Tag 213

07/Okt/2011

Heute, am 7. Oktober 2011 befinden wir uns noch für vier Tage in der Sechsten Nacht der Neunten Welle des Mayakalenders. Wir sind dadurch energetisch immer noch in der Innenschau der Transformation, die dann ab dem 11. Oktober 2011 mit dem Siebenten Tag ihren aktiven energetischen Höhepunkt und Abschluss erfährt.

Wie geht es mir selbst dabei? Ich befinde mich in einem eigentümlichen Zustand, der durch Bewegung mit gleichzeitiger Ruhe gekennzeichnet ist. Alles in mir ist inzwischen in Bewegung und dennoch im Ganzen unglaublich ruhig. Ich habe den gestrigen Tag hindurch versucht, diesen spannenden Zustand bewusst zu spüren. Und ich bin froh, dass ich sehr gut geschlafen habe, um jetzt in der Früh wieder völlig wach zu sein.

Neben meiner Arbeit und diesem Blog kreisen meine Aktivitäten derzeit voll um das Vorantreiben von „Occupy Austria„. Wir haben auf Facebook eine Plattform dafür erstellt und nach längerem Herumfeilen auch einen passenden Vorstellungstext dazu gefunden: „Willkomen in Österreich! Das ist die österreichische Ausgabe der weltweiten Bewegung, der „Occupy Wall Street“ einen neuen Namen gegeben hat. Wir wollen eine Rückkehr zur echten Demokratie und ein Wirtschaftssystem, das für alle Menschen da ist und nicht nur für die Wenigen.“

Damit sind wir jetzt auch offiziell bei der neuen Bewegung mit dabei. „The Occupy Movement is everywhere!“ rief der Filmemacher Michael Moore gestern in New York aus. Jetzt haben wir in Österreich auch eine geeignete Form dafür gefunden. Die Gradwanderung besteht darin, immer offen zu bleiben, sich jedoch dabei nicht zu verlieren. Jeder Mensch kann darin seinen eigenen Platz haben. In Österreich sind jetzt nach den ersten drei Tagen auf Facebook rund fünfhundert Menschen dabei und werden von 12 Adiministratoren betreut. Gestern habe ich ein erstes Koordinationsschreiben ausgeschickt:

Meine Lieben!

Wir sind jetzt ganz genau 12 Administratoren für „Occupy Austria“, sechs Frauen und sechs Männer. Ich halte das für eine geniale Zahl und ein erstes Zeichen, dass das Universum auf unserer Seite ist 😉

Ich möchte dieses erste Mail an uns alle als Koordination verstehen. Zunächst mal zur Vorstellung von uns, ich kenne Euch alle zumindest über Facebook und bin begeistert von Euren Stellungnahmen. Daher sind wir auch in dieser Gruppe zusammengekommen. Wir sind:

Petra Wimberger, Wien
Stefan Daxner, Linz
Beatrice Lukas, Wien
Franz Hörmann, Wien
Bernhard Jenny, Salzburg
Saale Kareda, Wien
Bernhard Hein, Bad Vöslau
Angelika Stöckl, Schwanenstadt
Klara Benes (Clara Benedicta), Gilgenberg
Markus Linner, Salzburg
Edith Friedl, Linz
Peter Wurm, Wien

Einen ersten Vorschlag habe ich bereits: Bitte unterzeichnen wir alle unsere Kommentare, die wir als „Occupy Austria“ machen im Text mit unseren Vornamen. Das macht die Orientierung für uns alle leichter.

Ich freue mich, dass der Anfang so schön geklappt hat und auf eine großartige Bewegung.

Liebe Grüße

Peter

Als ich dieses Mail gestern abgeschickt habe, war ich rundum glücklich. Erstmals habe ich in meinem öffentlichen Leben nun eine Form gefunden, die all das ganzheitlich mit einschließt, was mir wichtig ist. Ich habe in den letzten zwölf Jahren, während des Ablaufs der Achten Welle des Mayakalenders, immer wieder versucht, diese Form zu erleben und bin grandios gescheitert. Nach meinen künstlerischen Aktionen habe ich 1999 vor Beginn der Schwarz-Blauen Regierung in Österreich für SOS-Mitmensch gemeinsam mit meinem Freund Osvaldo „das bunte haus“ gebaut. Wie meine Freunde wissen, hat mich dieses Ereignis völlig aus der Bahn geworfen. In meiner nachfolgenden inneren Emigration während der Achten Welle habe ich meine Weltformel, den „Circle of Life“ und gemeinsam mit einer Freundin das „politische Partnerschaftsprinzip“ entworfen. All das waren verzweifelte Versuche, das zu erfassen, worum es mir ging.

Es geht überhaupt nicht um mich. Und dennoch geht es immer nur um uns selbst. Es gibt da die schöne jüdische Parabel, dass wir zwei Zettel in unseren beiden Manteltaschen haben. Auf einem steht: „Du bist ein Staubkorn im Universum“ und auf dem anderen „Das Universum wurde nur für dich erschaffen“. Genau in dieser kosmischen Polarität bewegen wir uns.

In der „Occupy“-Bewegung fühle ich nun erstmals, dass dieser Spagat gelingen könnte. Es geht überhaupt nicht um mich. Es geht um uns. Es geht um uns alle. Diesen existenziellen Sprung jetzt erleben zu dürfen, dafür bin ich dankbar.

16 Antworten to “Tag 213”

  1. xbook7 Says:

    Ich kann nur sagen DANKE PETER und Dein intensives Bemühen – Alles Liebe Christian (xbook)

  2. Andy_Mainstream Says:

    Können wir das in Deutschland überhaupt fordern „Occupy Germany“ ???

    Wenn ich das richtig verstehe sind wir doch noch besetzt.

    Sorry Peter, aber der Schalk ….

    LG Andy_Mainstream

    P.S. Weiterhin „Gute Reise“

    • Peter Wurm Says:

      Hallo Andy,

      😉 ja, in Österreich haben wir im Grunde irgendwie dasselbe Problem. Ich glaube, worum es bei „Occupy“ geht, ist, dass wir uns endlich SELBST besetzen.

      Liebe Grüße aus Wien

      Peter

  3. Pit Says:

    Lieber Peter
    Besten Dank. So sollte es auch bald zu „Occupy Schweiz“ kommen, dem Land mit den meisten Finanzdieben und Banditen kommen. Ich werde daran mitarbeiten.
    Herzlich Pit

    • Peter Wurm Says:

      Hi Pit,

      es gibt inder Schweiz inzwischen „Occupy Paradeplatz“ als Anfang.

      Ich grüße Dich über die Alpen hinweg!

      Liebe Grüße aus Wien

      Peter

  4. Wolfram Hasenkamp Says:

    Lieber Peter
    danke für Dein Einfühlen und Dein Tun im hier und jetzt. In vielem davon kann ich mich wiederfinden und das ist ein schönes Gefühl, nicht allein zu sein im Aufbruch zu neuen Ufern. Deinen Gedanken wohnt eine sanfte Kraft inne, die wir als Gemeinschaft gerne einbinden, um unsere Träume zu leben.

    Das Abstreifen meiner Ego-Hüllen geht nur langsam vonstatten – doch schimmert bisweilen dahinter schon etwas Neues durch. Du bist an diesen Entwicklungen mit beteiligt und dafür danke ich Dir.

    Die “Occupy“-Bewegung ist für mich bildlich eine Metapher, den regionalen Lebensraum bewusster wieder in die eigene Verantwortung zu überführen. Unsere Seele gewinnt als ganzheitlicher Ausdruck unserer Identität zunehmend an Kraft und mit dem Zurücklassen alter Muster potenzieren sich diese Energien in der Gemeinschaft – da kommt richtig Freude auf – packen wir’s an………
    Liebe Grüße Wolfram

  5. Eira Says:

    Ich lese nun (spaßeshalber) seit 14 Tagen hartgeld.com (seitdem du es hier erwähntest), es ist einfach traurig, was für Angst die Menschen vor Veränderungen und Kriesen haben. Man könnte meinen (nach der Lektüre), dass die Mehrheit der Menschen morgen nichts mehr zu essen hat.

    Für mich ist die derzeitige Entwicklung völlig normal und ich schaue relativ gelassen in die Zukunft. Wenn ich Obst einkoche oder Saft mache, dann tue ich es, weil ich es immer tue und nicht, weil ich Angst vor dem Morgen habe.

    Herzlichen Dank, Peter, für deine tägliche Mühe diesen Blog für uns alle zu schreiben. Ich lese ihn sehr gerne.

    Herzliche Grüße

    Eira

  6. Lars Bergen Says:

    Danke von Herzen Peter für Deinen Blog, den ich schon seit ein wenig Zeit verfolge.

    Was mich sehr bewegt ist die Idee von Occupy Germany. Wir sollten was starten…so schnell wie möglich, denn es ist eine sehr gute Zeit für Veränderung. Das Universum unterstützt uns.

    Vielleicht lesen meine Nachricht ein paar Menschen aus Deutschland und wir verabreden uns für:

    OCCUPY GERMANY

    Liebe Grüße

    Lars (lars@eigeneslicht.de)

  7. Kashmir Says:

    Occupy Emsland!!! ? =)

  8. happymealer Says:

    Frage in die Runde: spürt ihr auch, dass sich die Leute total verbissen an alten Strukturen fest krallen und beginnen völlig irrational zu reagieren? Irgendwie kann ich nur noch den Kopf schütteln. Aber wie Eira richtig sagt: Die Angst ist allgegenwärtig. Obwohl ich gar nicht weiss, wovor sich diese Menschen genau fürchten. So weit es mein Umfeld betrifft, so können diese Leute höchstens einen gewissen Machtverlust fürchten. Der Systemglaube ist so tief, dass sie einen wie auch immer gearteten Zusammenbruch gar nicht erst in ihre Vorstellung aufnehmen können.
    Oder ist es das instinktive Wissen, dass der Umbruch auch vor ihnen keinen Halt machen wird? Folglich eine Angst, die nicht wirklich wahr genommen wird und somit in eine kleine aber wenigstens rational greifbare Geschichte projeziert wird?

    Danke Peter und allen die hier schreiben, dass ich mit diesem Blog einen Ort habe, wo ich immer wieder Gleichtsinnte finden darf.


  9. Die Demo-Bewegungen sind ein Zeichen der Zeit, und lassen sich daher ins Gesamtbild der Realität einordnen:

    http://www.gold-dna.de/update5.html#up84

    Alles fügt sich zusammen … und wäre derart vor 20 Jahren undenkbar.

    Gruß

  10. tao Says:

    Hallo!
    Zum Thema Occupy Deutschland, es gibt bei Facebook bereits Gruppen zu Occupy Hamburg, Frankfurt und Berlin!
    Einfach mal vorbeischauen und wenns geht natürlich mitmachen!! 🙂
    Dazu noch ein Video zum 15. Oktober :

    Peace!!

  11. steppenwölfin Says:

    Auch ich sage: danke für diesen Blog Peter! Und auch allen, die sich darauf beziehen. Auch ich fühle, dass ich nicht mehr Einzelkämpferin bin. „Occupy überall“ ist wie ein Regenbogen nach der Sintflut. Wann gründen WIR die Gruppe in Deutschland? Ich bin gern dabei.

    Und ich finde, die Peter-Wurm-Blog-Fangemeinde und Peter natürlich – wir sollten uns auch nach dem 28.10 weiter treffen hier oder auch mal real an einem Ort und uns gegenseitig inspirieren.

    In diesem Sinne DANKE an alle – auch an den kath. Diakon!

  12. Sara Devi Says:

    Gibt es auch auf Facebook – Occupy Germany 🙂 Ca. 1500 gefällt das!

  13. Kashmir Says:

    Zum Thema Occupy möchte ich noch anmerken, dass man gerade an dem Tag zu diesem Event nicht wirklich auf Andere schauen sollte.
    Klar sollte man versuchen, sich mit Anderen zusammenzuschließen und wenn man in Hamburg oder Stuttgart wohnt ist dies warscheinlich auch ziemlich easy.
    Doch ich möchte nochmal die Gelegenheit nutzen um wirklich JEDEN davon zu überzeugen für SICH SELBST aufzustehen! Jedes Dorf hat ein Rathaus, also wenn es gilt den ersten Schritt zu machen, dann jetzt!

    In dem Sinne, mein Plan für’s Wochenende, mit einem Schild und einer Kiste Bier allein vors Rathaus in Haren/Ems setzen und abwarten was passiert und mit wem man so ins Gespräch kommt^^

    • Franziskus Says:

      Genau den gleichen Plan habe ich auch, Kashmir! Ich setze mich in Bautzen vor das Rathaus. Ganz alleine. Ich stelle nur ein Pappschild neben mir auf, auf welchem steht: „KAPUTTALISMUS – Was nun?“


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