Gott sendet einen Engel auf die Erde herab

09/Mrz/2012

Gerade habe ich das Buch „Sehnsucht nach Leben“ der deutschen evangelischen Theologin Margot Käßmann gelesen. Sie schreibt darin in 12 Kapiteln von den verschiedenen Formen der Sehnsucht, beispielsweise von der Sehnsucht nach Freiheit, Frieden und Gott. Eines der 12 Kapitel ist der „Sehnsucht nach einem Engel“ gewidmet. Darin zitiert sie eine der zentralen Engelserscheinungen, als Jesus vierzig Tage lang in der Wüste fastete: „Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.“ (Mt 4,11)

Egal, wie wir das Phänomen eines Engels heute deuten, von einer göttlichen Botschaft bis zu einer psychischen Halluzination, der Engel steht immer als Erscheinung einer spirituellen, überweltlichen und übersinnlichen Macht. Die wichtigste Botschaft der von Gott gesandten Engel wird bereits bei der Geburt Jesu im Lukasevangelium erwähnt, als ein Engel den Hirten auf der Heide erscheint: „Fürchtet Euch nicht!“ (Lk 2,8)

Ja, das wäre was! In Zeiten der schlimmsten Wirtschaftskrise, in Zeiten materieller Not, in Zeiten des Umbruchs der westlichen Demokratie könnte aus dem Himmel ein Engel herabsteigen und uns allen zurufen: „Fürchtet Euch nicht!“ Wenn es uns allen gelänge, die Angst vor der Zukunft zu überwinden, dann wäre dies der Anfang vom Ende von Abhängigkeiten, Ausbeutung und Fremdbestimmung. Das stelle ich mir schön, kraftvoll und heilsam vor. Gott sendet einen Engel auf die Erde herab.

Gott sendet einen Engel auf die Erde herab
(Acryl auf Leinwand, 60x80cm, 10.03.2012)

gott sendet einen engel auf die erde herab

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19 Antworten to “Gott sendet einen Engel auf die Erde herab”

  1. Judith-Elis Says:

    …dieses Bild ist eine Versuchung und werde ich nicht kommentieren.

    eine Frage aber an Dich:
    welchen Auftrag hat der Mensch von Gott bekommen?

    H.G.,J-E.

    • Peter Wurm Says:

      vielleicht, dieses bild zu malen…
      ich hab‘ das foto übrigens wieder rausgenommen, weil ich das bild noch weiter bearbeite.

      • Judith-Elis Says:

        …doch noch ein letztes…

        ein ‚Engel Gottes‘ ist weiss,..

        kann hin zum himmelblau neigen,

        kommt zu uns -ungerufen!-…..
        -kann auch in menschengestalt erscheinen-

        wir duerfen wohl darum bitten,
        -wird unsere schwachheit zu maechtig-

        nur von Gott selbst beauftragt!

        -anders waere es ja ein menschgemachter.

        liebe gruesse, j-e.

      • Judith-Elis Says:

        Die Farben sind fantastisch, Peter!

        …aber nicht fuerchten…?

        eine frage wollte ich schon immer stellen: malst Du mit Arcil- oder/und Naturfarben? Meine Jungste malt auch ein bisschen, deshalb…..
        H.G., J-E

      • Jhelisa Says:

        Peter,

        ist es der Bote, der den Weg bereiten sollte?

        aus Maleachi 3,1-3 ?


  2. wunderbar, sehen wir die auf uns zukommenden farben, gott als das licht in gelb durchdringt das rot der erde und verbindet es im weiblichen mit orange, diese farbe deutet wiederum auf den mond hin im chakrabaum und zeigt uns das antlitz gottes auch in der sexualität Gott als weiblich doch unbeschreiblich schön. Was zieht uns Männer an? Ein wirkliches Schlüsselbild.
    Herzlichen Glückwunsch Peter

    • Jhelisa Says:

      entschudigt, aber ich muss hier mal ein anderes thema mitbehandelen…
      … es waere nicht verkehrt sich einmal in die frau zu versetzten und nicht immer ins eigene geschlecht,
      das die eigene freude nur zu feiern hat,
      geniessen lassen zu wollen!!
      ja, vielleicht verhimmeln wir frauen euch maenner zu wenig, auch und obwohl wir das maennliche lieber haben, tun wir es nicht so oeffentlich,schickt sich nicht?
      aber wie wuerdet Ihr darauf reagieren?
      ihr wuerdet es sicher nicht so gerne haben euch so verherrlichen/einnehmen zu lassen, denn das koennte verpflichtungen bedeuten, freiheit kosten..?!

      (leider denken viel frauen sich selber anbieten zu muessen, koste es was es wolle!
      und das steigt einigen maennern in den kopf und denken: alles ist ohne anstrengung zu bekommen, da liegt ja etwas -wenn nicht ganz schoen vieles- schief…!)
      und hier sind gerad starke, echte maenner gefragt!
      die etwas anderes vorleben! also: Not am/um Mann!
      … und noch etwas:
      goenn doch jeder frau/mann ihre eigenen erkenntnisse! und lasst das wir- erst einmal -bei zwei- richtig beginnen/erleben, ehe es die massen ueberzeugen soll!
      ‚das wir‘, ist das wichtigste fuer ein gesundes leben auf der erde?! und nach deiner “durchsage“ schoenste und wenn -wir- (alle drei)- wenigstens ehrlich sind:
      auch das schwierigste?!
      Ich danke Euch fuer die Anhoerung!
      sehr wohl liebe Grusse! J-E.


      • wie kann ich mich in den anderen hineinversetzen? alles was ich sehe finde ich bei mir. Der Mensch strahlt aus seiner Einmaligkeit heraus, und dennoch sehe ich das was mein Anteil an ihm ist. So gibt es kein hineinversetzen, sondern das leben spielt das Spiel Resonanz oder Distanz, und Resonanz ist die Schwingung ohne das ich es weiß, es schwingt sich. Ist das über Worte überhaupt möglich? Dir Bilder eröffnen mir ein Zugang zu mir, trete ich in Resonanz trifft es, und wenn nicht ist es auch richtig. Der Konflikt kommt nur, wenn ich zu mir auf Distanz gehe, dann verlasse ich den TANZ und damit die Lady DI in mir, was soll da sonst sein?

  3. Jhelisa Says:

    Danke Peter! Danke Prom.!

    …nicht auch das ‚Reine‘ Weiss? ….

    H.G., J-E.


  4. natürlich, weiß ist immer die kindliche unschuld im tun.

  5. Jhelisa Says:

    ….also, kann man auch sagen, im nichtdenken liegt die unschuld?…

    ….und somit das „noch nichts getan habende“ gemeint und vorausgesetzt?…

    …durch was kannn schwarz wieder weiss werden?…

    …waere weiss dann, vom schwarz befreit, wieder unschuldig?…

    ich bin schwierig, ich weiss!…aber ja, bin nun mal nicht unschuldig, weil ich auch zu viel denke…trotzdem:
    liebe grusse an alle Mitdenker! J-E.


  6. wenn im nichtdenken die unschuld liegt, was kümmert dich da schwarz und weiß? GRAU ODER DAS GRAUEN IST ES NICHT es ist einfach nix da: http://www.youtube.com/watch?v=DfvgvDkdG2M

  7. Judith-Elis Says:

    prom.,….nicht in andere sich hineinversetzen koennen..
    bedeutet aber auch: sehr ich-bezogen lebend?

    …..ist nichts da…? tuerlijk is das was nicht denkt, da….
    (ein trost, bist nicht unschuldig…du denkst ja auch…..!)

    …..mh? also …lachen und weinen zu jeder stunde…
    (ein unterrichtslied aus frueheren zeiten)

    raetsel loesen geht wohl auch nicht ohne denken…?! was heisst Lady Di in mir…, die lebte doch im vorigem Jahrhundert……!?

    ….. wenn schwingungen ohne bewusste eigene einstellung der frequenz immer wieder kommen…? kann dann der Tanz auch ohne Lady Di weiter gehen?…das wuerde ich sehr begruessen–!schon der gedanke:-eine fr.fr.in mir,iih-

    schwarz in’s weiss z.b.:auch: vergebung: reinigung.
    oder ja auch kontrast darstellend…
    so long, wltrstn. l.h,g., J-E.


  8. Siehe, ich wusste es sind solche, die nie den gemeinsamen Gang lernten zwischen den Menschen;
    sondern der Aufgang in plötzlich entatmete Himmel war ihr Erstes. Der Flug durch der Liebe Jahrtausende ihr Nächstes, Unendliches. Eh sie noch lächelten weinten sie schon vor Freude; eh sie noch weinten war ihre Freude schon ewig. Frage mich nicht wie lange sie fühlten; wie lange
    sah man sie noch? Denn unsichtbare sind unsägliche Himmel über der inneren Landschaft. Eines ist Schicksal. Da werden die Menschen sichtbarer. Stehn wie Türme. Verfalln. Aber die Liebenden gehn
    ewig hervor; denn aus dem Ewigen ist kein Ausweg. Wer widerruft Jubel?


  9. und
    Doch das ist Schuld, wenn irgendeine Schuld ist.
    Die Freiheit eines Lieben nicht vermehren,
    um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
    Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies,
    einander lassen.
    Das wir uns halten, das fällt uns leicht und ist nicht erst zu lernen.
    Lieben heißt allein sein.
    Rainer Maria Rilke
    es ist schon alles millionenmal wiederholt, eigene worte gibt es nur in der illusion des ichs, doch das interessiert mich nicht. das bild spricht für sich und das was ich sage spricht doch woher ist nicht wichtig das ziel ist gewiss.

  10. Jhelisa Says:

    fuer beide beitraege: ….danke, danke!….und amen!

    oh ja! das was freiheit schenken heisst….
    probierte ich schon fast ein halbes leben lang…

    auch: bis der tod euch scheidet…..der tod der vermeintlichen lieben …?!

    jetzt kommt erst ein wir und die vernunft ins spiel und das frei lassen zum weiter leben koennen, muessen…, wird ernster, irdischer…

    ….und dann…! echte liebe begegnend, empfangen zu koennen, wenigsten davon zu hoeren und aus der ferne anfuehlen zu koennen!? ist was…?

    und doch!: eigene worte -warum haben wir dann die sprache bekommen- sind weniger als fremde…..?
    nur zum teil wahr…
    : …….ganz weit unten: ‚das interressiert mich nicht….‘ laesst noch mehr fragen offen…aber wird aus oben geschilderten… vielleicht fuer alle verstaendlicher?

    heisst lieben dann: Du kannst traeumen von der Liebe, die es auf erden – nach eigenen vorstellungen- doch nicht gibt…?!

    in Liebe, J-E.


    • was du kannst, das weiß ich nicht, ich tue das wozu ich geführt werde und da bin ich ganz klar immer wieder und auch diese klarheit verliert sich im tun, denn das ist noch der rest von kontrolle. Das Bild zeigt die Form, jenseits dessen, ist das was wirkt, nicht das was will? gott würfelt nicht, doch er wirkt, so wie ein schneeglöckchen, was jetzt blüht

  11. Judith-Elis Says:

    ….es wird schon wieder dunkel und meine arbeit in der kueche -und eberhaupt- haben die heinzelmaenchen auch noch nicht gemacht…. muss also selber ran..

    leider sind meine schneekloekchen schon verblueht!.aber der fruehling ist stark im kommen und die voeglein probieren sich am schoensten zwitchernden rufgesang…

    ….die linden luefte sind erwacht, sie saeuseln und wehen tag und nacht……
    ….
    .ist es wohl recht, wenn wir in Peters blog.so viel schreiben….?

    herzlich grusst, J-E.


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