Tag 214

08/Okt/2011

Auf meinen gestrigen Artikel zu „Occupy Austria“ hat Andy folgenden Kommentar gepostet: „Können wir das in Deutschland überhaupt fordern ‚Occupy Germany‘ ??? Wenn ich das richtig verstehe sind wir doch noch besetzt. Sorry Peter, aber der Schalk ….“ Darauf habe ich ihm geantwortet: „Hallo Andy, ;-) ja, in Österreich haben wir im Grunde irgendwie dasselbe Problem. Ich glaube, worum es bei ‚Occupy‘ geht, ist, dass wir uns endlich SELBST besetzen. Liebe Grüße aus Wien!“

Wenn wir an das „Besetzen“ von Österreich denken, dann fällt uns zuallererst die Besatzungszeit nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg ein. Da stellt sich schon einmal die erste Frage: Hat Österreich den Zweiten Weltkrieg überhaupt verloren? Diese Frage ist bis heute unbeantwortet geblieben. Aus genau diesem Dilemma resultiert ein kollektives Unbehagen. Mit dem Slogan „Occupy Austria“ werden somit alle möglichen kollektiven Ängste geweckt.

Wie Andy berechtigterweise anmerkt, ruft der Schlachtruf „Occupy!“ in Deutschland ähnliche Ängste hervor. Doch ist diese Tatsache nicht auf Deutschland und Österreich beschränkt. Das für mich extremste Beispiel für die dadurch geweckten Ängste ist für mich der Slogan: „Occupy Israel!“ Stellen wir uns vor, welche traumatischen kollektiven Ängste „Occupy Israel“ zunächst hervorruft. Ein ganzes Land, das seit seiner Gründung in Existenzangst lebt, wird dadurch erschüttert. Dementsprechend habe ich gestern bei meiner Suche im Internet noch keinen einzigen Eintrag zu „Occupy Israel“ gefunden.

Wenn man sich vorstellt, was in einem Israeli der Slogan „Occupy Palestine“ hervorruft, der kann ermessen, wie heilsam der Slogan „Occupy Israel“ dabei wäre. Ich bin daher sehr dafür, endlich „Occupy Israel“ zu gründen und werde der erste sein, der sich mit diesem Anliegen vernetzt.

Gestern habe ich im Namen von „Occupy Austria“ den Aufruf von „Occupy Canada“ zu „Occupy the Pentagon“ unterstützt. An diesem Beispiel ist auf den ersten Blick zu sehen, wie heilsam der Schlachtruf „Occupy!“ sein kann. „Occupy the Pentagon“ ist hoch an der Zeit.

In der systemischen Psychotherapie nennt man die Umdeutung bestehender Interpretationen „Reframing“. Ein Mensch ist dann nicht länger „faul“, sondern vielleicht „gelassen“ und „entspannt“. Dieses Reframing kann sehr heilsam sein, um mit festgefahrenen Strukturen umzugehen. Ich finde es daher hoch an der Zeit, den Schlachtruf „Occupy!“ zu reframen. Es geht nicht länger darum, von außen besetzt zu werden, sondern sich selbst von innen neu zu besetzen. Wenn wir es schaffen, uns selbst von innen her neu zu besetzen, dann werden wir niemals mehr von außen besetzt werden können. Genau um diesen Vorgang geht es bei „Occupy!“. Der Schlachtruf „Occupy!“ hat eine unglaubliche Kraft.

Ich selbst bin mit der Gegenwart völlig im Reinen. Ich habe es mit der Gründung von „Occupy Austria“ endlich geschafft, alle meine verschiedenen Ebenen zu vereinen. Ich bin seit dieser Woche privat, beruflich und politisch aus einem Guss. Ich kann seit dieser Woche meine Werte auf allen Ebenen gemeinsam leben, ohne mich irgendwie verbiegen oder verstellen zu müssen. Es ist genau wie es „Elfenbein Turm“ in einem Kommentar auf Facebook zur Gründung von „Occupy Austria“ diese Woche beschrieben hat: „Ähnlich wie beim Backen 😉 Kuchen drin, Klappe zu, mehlige Hände ins Handtuch und in Ruhe den Dingen ihren Lauf lassen.“

Es ist in Wahrheit nichts mehr zu tun. Ab jetzt kann ich in Ruhe einfach sein. Vielleicht macht mir das Schicksal noch einmal einen Strich durch die Rechnung, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist denkbar gering. Ich spüre, dass das Leben vollkommen ist. Völlig egal, wie die Zukunft aussieht, die Gegenwart ist unglaublich schön. Ein wenig habe ich Angst, dass ich mit diesem Gedanken die Reaktion zerstörerischer Kräfte provoziere, zu oft in meinem Leben habe ich mich schon geirrt. Doch jetzt heißt es einfach zu vertrauen. Ich vertraue diesem Leben, ich vertraue dieser Welt. Ich vertraue diesem Universum, ich vertraue meinem Gott. Und irgendwann lerne ich dann endlich, auch mir selbst zu vertrauen.

Wer „Occupy Austria“ unterstützen will, den bitte ich auf www.facebook.com/OccupyAustria zu gehen und dort „Gefällt mir“ anzuklicken. Ich sage herzlichen Dank!

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22 Antworten to “Tag 214”

  1. doris Says:

    Es gibt keinen Weg im Außen!

    • Marion Says:

      Das ist die kürzeste Version der Wahrheit, die ich je gelesen habe 🙂 wie wahr.

    • DeinealternativeGroßmutter Says:

      Doris, derlei Wortgephilaphaster kann ich nicht glauben (Es gibt keinen…)!? Ich halte als Ur-Alte dagegen: Es gibt meiner Erfahrung nach nicht keinen sondern ALLE Wege, die möglich sind, jedenfalls mehr als manche(r) esoterisch Innenverliebte denkt.
      Und wer nicht kämpft (sanfte Mittel sind natürlich auf lange Sicht wirksamer) sondern nur auf eines Papstes Oblaten (es gibt da einige Supermarktangebote) vertraut, der ist von vornherein verloren.

      Merke: Selbstverständlich gibt es auch Wege im „Außen“, die sind aber anstrengender, da müsstest du dich am 15.Oktober nämlich sehr äußerlich auf den Platz bewegen, und auch noch zeitlich eintreffen, gell?

  2. Marion Says:

    Ja genau! Das sehe ich auch so, ich bin seit kurzem völig aus einem Guss. Nicht mehr gespalten in „Ich möchte frei sein“ und „Ich habe Angst was passiert wenn ich meine Freiheit beanspruche“. meine Einstellung gleicht jetzt mehr diesem: „Freiheit um jeden Preis, auch der Tod ist recht“. Dazu habe ich mich nicht durchgekämpft, diese Lebenseinstellung stieg vor ein paar Monaten plötzlich in mir hoch. Leben ist nicht mehr wichtig, wenn es ohne Freiheit ist. Dabei besuchte ich nie eine Demo oder habe ähnliches unternommen. Die Revolution fand im Inneren statt.

    • DeinealternativeGroßmutter Says:

      MARION, deine Worte haben mich sehr getroffen. Dein Leben ist auch außer Guss sehr wichtig für dich persönlich und für ALLE, auch wenn du derzeit die Freiheit nicht hast, die alle vernünftigen Leute dir und sich selbst wünschen. Der Tod ist erst dann recht, wenn man lange bewusst gelebt hat in Menschenwürde. Das Leben ist immer wert für einen Kampf um Gerechtigkeit. Wie gerne würde ich dich (als alte Frau zu junger Frau, die du offensichtlich bist) mal auf deiner Demo treffen. Ich sag dir, es ist nie zu spät! War auch noch nie auf sowas! Aber jetzt! Ich muss dir widersprechen! Der Tod ist uns gar nicht recht, wir sind ja quicklebendig! Du muss dich nur noch mal aufraffen – was eine müde alte Frau wie ich eventuell kann, das kannst du doch auch!

      Marion:
      Eine Revolution beginnt zwar im Inneren, aber erstickt auch dort, man braucht zum Vorwärtskommen (Handeln) immer auch die anderen, das ist Fluch und Segen des Menschen zugleich.

  3. maxxxworld Says:

    Hallo Peter,
    ich kann deinen 214er Blog voll und ganz inhaltlich unterstützen. Auch ich bin in dieser Woche voll ins Reine gekommen.
    Auch für mich hat occupy eine enorme Ausstrahlung.
    Wer diesen Schmetterling in die Welt gesetzt hat sei egal, aber wenn wir alle mitblasen, wird es ein Hurricane!

    Gestern Abend waren meine zwei engsten Freunde bei mir!
    Wie immer folgte eine intensive Diskussion. Einer davon kritisierte den Begriff Occupy als zu aggressiv und nicht ansprechend für die gemässigte „Klasse“ und Masse.

    Ich sage: es ist besser die Aggression nach außen zu tragen, als weiter die Deppression nach innen zu schieben und dort einzuwintern. Bewusst habe ich hier Deppression mit pp geschrieben, da es mich in diesem Moment an Depp erinnert.
    Ach was war ich für ein Depp und habe mich depremieren, klein machen lassen.

    Aggression heisst ja nicht automatisch was böses, sondern öffnet unser Potential im AUSSEN.

    Ist die innere DEPPression aufgebrochen, kann endlich die Innenschau beginnen und Ruhe kehrt ein…

    glg Markus
    ***occupy Austria***
    ***be a part of it***
    ***occupy your life to live***

    PS: bei mir ist seit gestern schluss mit lustig. Ich verlasse die Spielbank dieses Systems und lasse es fallen. ES…das Gebäude der Niederdrückung, Schuld und Schwere!

    PPS: am Montag schreibe ich einen offenen Brief an meine „Hausbank“.

    Liebe Bank,
    ich danke für die vielen Jahre der Ausbeutung!
    Immer und immer wieder habe ich mein Bestes gegeben, meine Schulden und Eure Zinsen und Zinseszinsen zu bezahlen. Aber ich mag ab SOFORT nicht mehr Euer Schuldengebäude zu tragen. Ich trete einen Schritt zurück und lasse es fallen!
    Endlich sind meine Hände frei von Schuld und frei etwas wirklich sinnvolles zu tun.
    Ihr fragt Euch wie ich meine Schulden zurückzahle?
    Ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen.
    Euch hat es auch nicht interessiert, wie ich in schwierigen Zeiten meine Miete bezahlte, mein Kind versorgte und mir etwas zu essen kaufen konnte.

    Ich gebe Euch Euer System zurück.
    Ihr habt Euch gute 22 Jahre an mir bereichert.
    Meine Schuld ist getan!

    AB JETZT BEREICHERE ICH MEIN LEBEN.

    Tschüss Bank und alles Gute für die Zukunft!

    M.

    • ingo Says:

      Wow, ein toller Brief.
      Ich überlege, ob ich sowas ähnliches tue.

      Oder mindestens die Idee verbreite…

    • DeinealternativeGroßmutter Says:

      Hallo maxxworld, ich finde du hast das schön gesagt, aber du solltest auch wissen, dass ICH, die ich auch von den kleinen Leuten abstammend bin, aber nicht geschäfts-tüchtig bin und also auch keine Schulden gemacht habe sondern nur gespart habe für die alten Tage und für die Enkel, also nun blöd dastehe mit meinen mickrigen ehrlichen Ersparnissen, damit auch Geld für DEINE Schulden gegeben habe!

      Und alles, was ich so erspart habe, ist prozentual seit Jahren im Sinken und ab morgen vielleicht gar nichts mehr wert.

      Was meinst du, wie ich mich als alte Frau jetzt fühle?
      Jammere du nicht, halt die Klappe, denn du hast dich auch an mir bereichert. Abe ich mache dir keinen Vorwurf, denn du hast einfach gemacht, was Mainstream war, du bist braingewasht, wie ich auch, sonst hätte ich mich früher wehren können.

      Verdammt, verkauf doch mal deinen Scheiß-Fernseher. Du hast nicht bei der Bank deinen Kredit aufgenommen sondern bei MIR. Bei MIR!

  4. Tabitha Says:

    ich mag Facebook nicht, gibt es auch eine andere Möglichkeit Occupy Austria zu unterstützen außer über Facebook?
    Liebe Grüße Tabitha

  5. Karen Lee-Lohmann Says:

    Guten Morgen!
    Macht kein Schlussendliches, was ich gleich tippend vor mich hin sinne. Ist mehr, Beobachtungen zu sammeln und einige von ihnen auch in diese Runde zu stellen. :
    Inzwischen kommen auf meiner FB-Seite heftig viele Occupies mit ihren News an, hinzu die Postings von allen im FB-Freundeskreis, die ihre Augen medienwärts offenhalten, dass ich sie im Einzelnen fast gar nicht mehr bewältigen kann.
    Wie mache ich es, dass ich mich mit meiner Kraft in die Kraft einer Bewegung einreihe, ohne von der Bewegung selbst okkupiert zu werden?
    Haltet ein mit schnellen Antworten, bitte. Haltet das bitte für’s Herausbekommen einen Moment lang aus, genau hinzuschauen: wo werde ich mitbewegt, wo bewege ich / wo ist es das heilsame Einandersein und wo bin ich einverleibt von / wo werde ich geschwisterlich impulsiert und wo hat sich solcher Impuls vielleicht schon verselbstständigt, ohne mich mehr zu fragen / wo ersaufe ich willkommenheißend in der Freude und wo trägt mich ein Jubel, dessen einzelne Buchtstaben ich nicht mehr sehen kann / und so weiter.
    Als flower-power-make-love-not-war-Mädchen ging ich los (davor eigentlich schon) und habe seither mein Leben lang Projekte gegründet (viele stehen heute noch). Im Höhepunkt solcher Entstehungen gab es immer den Punkt, wo ich (als leading lady) raus gegangen bin, an den Bach z.B., mich an „meine“ Stelle gesetzt, Grashalm zwischen den Zähnen, dem klar plätschernden Wasser zugeschaut, unter dessen Glitzerwellen Fische huschten und innerlich alles, alles niedergelegt.
    Und jetzt? Globaler Bewusstseinswandel ist plakatiert. Global Change.
    Reicht da Meditation und meditaives Moment aus?
    Es sind gewaltige Bilder, gewaltige Stimmen, die die Menschen + ich in so vielen Ländern erschaffen. Gewalt. Auch die ins Positive gesetzte ist eine. Der Löwenzahn, der den Asphalt durchbricht. Aber der Asphalt ist durchbrochen, keine glatte Straße mehr zum drauf fahren.
    Peter,
    Du hast auf die Historie der beiden Länder hingewiesen, Österreich und Deutschland, in Sachen Besetzung und was wir damit verbunden wissen und fühlen.
    Ich persönlich fühl da nix (mehr) in Sachen Altlast. Vielmehr begleitet mich von jung an: Wofür? Wofür war das gut? Mitsamt, wofür war die Zeit gut von damals bis heute?
    :
    Vielleicht dafür, genau dieses Bewusstsein gebildet zu haben, gar vielleicht schon bis in die Zellen hinein im Hinschauen und Erkennen solcher Vorgänge im Spiel zwischen dem autonomen Selbst und der Kraft „der Masse“, darin der (buchstäblich) überwältigender Ideen.
    :
    Besetzen. Diese Bilder überall zu sehen, innen und außen, frage ich mich: und dann?
    Nicht aus Skepsis frage ich das. Sondern ganz pragmatisch.
    Wo steht im Moment das Zünglein an der Waage? Mehr dorthin, gegen etwas zu sein – oder mehr dorthin, für etwas zu sein?
    Wenn es mehr dorthin steht, für etwas zu sein – fein!
    Wenn es mehr dorthin steht, gegen etwas zu sein, dann hat es Kraft aus dem Alten und ist mehr Krieg als das Vorbereiten einer neuen Welt.
    :
    Und so weiter.
    Wie gesagt: Kein Schlussendliches, was ich hier schrieb. Nur das Draufhören, was die innere Stimme sagt.
    Und dieses gewisse „sei wach!“, „pass auf!“ – vielleicht gar ist das eine der speziellen Aufgaben der Menschen „unserer“ beiden Länder, die vor solch einmalig beeindruckender JungHistorie die Möglichkeit hatten zu lernen – in ihrer Wesensart zu lernen:
    Neulich antwortetest Du auf FB: „… weil die Deutschen mehr analytisch sind und wir mehr emotional.“
    Ja. Wunderbar! Passt doch!
    Und in wunderbarer Vielfalt aus üdem Überall auf der Welt im Zusammenspiel für ein Ganzes.
    Der Mann in Portugal ist anders aufgestellt als die Frau in New York und der Jugendliche in Ägypten … – jeder an seinem Ort in seiner höchsten Kunst.
    Und wir in unserer.

    Okkupieren:
    Ich träume davon, dass wir dieses Wort abschaffen dürfen. Einerlei wofür, es sollte nicht mehr nötig sein.
    Dieses Wort sollte ganz bestimmt nicht mehr nötig sein.

    Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich diesen Wunsch äußere, diesen Traum.
    Drum will aufpassen, wann immer ich dieses Wort höre, lese, erfahre …

    Sei lieb gegrüßt, Peter!
    Seid lieb gegrüßt, alle, guthin!

    Karen.

    • Karen Lee-Lohmann Says:

      P.S.
      Mein Fragen in meiner o.a. Antwort nach dem Wofür: Wofür waren die Dinge unserer Junghistorie gut …:
      Natürlich will ich damit nicht gesagt haben, dass ich irgendetwas gut fände, was da passiert ist! Keinesfalls !!! Aber es ist passiert. Und lag als Taten und Energeien usw. in unserem Erbe. Und hierauf will ich sagen: Was kann ich daraus ziehen, im Besten daraus zu lernen.

      • DeinealternativeGroßmutter Says:

        Jaja, liegt im Erbe, ist die Erbsünde. Was du daraus ziehen kannst, ist, am 15. Oktober mal hinzugehen, wo das Treffen der Erbsünder ist. Es ist auch gar nicht gefährlich (jedenfalls noch nicht), mehr so ein HAPPENING.

    • Peter Wurm Says:

      Ja, ich hab’s auch schon mit großer Begeisterung gesehen. Das ist anscheinend heute Nacht entstanden. Wir sind bereits mit ihnen vernetzt.

      LG

      Peter

  6. Andy_Mainstream Says:

    Hi Peter,

    ich bin eher für das Wort trutzen (ein altdeutsches Wort: sich widersetzen, sich zur Wehr setzen) statt besetzen.

    Was besetzt ist, wird weiterhin genutzt, aber es geht doch darum das neue zu nutzen und das alte loszulassen.

    Aber es sind nur Worte und Sprache kann nicht alles wiedergeben. Daher kann ich auch prima mit Occupy leben, solange das Ziel das gleiche ist (und ich glaube da liegen wir auf einer Wellenlinie).

    LG Andy_Mainstream

    P.S. Weiterhin „Gute Reise“

  7. Susanne Says:

    Ich habe das Gefühl immer mehr einen Platz wiedereinzunehmen , der lange leerstand, den ich gar nicht wahrnahm, der Ort der vollen Verantwortung für mein Tun, der vollen Verantwortung für das was um mich herum geschieht, für das was ich wahrnehme.
    Diesen Platz besetzte ich wieder und sehe viele andere die das auch tun. In voller Verantwortung dasein. Wie sieht eine Gellschaft aus auf dieser Grundlage? Ich weiß es nicht und das ist gut so.
    Ich übe mich im Vertrauen ins unsichtbare Netz des Lebens. Frei, eigenverantwortlich und zusammen.
    Herzlich und dankbar , Susanne

  8. steppenwölfin Says:

    Lieber Peter, könntest Du bitte mal für Dummies Deine Idee vom dem alternativen Geldsystem mit Negativzins und Grundeinkommen für alle genauer erklären. Ich wollte neulich jemand davon erzählen und habe dabei gemerkt, dass ich es selbst noch nicht wirklich verstanden habe. Und da jetzt der Umbruch sooo nah zu sein scheint, ist es gut, wenn viele Menschen diese Idee kennen. Damit die Angst schwindet was passiert, wenn das Geld in der jetzigen Form einfach weg ist.
    Danke

  9. DeinealternativeGroßmutter Says:

    Ich bin froh, dass es diese Seite gibt! Kann mit dem Maya-Kalender zwar nichts anfangen (finde den völlig überflüssig, es gibt doch eh genug klare andere Zeichen aus unserer eigenen Kultur), aber hier bin ich auf meiner Suche nach dem Stichwort „occupy austria“ glücklich gelandet, weil ich den Termin wissen wollte, wo ich mich mit anderen versammeln kann. 🙂
    Gibt es eine Adresse, wo ich für das Organisieren hier spenden kann? Viel gibt es aber nicht, weil ich schon 4 Stunden Bahnticket berappen muss.

    Übrigens, das Geld „in der jetzigen Form“ einfach weg, das ist eine Illusion (dass dann alles besser wird).-Glaubt ihr denn, dass die Oligarchen ihren Machtanspruch einfach so aufgeben, weil ihr Sklaven so schöne Gedanken habt?

  10. Andy_Mainstream Says:

    Ich glaube nicht das es mit einem negativ Zins getan ist.

    Ein Modell ist ein beschränktes Abbild der Wirklichkeit 😉

    Wir kennen 3 Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital

    „Humankapital“ scheint sich gerade zur 4 aufzusteigen.

    Wobei mir die wichtigste immer noch fehlt und zwar DIE PRODUKTIVITÄT.

    Es ist nicht die Aufgabe der Wirtschaft Arbeitsplätze zu schaffen sondern ganz im Gegenteil Arbeitsplätze abzubauen (von Hans Werner Götz wobei sein Modell offene Fragen lässt, wie viele andere Modelle auch).

    Aber man muss sich die Geschichte des Geldes mal ansehen. Das was wir heute als Geld bezeichnen und als solches akzeptieren nennt sich Fiatgeld (Fiat ist lat. und steht für „Es werde“ ). Okay geben wir das mal in Wikipedia ein und siehe da.

    Auszug:

    Gegen Ende des 13. Jahrhunderts versuchte König Gaichatu von Persien die durch seinen extravaganten Lebensstil und eine durch Rinderpest entleerte Staatskasse durch die Emission von Fiatgeld wieder zu füllen. Am 13. August 1294 ließ er verkünden, dass jeder, der das neue Papiergeld nicht akzeptiere, mit dem Tode bestraft werde. Das Experiment hatte nur zwei Monate Bestand und war ein totaler Fehlschlag. Der Handel kam zum Erliegen und es brachen Unruhen auf den Basaren aus. Dem König blieb keine andere Wahl als seine Proklamation zu widerrufen. Er wurde kurz darauf ermordet.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld#Geschichte

    Was lernen wir daraus?

    Du brauchst gute PR um so ein Ding durchzuziehen (siehe z. B. Geldschöpfung und Geldschöpfungsmultiplikator), deswegen auch so schön Ratíngs heutzutage 😉

    Wobei bei uns vor 100 Jahren auch meist mit Kurantmünzen gezahlt wurde (nur so nebenbei ;-).

    Wobei wenn unser Geld nur Vertrauen ist, warum brauchen wir es dann?

    Ich glaube es braucht auch nur eine gewisse einsicht, das Geld nicht alles wiedergeben kann und auch sollte.

    Am perversesten finde ich das Thema Geld bei Gesundheit.

    LG Andy_Mainstream

    P.S. Weiterhin „Gute Reise“

  11. Ramin alVaro Says:

    Peter, ich finde deine Mitteilung, dass du privat, beruflich und politisch „aus einem Guss bist“ einfach nur toll. Das nenne ich authentisches Sein. Dazu meinen allerherzlichsten Glückwunsch!


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