Gedanken ueber den Selbstmord

21/Apr/2015

GEDANKEN ÜBER DEN SELBSTMORD

Vor Kurzem hat bei einem Flugzeugunglück ein offensichtlich kranker Kopilot 149 weitere Menschen in den Tod mitgenommen. Darüber hinaus hat mir eine Freundin das Buch „Papa hat sich erschossen“ von Saskia Jungnikl zu lesen gegeben. „Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord.“ schreibt Albert Camus zu diesem Thema in „Der Mythos von Sisyphos“. Und so stelle ich mir die Frage: WARUM BRINGT SICH JEMAND UM?

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Warum begeht ein Mensch Selbstmord?

Weil er nicht mehr GEWOLLT wird.

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LEBEN heißt, GEWOLLT zu sein.

Der NATÜRLICHE TOD ist, nicht mehr zu KÖNNEN.

Der SELBSTMORD ist, nicht mehr zu WOLLEN.

Der MORD ist, nicht mehr GEWOLLT ZU WERDEN.

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Nicht mehr zu WOLLEN heißt DEPRESSION.

Nicht mehr GEWOLLT ZU WERDEN heißt HASS.

DEPRESSION ist der THEORETISCHE SELBSTMORD.

HASS ist der THEORETISCHE MORD.

THEORETISCH heißt GEDACHT. PRAKTISCH heißt GETAN.

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Nicht mehr zu WOLLEN heißt KRANKHEIT.

KRANK ist, wer GEKRÄNKT wurde.

GEKRÄNKT wurde, wer NICHT GEWOLLT wurde.

NICHT GEWOLLT zu werden, macht KRANK.

GEWOLLT zu werden, macht GESUND.

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GEWOLLT ZU WERDEN heißt FRIEDEN.

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Wer GEWOLLT wird, wie er ist, hat einen GRUND ZU LEBEN.

Wer einen GRUND ZU LEBEN hat, hat einen SINN.

Wer einen SINN hat, WILL leben.

Wer leben WILL, ist GESUND.

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Menschen müssen GEWOLLT werden, um GESUND zu bleiben.

Wer NICHT GEWOLLT wird, wird KRANK.

Wer SICH NICHT WILL, ist KRANK.

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SICH ZU WOLLEN heißt GESUNDHEIT.

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Kinder müssen BEDINGUNGSLOS GEWOLLT werden,
um GESUND zu bleiben.

BEDINGUNGSLOS GEWOLLT zu werden,
heißt GELIEBT zu werden.

BEDINGUNGSLOS ZU WOLLEN,
heißt LIEBEN.

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Will ich MICH bedingungslos? –
Gedanken über den SELBSTMORD

Will ich DICH bedingungslos? –
Gedanken über die LIEBE

Will ich UNS bedingungslos? –
Gedanken über den FRIEDEN

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Wir haben daher 2 Möglichkeiten,
den Selbstmord zu überwinden, indem wir

1. „Ich WILL*) MICH, wie ich bin.“ denken können und

2. „Ich WILL*) DICH, wie Du bist.“ sagen.

Dann leben wir IN FRIEDEN.

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*) „WOLLEN“ = „MÖGEN“

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© Peter Wurm Wien 2015

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Für Stefan und Anna

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