Slupetzkys Träume

10/Aug/2016

Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in die Nacht. Gerade hatte er sich von einer Kollegin verabschiedet, die am nächsten Tag die Heimreise in den Osten antreten würde.

Zum Abschied hatte sie ihn herzlich umarmt und liebevoll zu ihm gemeint: „And may your dreams come true.“ Er lächelte still zurück. Würde sie seine Träume kennen? Wenn er es sich recht überlegte, so waren fast alle seine Träume Albträume, aus denen er jedesmal voller Angst schweißgebadet aufschreckte.

Es waren meist fürchterliche Träume. Als Kind hatte er von Hexen geträumt, nun träumte er von Lagern, Krieg und Kindesentführungen. Er war froh, wenn er manchmal einfach nichts träumte. Alles war besser als das, was er träumte. Am schönsten waren Begebenheiten wie gerade eben, eine herzliche Umarmung und ein liebevoller Satz.

„And may your dreams come true.“ Slupetzky schwieg traurig lächelnd zurück.

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3 Antworten to “Slupetzkys Träume”


  1. Ich habe mir heute Nacht, in meinem Traum, ein Kleid aus einem Josef Frank Stoff gemacht, mit lauter bunten ziemlich schrägen aber wunderschönen Vögel. “ And may your dreams come true.“


  2. Ich wünsch Dir schöne Träume…..

  3. Eveline Riedling Says:

    Ich wünsche Dir zumindest wunderschöne Tagträume, die irgendwann einmal den Weg in die nächtliche Traumwelt finden …


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