Romantik

12/Mai/2016

Slupetzky saß an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den abendlichen Himmel. Wie unromantisch war doch so Vieles, was rund um ihn geschah. Aber sie hatte ihm einen Satz geschenkt, einen Halbsatz nur, im Grunde einen einzigen kurzen Gedanken:

„Die Weichen stellen in den Augenblick.“ Nun war es an ihm, diesen Gedanken zu vollenden. Er hörte die Vögel im Hof, sah die Flugzeuge am Himmel, roch die Farbe an seinen Händen und schmeckte den Tee. Die Realität war ihm romantisch genug.

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