Posts Tagged ‘italien’

Erste Lesung aus „Sinnlos“

08/Sep/2016

Montag, 12. September 2016 um 20:00 Uhr

Amerlinghaus (Galerie)
1070 Wien, Stiftgasse 8

Erste öffentliche Lesung aus „Sinnlos“
im Rahmen der Lesereihe „Wilde Worte“

Hier die Ankündigung im „Falter“

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sinnlos_web„Sinnlos“:

Xaver Finster ist das Kind einer Generation, die noch keinen Namen hat. Seine Großeltern waren tief im Nationalsozialismus verstrickt, seine Eltern sind erfolgreicher Teil der Aufbau-Generation nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wächst im Wien des Kalten Krieges auf, am Rande der westlichen Welt. Sein Vater scheitert grandios, er selbst begibt sich auf der Suche nach Liebe bis an die Grenzen der Welt.

„‚Sinnlos‘ ist eine schonungslose Erzählung vom Leben in einer Gesellschaft, die Werte definiert, ohne sie selbst einzuhalten.“ (Judith Scharinger)

„Sinnlos“ erscheint in der Edition Sonnberg Wien

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Le Donne Austriache

11/Aug/2012

Während des gesamten letzten Monats habe ich an einem Projekt gearbeitet, das ich gemeinsam mit meinem Freund Paul in die Welt setze: „Unter der Oberfläche“. Das Ergebnis dieser Arbeit werden wir im Herbst in Wien ausstellen. Inzwischen bin ich dabei, mit meinem Freund Roman ein weiteres Projekt zu finalisieren. Und gerade heute habe ich nun das nächste Projekt in Angriff genommen. Mein Freund Lillo ist jetzt zu Mittag zu Besuch gekommen und während wir gekocht haben und im Hintergrund „Nabucco“ unter Giuseppe Sinopoli läuft, haben wir das nächste gemeinsame Projekt fixiert: „Le Donne Austriache“.

Und jetzt fahren wir hinaus zum Bösner.

Geschützt: Das wahre Kunstwerk ist das Leben

07/Aug/2012

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Death is not the End

29/Apr/2012

Heute war mein Freund Lillo bei uns zu Besuch. Wie immer sprachen wir über Philosophie und Kunst und heute wieder einmal über den Selbstmord. Beim Verabschieden erzählte mir Lillo, dass er in der letzten Zeit nur kleine schwarze Bilder gemalt hätte.

Death is not the End – für Lillo Musico und Mark Rothko
(Acryl auf Leinwand, 80x60cm, 29.04.2012)

Death is not the End

Death is not the End

Tag 148

03/Aug/2011

Die Börsen sind gestern weltweit eingebrochen. Der Dow Jones sank den achten Tag in Folge, diesmal um 2,2 Prozent und schloss bei unter 12.000 Punkten. Der wöchentliche Verlust beträgt knapp sieben Prozent. Auch der DAX in Frankfurt schloss gestern auf einem Viermonatstief. „Sorge um USA und Italien beschleunigt Märkte-Talfahrt“ , „Weltkonjunktur versetzt Anleger in Angst – Nach einem tiefschwarzen Tag an der Wall Street knackt der Goldpreis erstmals die 1670-Dollar-Marke. Das US-Schuldenthema ist für die Anleger längst nicht vom Tisch.“ und „Anleger bangen um Südeuropa – Die Schuldenkrise in Europa nimmt wieder ernste Formen an: Die Zinslast für Spanien und Italien wird zunehmend unerträglich. Das macht Investoren und die Euro-Retter nervös – Spaniens Ministerpräsident verschiebt sogar seinen Sommerurlaub.“ schreibt die „Financial Times Deutschland“. Der „Spiegel“ titelt heute: „DAX fällt und fällt – Die Schuldenkrise in Europa und den USA hält die Finanzmärkte in Atem: Der Dax fällt zeitweise unter 6700 Punkte – es droht der sechste Minustag in Folge. Händler fürchten eine Abkühlung der Weltkonjunktur.“ und das „Handelsblatt“ berichtet: „Der Dax fällt immer tiefer. Das weckt Erinnerungen an den Lehman-Crash.“

So ist es also um den Zusammenbruch des kapitalistischen Systems derzeit bestellt. Die Einigung der US-Parlamentarier auf die Erhöhung des Schuldenlimits hat die Finanzmärkte nicht beruhigen können. Zu den miserablen Daten der US-Wirtschaft kommen nun die Sorgen um die südeuropäischen Länder dazu. Die Risikoaufschläge für spanische und italienische Anleihen sind neuerlich gestiegen, die beiden Länder zahlen wieder mehr als sechs Prozent Zinsen, mehr als jemals zuvor seit der Einführung des Euro. Das kapitalistische Kartenhaus des zinsgetriebenen Wachstums ist am Zusammenstürzen.

In Ägypten steht – oder besser: liegt – seit heute Ex-Präsident Hosni Mubarak vor Gericht. Der gesundheitlich schwer angeschlagene Politiker ist gemeinsam mit seinen zwei Söhnen und dem ehemaligen Innenminister wegen Korruption, Amtsmissbrauch und hundertfacher Tötung von Demonstranten angeklagt. Es ist das erste Mal in der Geschichte Ägyptens, dass ein Staatsführer vor Gericht steht und sich zu verantworten hat. Dementsprechend sehen die politischen Beobachter in Kairo den Prozess als historisches Ereignis. Bei einer Verurteilung droht allen Vieren die Todesstrafe.

In Österreich ist inzwischen die Verurteilung des freiheitlichen Politikers Uwe Scheuch Thema Nummer Eins. Der stellvertretende Kärntner Landeshauptmann hatte einem russischen Investor gegen Parteispenden die österreichische Staatsbürgerschaft und öffentliche Förderungen zugesichert. Das Urteil ist mit sechs Monaten unbedingter Haftstrafe vergleichsweise hart ausgefallen, die freiheitlichen Politiker sprechen durch die Bank von übler „Politjustiz“. An Rücktritt denkt der Kärntner Landespolitiker nicht. So sind eben die Verhältnisse in diesem Land.

Tag 136

22/Jul/2011

Auf dem gestrigen Sondergipfel einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs auf den deutsch-französischen Kompromissvorschlag. Griechenland erhält weitere 109 Milliarden Euro als Zahlungshilfe, private Investoren beteiligen sich mit ungefähr 50 Milliarden Euro durch einen Umtausch von Anleihen. Das Faktum der privaten Beteiligung provoziert das Rating eines „zeitweisen Zahlungsausfalls“, was die Politiker nicht daran hinderte, diesen Schritt zu setzen. Meiner Ansicht nach ist das gestrige Ergebnis das Maximum, das die europäische Politik zur Zeit zu leisten vermag, es ist ein klares Zeichen, dass kein Land von den anderen fallengelassen wird. Dementsprechend erleichtert reagieren heute die Finanzmärkte, während die Ratingagentur Fitch den „teilweisen Zahlungsausfall“ für griechische Anleihen erklärt.

Ich halte die gestrige Einigung im Grunde für sehr gelungen, sie ist ein klares Bekenntnis dazu, was geht und was nicht geht. Und während bisher ein Zahlungsausfall eines europäischen Landes ausgeschlossen schien, ist er seit gestern ein anerkanntes Faktum. Das Tabu, dass ein europäisches Land nicht alle Schulden zurückzahlen muss, ist seit gestern gebrochen. So sehr ich daher den gestrigen Schritt politisch begrüße, glaube ich dennoch nicht, dass das Problem langfristig gelöst ist. Ich erwarte, dass schon ab der nächsten Woche die Finanzmärkte weiter gegen ausgewählte europäische Staaten vorgehen werden, namentlich gegen Italien und Spanien. Das Aufatmen nach der gestrigen Einigung wird nur von kurzer Dauer sein. ORF-Online fasst es heute in seiner Überschrift wie folgt zusammen: „Trotz Krisenpakets: Analysten geben keine Entwarnung.“

 

Tag 127

13/Jul/2011

Die europäischen Fianzminister brachen gestern ein Tabu. Erstmals wurden Pläne bekannt, die einen Schuldenschnitt bei griechischen Anleihen vorsehen. Griechenland solle seine eigenen Anleihen um 50 Prozent des Nominalwertes zurückkaufen. Mit diesem Plan, gegen den sich die EZB bis zuletzt einsetzte, wird ein teilweiser Zahlungsausfall in Kauf genommen. Die Risiken sind nicht vorhersehbar, aber laut den Finanzministern sei dieses Vorgehen notwendig, um ein Übergreifen der Schuldenkrise auf andere Länder zu vermeiden.

Gestern wurden Irische Anleihen von der Ratingagentur Moody’s auf Ramschniveau heruntergestuft und an den italienischen Börsen ging es weiterhin tubulent zu. „Gegen Italien ist Griechenland ein Kindergeburtstag“ heißt es heute in einem Kommentar der „Financial Times Deutschland“. Wie in vielen anderen Kommentaren wird darin die europäische Politik kritisiert, die nicht in der Lage ist, klare und langfristige Aussagen zu machen und statt dessen von einer Woche zur nächsten herumlaviert. „Ein Teufelskreis aus lauter Kleinmut“ heißt es dazu im „Handelsblatt“. Ich selbst traue der europäischen Politik keine langfristige Lösungskompetenz in dieser Frage zu. Viel zu unterschiedlich sind die nationalen Interessen. Ein europäischer Gedanke wird erst nach einer Katastrophe entstehen, wenn der bisherige Weg gescheitert sein wird.

In den USA wird die Zeit ebenfalls knapp. Die Regierung hat nur noch drei Wochen Zeit, um sich mit dem Parlament auf eine Anhebung der Schuldengrenze zu einigen. Der „Spiegel“ geht in einem Bericht dazu davon aus, dass eine Zahlungsunfähigkeit der USA am meisten die Ärmsten der Armen treffen wird, da die Regierung als erstes die Sozialausgaben einsparen wird. Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte und damit auf die Weltwirtschaft sind bisher noch nicht abzusehen. Auf jeden Fall verspricht das nächste Monat sowohl in Europa als auch in den USA spannend zu werden.

Tag 126

12/Jul/2011

Heute ist der letzte Tag des Vierten Tages der Neunten Welle, morgen beginnt die Vierte Nacht. Während die letzten achtzehn Tage unter dem Motto „Vermehrung“ gestanden sind, beginnt ab morgen die „Ausbreitung“. Ich erwarte mir, dass sich in dieser Zeit vor allem die Finanzkrise intensivieren wird. An den europäischen Börsen geht es zur Zeit sehr tumultartig zu, vor allem die Mailänder Börse steht stark unter Druck. „Kurssturz nach Panikverkäufen“ heißt es im ORF dazu. Die Aktien von Unicredit und Generali mussten zeitweise vom Handel ausgesetzt werden, weil die Kursverluste zu stark waren. Unicredit verlor seit Anfang Juli 30 Prozent an Wert.

Abseits vom europäischen Finanzmarkt bahnt sich in Somalia und Kenia eine riesige menschliche Tragödie an. Aufgrund der Dürre haben in Somalia Millionen Menschen nichts zu essen, Hunderttausende sind nach Kenia geflüchtet und hausen dort nun im größten Flüchtlingslager der Welt. Der Flüchtlings-Hochkommisar der UNO spricht von der „schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt“.

Gleichzeitig lese ich in der „Süddeutschen Zeitung“, dass in den USA seit der Präsidentschaft von Ronald Reagan vor dreißig Jahren systematisch eine Umverteilung von unten nach oben stattgefunden hat. Zwei US-amerikanische Politologen beschreiben in ihrem Buch „Winner-take-all-Politics“, dass „zwischen 1979 und 2005 20 Prozent aller Einkommenszuwächse in den USA an die 0,1 Prozent der Topverdiener, die 300.000 reichsten Amerikaner gegangen sind. Die unteren 60 Prozent, etwa 180 Millionen Menschen, mussten sich mit 13,5 Prozent begnügen. (jeweils nach Steuern). Die kleine Spitzengruppe kommt derzeit auf jährliche Einnahmen von einer Billion Dollar, 7,1 Millionen pro Person. 1974 verdienten sie noch eine Million im Schnitt (die Inflation miteingerechnet). Ihr Anteil am Volkseinkommen betrug damals 2,7 Prozent, heute sind es 12,3 Prozent.

Aufgrund dieser Berichte habe ich heute sehr schlecht geschlafen. Angesichts der humanitären Katastrophe in Somalia werde ich mir meiner eigenen Ohnmacht bewusst. Was kann ein einzelner tun? Soll ich der Caritas 40 Euro spenden? Was bleibt mir sonst übrig? Was kann ich tun? Ich kann fast gar nichts tun, außer zu hoffen, dass dieses Wirtschaftssystem bald der Vergangenheit angehört. Irgendwann muss dieses System kippen. Ich hoffe, dass es noch während der Neunten Welle geschieht.

Tag 125

11/Jul/2011

Während es in den letzten Tagen auf den Wirtschaftsseiten der Nachrichtendienste recht ruhig zuging, kommen nun neue Hiobsbotschaften aus Italien. Dieses hochverschuldete Land ist seit Ende letzter Woche in den Blickpunkt der Finanzmärkte geraten. Die Kurse an den italienischen Börsen sind massiv gefallen, die Unicredit, die größte Bank des Landes verlor in der letzten Woche gut 20 Prozent ihres Wertes. Internationale Hedgefonds haben begonnen, gegen Italien zu wetten und die Refinanzierungskosten des Landes an den Anleihemärkten stiegen dramatisch an. Die Rendite auf italienische Staatsanleihen liegt derzeit bei knapp sechs Prozent, bei Griechenland hatte sie vor dem Ansuchen um EU-Hilfe acht Prozent betragen.

EU-Ratspräsident Herman van Rompuy hat daher für heute Früh zu einem Treffen der Spitzen Europas geladen. Offiziell steht Griechenland auf der Tagesordnung, doch inoffiziell ist durchgesickert, dass man Sorge hat, Italien könnte zum nächsten Dominostein in der Abwärtsspirale werden. Die Dimensionen eines italienischen Bankrotts wären viel größer als bei Griechenland. Italien ist nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft der EU, die italienischen Banken sind bei deutschen Instituten mit 116 Milliarden Euro verschuldet, bei Griechenland waren es im März nur 17 Milliarden Euro. Die EZB fordert laut einem Bericht der „Welt“ die Verdoppelung des Euro-Rettungsschirms auf 1,5 Billionen Euro.

Meiner Ansicht nach ist damit der Anfang vom Ende erreicht. Italien ist viel zu groß, als dass seine Schwierigkeiten im Vorbeigehen bewältigt werden könnten und ich sehe nicht, wie sich das Problem lösen lassen sollte. Warum sollten die Finanzmärkte Italien aus dem Blickfeld verlieren, wenn sie nun einmal angebissen haben? Was sollte die italienische Situation ändern? Das Land hat die absolut höchste Verschuldung der Eurozone und mit 120 Prozent des BIP die relativ zweithöchste Rate nach Griechenland. Eine Kursänderung ist nicht von heute auf morgen möglich und ich traue der Regierung Berlusconi auch keine hohe Lösungskompetenz in dieser Sache zu. Am Freitag noch hatte der Ministerpräsident seinen Finanzminister Guilio Tremonti persönlich attackiert.

Wenn ich das Wissen des Mayakalenders betrachte, so fällt mir dabei auf, dass sich Italien ganz exakt am Stamm des Weltenbaumes befindet, der sich den 12. Längengrad Ost entlang zieht und den Westen vom Osten der Welt teilt. Griechenland liegt im Osten, Spanien, Portugal und Irland liegen im Westen der Welt. Nun trifft es Italien, das genau in der Mitte der Welt liegt. Ich kann mir gut vorstellen, das von hier aus der Zusammenbruch im Zuge der Neunten Welle erfolgt. Bisher hat es sich links und rechts aufgeschaukelt und nun kulminiert das Problem des materiellen kapitalistischen Systems, das es im Angesicht des Universalen Bewusstseins zu eliminieren gilt. Ich hoffe, dass sich die Ereignisse diesbezüglich im nächsten Monat beschleunigen werden.

Tag 102

18/Jun/2011

„Sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, warnten am Samstag vor einer steigenden Gefahr für die gesamte Euro-Zone. Der IWF sprach sogar von einem Risiko für die Weltwirtschaft.“ Dieser Absatz ist heute auf orf.at im Zuge der Berichte über Griechenland als erster zu lesen. Ich finde die Dramaturgie dahinter spannend. Jetzt kann man schon im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs lesen, dass der offizielle Chef der Euro-Gruppe und der größte Geldverein der Welt, der Internationale Währungsfonds von Risiko und Gefahr für den gesamten Euro-Raum und sogar für die ganze Weltwirtschaft reden. Die offiziellen Stellen sprechen in den offiziellen Medien über den drohenden Zusammenbruch. Wer glaubt jetzt noch ernstlich an eine Rettung des bisherigen Systems?

Danke, das war’s. Verrückte wie ich sprechen seit mehr als einem Jahr vom Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystems in diesem Sommer. Jetzt tun es bereits die offiziellen Stellen. Wenn der Crash in der nächsten Zeit kommt, dann können alle sagen, sie hätten es ja bereits vorher gesagt. Wir können uns nun getrost zurücklehnen und dem System beim Zusammenbruch zusehen. Wer klug ist, der geht in Deckung und hofft, dass ihn die umherfliegenden Trümmer nicht erschlagen. Wenn ich nun diese offiziellen Nachrichten lese, dann weiss ich auch bereits, dass im Hintergrund bereits ein alternatives System für die Zukunft bereitsteht. Juncker und der IWF würden nicht so munter drauflos von der drohenden Katastrophe plaudern, wenn sie nicht bereits in einen Plan über die Zukunft eingeweiht wären. Bisher haben sie immer vertröstet und beruhigt. Jetzt ist es damit vorbei. Wir sind in eine neue Phase eingetreten. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf den Crash. Alles Gute!