltanschauung in der Tradition Schopenhauers und Nietzsches war bisher immer nur eine Philosophie für Außenseiter. In diesem System wurde sie bis heute immer verdrängt. Einzig Größen wie Sigmund Freud und Albert Einstein haben es geschafft, mit dieser Weltanschauung für Außenseiter in völlig neue Dimensionen des menschlichen Lebens in dieser Welt aufzubrechen.

Es geht nun darum, welche politischen Konsequenzen aus dieser Grundlage zu ziehen sind. Und so haben wir uns auf die Ideale der französischen Revolution zu besinnen, auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität. In einem System, das inzwischen die Unfreiheit, die Ungleichheit und das Asoziale fördert, geht es darum, uns genau diese Ideale wieder auf die Fahnen zu schreiben.

Die wirtschaftlichen Konsequenzen folgen daraus: In einer arbeitsteiligen Gesellschaft ohne Vollbeschäftigung kann Freiheit, Gleichheit und Solidarität nur mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen erreicht werden. Erst wenn wir gemeinsam jedem einzelnen Menschen die Garantie geben, dass wir alle für sein Überleben sorgen, haben wir die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Solidarität verwirklicht.

Das bedingungslose Grundeinkommen muss das lebenswerte Überleben sichern. Daher muss es mindestens die Höhe der Mindestpension erreichen (in Österreich ist das die Ausgleichszulage). Die Finanzierung dessen kann idealerweise durch eine Einkommensteuer auf alle Einkommen (Kapital und Arbeit) mit einem Sockelbetrag in der Höhe des BGE sowie einem Flat-Tax Steuersatz von 50 Prozent auf das darüberhinausgehende Einkommen erreicht werden.

Bei einem Bedingungslosen Grundeinkommen von 800 Euro, das 14 mal ausbezahlt wird, ergibt sich jährlich 11.200 Euro pro Person – vom Säugling bis zum Greis, von der Geburt bis zum Tod. Jedes Einkommen bis zu dieser Höhe wird mit 100 Prozent besteuert, jedes Einkommen darüberhinaus mit 50 Prozent. Ein Steuersatz von 50 Prozent ist im Geiste der Französischen Revolution ideal, weil dabei jeder freie Mensch gleich solidarisch zur Hälfte für sich alleine und zur anderen Hälfte für uns alle arbeitet. Wir verdanken jeden einzelnen Euro unseres Einkommens der Tatsache, dass wir alle in einer friedlichen und sicheren Gemeinschaft leben dürfen. Genau diese Grundlage gehört monetär vergütet, eben für jeden gleich mit der Hälfte seines Einkommens. Das ist der faire und gerechte gesellschaftliche Preis für die Freiheit, in der wir leben.

Genau dieses Geld steht der Gemeinschaft, dem Staat zur Verfügung. Jede Ausgabe des staatlichen Budgets muss durch diese Einkommensteuer auf Kapital und Arbeit gedeckt sein. Anzumerken ist, dass jeder Vermögenszuwachs Einkommen darstellt, dass sich daraus also folgerichtig eine Vermögenszuwachssteuer von 50 Prozent ergibt. Kapital, Arbeit und Vermögen werden daher vollkommen gleich besteuert.

Was das dahinterstehende Geldwesen betrifft, so muss es dabei zu einer Demokratisierung kommen. Die Zentralbanken müssen in staatlichem Besitz stehen und sind die Einzigen, die Geld in Umlauf bringen dürfen. Das heißt, dass alle Banken als Unternehmen der Zentralbank verstaatlicht werden müssen. Die Geldschöpfung hat zinsenlos zu erfolgen.

Die Abschaffung des Geldzinses ist ein Muss. Wenn nämlich Geld als einziges Gut dieser Welt im Laufe der Zeit nicht wie Lebensmittel, Maschinen oder sonstige Waren zu faulen, zu rosten oder kaputt zu werden beginnt, sondern sich wie ein Krebsgeschwür andauernd vermehrt, dann muss diese zinsbedingte Geldvermehrung zwangsläufig zu Ausbeutung führen. Jeder Geldzins führt zur Gier, jeder Sparer wird zum Ausbeuter. Das Vermögen der Reichen wird durch den Hunger der Armen finanziert.

Dieses System ist am Ende. Wenn wir dieses System überwinden wollen, so haben wir seine Gesetze zu ändern. Wenn wir seine Gesetze ändern wollen, dann haben wir uns dazu autorisieren zu lassen. Wenn wir uns dazu autorisieren lassen wollen, dann haben wir uns wählen zu lassen. Wenn wir gewählt werden wollen, dann haben wir zu kandidieren. Wenn wir kandidieren wollen, dann haben wir uns zu vereinigen. Wenn wir uns vereinigen wollen, dann haben wir eine politische Partei zu gründen. Wenn wir dieses System verändern wollen, dann haben wir die Parlamente zu stürmen.

Dieses System ist am Ende. Occupy the Parliament!


Am Ende eines Weges

16. Januar 2012

Ich stehe am Ende eines Weges. In privater wie beruflicher Hinsicht haben die Verhältnisse der Vergangenheit aufgehört zu existieren. Ich befinde mich – wie schon einige Male in meinem Leben zuvor – auf völligem Neuland. Die bisherigen Selbstverständlichkeiten sind verschwunden, einfach weg.

Ich habe versucht, meinem Zustand anhand bekannter Situationen der Menscheitsgeschichte näherzukommen. Zwei davon sind mir eingefallen: Kolumbus auf dem Weg nach Westen und Churchill nach Dünkirchen.

„Churchill nach Dünkirchen“ habe ich versucht, im vorigen Artikel zu beschreiben. In der finstersten Stunde der Geschichte, im Moment der existentiellen Entscheidung stellt Churchill seinen Mann. „Churchill nach Dünkirchen – die Zusammenfassung eines Lebens“ dachte ich mir, als sich die Verhältnisse in meinem Leben in der letzten Zeit immer mehr verdunkelten. Wie hat sich Churchill nach Dünkirchen gefühlt? Ungefähr so fühle ich mich jetzt.

„Kolumbus auf dem Weg nach Westen“ beschreibt ein ähnliches Phänomen. Dieser Mann hatte ebenfalls eine Mission. Die Mission des Kolumbus war es, seine Vision zu verwirklichen, ebenfalls wie Winston Churchill nach dem Motto „whatever the cost may be“. Völlig egal, was die Anderen denken, wie hoch der Preis auch sei. Ich weiß, notfalls auch gegen die gesamte bekannte Welt, dass mein Weg der richtige ist. Mögen alle anderen wie gewohnt nach Osten reisen, ich weiß, dass ich ankommen werde, wenn ich die genaue Gegenrichtung einschlage.

Entscheidend auf dem Weg nach Westen ist der Tag, an dem die Vorräte zur Hälfte aufgebraucht sind. Das ist der Point of no Return. Der Moment, an dem die Vorräte zur Hälfte aufgebraucht sind, ist der letzte, an dem eine mögliche Rückversicherung in Anspruch genommen werden kann. An genau diesem Tag entscheidet Kolumbus: „Wir segeln weiter.“

Dieser Moment ist der entscheidende für die gesamte Mannschaft. Es ist der letzte Moment für eine mögliche Meuterei. Während bisher eine Umkehr noch möglich war, ergeben sich ab diesem Moment alle bedingungslos der gemeinsamen Mission. Ab diesem Moment sind alle dem gemeinsamen Ziel bedingungslos ausgeliefert.

Es ist die Kompromisslosigkeit, die mich an Churchill und Kolumbus über alle Maßen fasziniert. Was auch immer alle anderen denken mögen, wir halten stand. Wir verfolgen unsere Mission, weil wir unserer Vision treu bleben, notfalls gegen die gesamte bekannte Welt.

Die Vision des Kolumbus war der Seeweg nach Indien, Churchills Mission war der Sieg der Demokratie über die Tyrannei. Beide waren im Moment der existentiellen Entscheidung wahrscheinlich die einsamsten Menschen der Welt. Irgendwann danach wurden sie jedoch mit ihrem Ziel belohnt.

Wie Kolumbus und Churchill spüre auch ich die unendliche Einsamkeit im Moment der existentiellen Entscheidung. Privat wie beruflich liegt alles darnieder, schmerzhafte Niederlagen säumen meinen Weg. Völlig alleine stehe ich vor dem Angesicht des Nichts.

Was ist meine Mission? Ich habe weder Indien zu erreichen noch den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Im Vergleich zu den Größen der Geschichte sind meine Probleme von lächerlich unscheinbarer Dimension. Doch wie so oft in der Vergangenheit, so stellt sich mir jetzt wieder die Frage: Wofür lohnt es sich zu leben?

Wofür lohnt es sich zu leben? Wieso bringe ich mich nicht um? Was hat die Welt an Peter Wurm, geboren am 18. August 1969 im Wiener Rudolfinerhaus? Was, zum Teufel, mache ich noch hier? Wozu lebe ich? Welche ist meine Mission, was meine Vision?

Wozu leben wir? Ich bin bereit, jeden Preis zu zahlen, wenn es darauf eine Antwort gibt.


Whatever the cost may be

13. Januar 2012

Es gibt einen Politiker in der Geschichte der Menschheit, der aus meiner Sicht alle anderen überragt. Selbstverständlich verherrliche ich – wie im letzten Artikel auch erwähnt – Gandhi, Mandela und Havel über alle Maßen, aber diese drei beeindrucken mich vor allem in ihrer Eigenschaft als Widerstandskämpfer gegen die herrschenden Kräfte, bevor sie schlussendlich an die Macht kamen. Es gibt jedoch einen, der in seinem politischen Amt selbst zum Widerstandskämpfer geworden ist: der rechte Verteidiger meines Millenium-All-Star-Teams, Sir Winston Churchill.

Jetzt weiß ich natürlich, dass Churchill in manchen Teilen der Welt, insbesondere von der Türkei bis nach Indien teilweise verhasst war und ist, weil er in seiner Eigenschaft als Brite seinen Beitrag zur anhaltenden Unterdrückung dieser Gebiete im Rahmen des Empire beigetragen hat. In diesen Ländern hält man vom Vereinigten Königreich nicht viel und stand im Laufe der letzten Jahrhunderte mehr auf deutscher Seite als auf der englischen.

Mit großem Amusement denke ich auch an eine Erzählung meines persischen Freundes Keyvan zurück, als er von einem Auswärtsmatch der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann im Iran im Jahr 2004 berichtete. Bei Erklingen der deutschen Nationalhymne zur Begrüßung standen im ausverkauften Teheraner Azadi-Stadion 110.000 Menschen auf und erhoben wie ein Mann die rechte Hand zum deutschen Gruß. Die übertragenden deutschen Fernsehstationen waren bemüht, diese Ehrenbezeugung augenblicklich auszublenden.

Ich bin kein Iraner, ich bin kein Inder, ich bin kein Araber und ich bin kein Türke. Wäre ich in einem dieser Länder geboren, würde meine Wertschätzung möglicherweise anders aussehen. Auch stößt mir übel auf, dass Churchill Mahatma Gandhi zu Beginn der indischen Unabhängigkeitsbewegung abfällig einen „halbnackten Fakir“ genannt hat.

Churchill war gemäß meiner Personaltheorie sicherlich „eher ein Arschloch“. Das hat zur Folge, dass er als Politiker an der Macht zweifelsohne umstritten ist. In einem Teil der Welt ist er bis heute immer noch verhasst. Diese Ablehnung und dieser Hass gründen sich auf eine Charaktereigenschaft, die ich an ihm über alle Maßen bewundere: Die absolute Kompromisslosigkeit.

Winston Churchill stand mit allem, was er war, für die demokratische Tradition des britischen Empire. Dass dieses Empire im Laufe der Jahrhunderte im Kolonialismus die halbe Welt unterdrückt hatte, ist Teil dieser Geschichte. Doch alles in allem war dieses Imperium demokratisch legitimiert, was auch zur Folge hatte, dass Churchill selbst nach dem gewonnenen Zweiten Weltkrieg als Premierminister wieder abgewählt wurde.

Und es ist genau dieser gewonnene Zweite Weltkrieg, den ich als Nachgeborener einzig und alleine diesem Menschen vedanke. Im Frühjahr 1940 stand das Vereinigte Königreich nach der Niederlage von Dünkirchen im Zuge des deutschen Frankreichfeldzuges völlig alleine der scheinbaren Allmacht des Dritten Reiches gegenüber. Die Sowjetunion war mit Deutschland verbündet, der gesamte Kontinent besetzt oder mit Hitler befreundet und die USA in passiver Neutralität gefangen. Alle Historiker stimmen überein, dass dies der mit Abstand kritischte Zeitpunkt für die Weltgeschichte im Zwanzigsten Jahrhundert war.

In dieser Situation stand das Vereinigte Königreich unter Winston Churchill völlig alleine der Übermacht des Deutschen Reiches unter Adolf Hitler gegenüber. In Großbritannien selbst wurden die Stimmen nach einem Waffenstillstand oder Frieden mit Hitler-Deutschland immer lauter. Winston Churchill war als Regierungschef in dieser entscheidenden Situation völlig auf sich alleine gestellt.

„We shall defend our island, whatever the cost may be.“ Es ist genau dieser Satz in einer seiner denkwürdigen Reden zu dieser Zeit, der entscheidend dafür war, dass ich und meine Kinder heute die freie Luft eines demokratischen Europa atmen dürfen. Die Entscheidung im Zweiten Weltkrieg verdanken wir ganz genau diesem einen Satz.

Dieser Satz aus der Rede „We shall fight on the beaches“ am 4. Juni 1040 knüpft in der dunkelsten Stunde der Demokratie und der Menschenrechte an die kurz zuvor erfolgte Regierungserklärung „Blood, Toil, Tears, and Sweat“ an, in der Churchill das Ziel definiert: „Sieg. Sieg um jeden Preis.“

In genau dieser Situation der Niederlage, in der ALLES auf dem Spiel steht, gibt Churchill die Losung aus: „We shall defend our island, whatever the cost may be.“ In dieser dunkelsten Stunde stand zu halten und seine Überzeugungen zu verteidigen, wie hoch der Preis auch sei, das ist die Grundlage eines demokratischen Europa, das ist die Grundlage einer freien Welt.

Winston Churchill hat gezeigt, was im Leben eines Menschen möglich ist. Winston Churchill hat sich entschieden. In der dunkelsten Stunde der Geschichte hat er Position bezogen. „We shall defend our values, whatever the cost may be.“ Thank you very much.


Gandhi, Mandela, Havel

11. Januar 2012

Gandhi. Mandela. Havel. Die Größe dieser Menschen ergibt sich aus ihrer Unterdrückung. Wie kann ein Mensch die Größe Gandhis, Mandelas, Havels erreichen, ohne zuvor unterdrückt worden zu sein? Wie sinnlos ist es, sich in einer freien und demokratischen Gesellschaft Gandhi, Mandela, Havel zum Vorbild zu nehmen? Gandhi, Mandela, Havel sind unerreichbar für mich.

Es gilt, einen Bruch zu machen. Es gilt, sich von Gandhi, Mandela, Havel zu verabschieden. Es gilt, sich neue Vorbilder zu suchen – und sie zu finden. Einstein, Schopenhauer, Shakespeare. Gutenberg, Freud, Picasso. Russell, Mozart, Beethoven. Es gilt, die freie und demokratische Gesellschaft als Basis für sein Wirken zu nehmen.

Ich darf hier ALLES sagen, was ich will. Gerade bin ich wieder erschüttert darüber, dass der Friedensnobelpreisträger Barack Obama zu Sylvester den NDAA unterzeichnet hat. Der NDAA ermächtigt das US-amerikanische Militär, überall auf der Welt unkontrolliert Menschen festzunehmen und sie bis an ihr Lebensende wegzusperren. Und wenn der Friedensnobelpreisträger es beschließt, dann wird ohne zu Zögern erschossen und der Leichnam im Meer versenkt.

Ich bin dagegen, dass das US-amerikanische Militär hier bei der Tür hereinkommen und mich bis an mein Lebensende mitnehmen darf. Ich bin dagegen, dass dies willkürlich auch meinen Kindern und meinen Freunden widerfahren kann. Wenn das US-amerikanische Militär jederzeit meine Kinder mitnehmen und lebenslang wegsperren darf, dann schreie ich auf. Was jedoch nützt dies? Wohin kann ich mich wenden, wenn das US-amerikanische Militär jederzeit meine Kinder mitnehmen und lebenslang wegsperren darf? Wer ist die Instanz, die dem US-amerikanische Militär Einhalt gebietet?

Wer schreit auf, wenn das US-amerikanische Miltär jetzt hier bei der Tür hereinkommt, mich mitnimmt und lebenslang wegsperrt? Wer schreit auf? Wer beginnt mich zu suchen? Wer lässt nicht nach, bis er mich gefunden und befreit hat? Wer stellt sich dem US-amerikanischen Militär entgegen?

ICH stelle mich dem US-amerikanischen Militär entgegen. Doch wie?


Das KZ Mauthausen

10. Januar 2012

Die Gaskammer des KZ Mauthausen:

Die Krematoriumsöfen des KZ Mauthausen:

Das Leben im KZ Mauthausen:


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