Zurück in Wien

28/Jan/2016

Slupetzky sass an seiner alten Schreibmaschine und blickte durch sein Dachfenster in den morgendlichen Himmel. Zu Mitternacht war er nach Hause zurückgekehrt, nachdem er mehr als eine Woche lang für seine Firma unterwegs gewesen war.

Dort hatte er von einer Freundin eine Nachricht erhalten: „Slupetzky, ich vermisse Deine Geschichten. Was machst Du so? Bist Du noch glücklich verliebt? Und was ist Dein Lieblingsessen?“

Er war schwierige Fragen gewöhnt. Was er so mache? Er würde leben. Ganz einfach leben. Er würde einatmen und ausatmen und er würde alles dazu beitragen, dass er das auch könnte. Mehr war es im Grunde nicht. Und wenn er Glück hatte, dann würde er dies auch mit Genuss tun.

Und sein Lieblingsessen? Wahrscheinlich Brot, einfach ein Brot. Auch hier war im Grunde nicht mehr zu wollen. Wasser und Brot. Alles Weitere war Luxus. Zum Leben genügte ihm Wasser und Brot.

Und ob er noch verliebt wäre? Ja. Er war verliebt. Das war überhaupt der Luxus seines Lebens. Er konnte lieben. Und er liebte. Mehr war es nicht. Wirklich nicht.

Slupetzky stand auf und startete in den Tag. Und er war glücklich.

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