Das Schöne am Christentum

05/Aug/2015

Je intensiver ich mich jetzt wieder mit der Bibel beschäftige, desto mehr komme ich darauf, was die Grundabsicht des Christentums ist: Die Versöhnung

Jesus von Nazareth als der „Sohn Gottes“ und „Menschensohn“ steht schon seit der Arbeit des Paulus im Mittelpunkt dieser Absicht. Die Dualität des alten Denkens wird im Christentum durch eine Polarität abgelöst. Es gibt zwar noch Gott und den Menschen, Juden und Heiden, Freie und Unfreie, Reiche und Arme, Männer und Frauen, doch alle sind im ursprünglichen Sinne des Katholischen im Christentum gleich berechtigt.

Das „Christentum“ und der „Katholizismus“ als allumfassender Weltanschauung erkennen zwar noch die Unterschiede zwischen diesen Polen, doch finden sie im Neutestamentlichen Denken alle ihren gleichberechtigten Platz in der „Gemeinschaft Gottes“. Alle Menschen sind vor Gott gleich. Dieser Ansatz der Versöhnung aller Gegensätze ist die Grundabsicht des Christentums.

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Kirche versucht, diesem Ansatz zu folgen, ihm dabei jedoch nicht immer entsprochen. Bis heute gibt es Unterschiede zwischen Getauften und Ungetauften, Katholiken und Protestanten, sowie zwischen Männern und Frauen. Die wahrhafte kirchliche Gemeinde im Sinne des Jesus von Nazareth aber ist heute die gesamte Menschheit, völlig unabhängig von ihrer Polarität. Das Katholische umfasst heute den gesamten Planeten. Wenn die Kirche in der Lage wäre, dies zu verwirklichen, dann hätte Jesus sein Ziel erreicht.

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