Der Profit des Einen ist der Verlust von Allen

08/Mai/2013

Nehmen wir einmal an, Geld wäre eine objektive Größe. Dann geht es auf diesem Planeten zu wie in einem Casino. Das Casino gewinnt 100 Euro, die 10 Spieler verlieren jeweils 10. Wenn also ExxonMobil im Jahr 2012 einen Gewinn von 45 Milliarden US-Dollar gemacht hat, dann hat die restliche Welt in diesem Jahr 45 Milliarden US-Dollar verloren – jeder von uns durchschnittlich 6,43 US-Dollar. Von wo sonst hätte ExxonMobil dieses Geld verdienen sollen? Von den Marsmenschen?

Jeder, der auf diesem Planeten Geld verdient, nimmt es jemand Anderem weg. Das ist das einfachste Gesetz des Kapitalismus. Wie kommen wir aus dieser Falle wieder heraus? Die einzige Möglichkeit, diesen Planeten zu retten, besteht darin, dass – vereinfacht gesagt – die Europäische Zentralbank (Unser Aller Bank in Europa) umgerechnet 45 Milliarden US-Dollar ganz einfach aus dem Nichts gedruckt hat, um sie an ExxonMobil zu überweisen.

Das ist zur Zeit die einzige Lösung, den Wahnsinn des Kapitalismus zu überwinden – bis irgendwann auch der Dümmste einsieht, dass Geld in Wahrheit ohnehin Nichts wert ist. Geld ist eben – und das ist unsere Rettung – keine objektive Größe, sondern eine kollektive Fiktion.

Carissimo Presidente! Machen Sie bitte weiter so! Im Namen meiner Kinder: Grazie Mille!

Eine Antwort to “Der Profit des Einen ist der Verlust von Allen”

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