Tag 197

21/Sep/2011

Der Taifun „Roke“ steuert auf Tokio zu, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble zweifelt bei der Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm im Bundestag an der Kanzlermehrheit und die Mehrheit der Deutschen würde Griechenland kein Geld mehr geben. Das sind die drei Spitzenmeldungen des „Spiegel“ am heutigen Vormittag. Der ORF berichtet inzwischen von Barack Obamas Reaktion auf die Ankündigung von Mahmud Abbas, am Freitag Palästina als 194. Mitgliedsstaat der UNO zu beantragen, von Portugals Wunsch nach höheren Hilfen im Falle einer Pleite Griechenlands und von einem Streit zwischen dem österreichischen Kanzler und Vizekanzler auf dem Flug zur Vollversammlung der UNO in New York.

Ich selbst war gestern eingeladen, bei der ORF-Talkshow von Barbara Karlich als Gast zum Thema „Krisen und Katastrophen“ aus der Sicht des Mayakalenders Stellung zu nehmen. Die Redaktion der Sendung war auf mich zugekommen, weil sie meinen Blog entdeckt hatte. Und so saß ich gestern in den Rosenhügel-Studios des ORF und versuchte, das Thema aus meiner Sicht zu beleuchten. Es war anfangs eine Herausforderung, weil die Sendung erst am 22. November ausgestrahlt wird, also nach dem Enddatum des Mayakalenders am 28. Oktober. Mir war es wichtig, darzulegen, dass die Krisen und Katastrophen in der Welt eine notwendige Begleiterscheinung der dahinterstehenden Transformation sind und dass es auf unser menschliches Bewusstsein und unsere Einstellung ankommt, wie es weitergehen wird.

Im Laufe der Sendung kamen wir auch auf das Problem des Geldes zu sprechen, das Auslöser für viele unserer Krisen und Katastrophen ist. Fukushima wäre nicht passiert, wenn es dabei nicht auch um Geld gegangen wäre, die Klimaveränderung und der Hunger in der Welt hängen ebenso unmittelbar mit unserem Umgang mit Geld zusammen und viele persönliche Krisen und Katastrophen sind ebenfalls dem Thema Geld geschuldet. Mir war es wichtig, zu diesem grundlegenden Problem eine einfache Lösung des Freigeldes mit Negativzins und Bedingungslosem Grundeinkommen zu präsentieren. Es kann nicht sein, dass sich Geld als einziges Produkt dieser Welt durch den Zins dauernd vermehrt, während Äpfel mit der Zeit verfaulen und Brot hart wird. Geld darf nicht von selbst mehr werden, denn dann muss ich es jemandem anderen wegnehmen, sondern es muss mit der Zeit, wie alles auf der Welt, weniger wert werden. Und dieses aufgrund des Negativzinses verminderte Geld fließt dann für jeden mit Hilfe des Bedingungslosen Grundeinkommens wieder zurück. So einfach ist die Lösung. Ich bin neugierig, ob sie in der Endfassung der ausgestrahlten Sendung verständlich wird.

Der Zusatz des Themas lautete: „In diese Welt setze ich keine Kinder.“ Mein Standpunkt dazu war auch klar. Die Weitergabe des Lebens ist grundlegender Bestandteil des Lebens selbst, alles in der Natur ist darauf ausgelegt. Ich selbst weiß auch als dreifacher Vater, dass wir uns durch unsere Kinder entscheidend weiterentwicklen. Diesen grundsätzlichen Optimismus setze ich all jenen entgegen, die an den Herausforderungen dieser Welt verzweifeln und die auch gestern mit in der Sendung waren. Wir sind alle Teil dieses einen ganzen Universums und jeder von uns ist darin geborgen. Es gibt einen kosmischen Plan und unser Leben ist entscheidener Bestandteil dessen. Das zu erkennen ist unsere Aufgabe und unsere Hoffnung.

Dienstag, 22. November 2011, 16:00 Uhr, ORF 2: Die Barbara Karlich Show: „Krisen und Katastrophen – in diese Welt setze ich keine Kinder“

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7 Antworten to “Tag 197”

  1. annonym Says:

    hallo lieber Peter,

    na da ist doch der vermisste eintrag nummer 197 🙂

    Böses schwant mir wenn ich daran denke wie andere „andersdenkende“ Leute in den Medien zerfetzt wurden , ich hoffe du darfst die fertige Version vor der Ausstrahlung nocheinmal sehen …

    Ich erinner mich nur zugern an Erich von Däniken der bei PRO7 Galileo – Mysteries sowas von vorgeführt wurde und alles so zurechtgestutzt wurde das es „passt“ .. er wurde demontiert mit Falschaussagen und einer sinnloser Beweisführung mit angeblichen Wissenschaftlern …

    er selbst gab schon vor der Ausstrahlung seine Kommentare dazu im Netz frei , natürlich lesen dies längst nicht so viele wie an dem Bildschirm kleben und suggeriert bekommen das die Wahrheit so ist wie es die Medien darstellen.

    die breite Masse wird nach diesem Tag denken „der Erich der erzählt nur mist“ ..

    ich wüsche dir viel Glück das dir nicht das selbe passiert 🙂

    wobei deine treuen ja hier solange bleiben und lesen wie es diesen blog und das Internet in dieser Form noch gibt 😉

    alles liebe „annonym“

  2. Andy_Mainstream Says:

    Auf dem Standpunkt stehe ich derzeit auch: „In diese Welt setze ich keine Kinder.“ Solange wir es nicht schaffen halbwegs unseren Reichtum zu teilen (zumindest die Existenzgüter, wie auch unsere Kulturgüter – ich rede nicht von Luxusgüter – jedem frei zugänglich zu machen, haben wir ein fortbestehen eigentlich gar nicht verdient).

    Ich glaube dir gerne das es eine riesen bereicherung ist, eigene Kinder aufwachsen zu sehen (hab Kinder gerne und die meisten Kinder haben es gerne mit mir zu tun). Aber das sehe ich derzeit unter Egoismus (für meine Freude/Reichtum müssen Sie sich als Zinssklaven verdingen – bitte nicht falsch verstehen).

    Ich hoffe auch, das die Welt ein besserer Ort für alle wird und ich bis dahin nicht zu alt bin um diese freudige Erfahrung auch zu erleben.

    LG Andy_Mainstream

    P.S. Weiterhin „Gute Reise“

  3. Kerstin Says:

    Noch immer werden mit unseren Geldern die Bänker und deren Banken gerettet und auf der anderen Seite sind durch die Naturkatastrophen in diesem Jahr so viele Menschen in Not geraten.
    Eine Herausforderung dieser Welt an der man verzweifeln kann, ebenso wie grundsätzlich an diesem Thema Geld.

    Geld regiert die Welt …immer noch !!!!????
    Nein, ein ganz klares Nein,

    Wenn ich mich weigere weiterhin soviel zu arbeiten statt dessen nur soviel, das es für mich und meine Familie reich. Mehr wert auf Lebensqualität setze= Zeit für mich, Kinder Familie……dann sind da keine Steuern mehr da, für eine Regierung, die damit achtlos um sich wirft.
    Nachstenliebe fängt bei mir an und in meinem Umkreis, Zeit für den Nachbarn, Nachbarschaftshilfe usw.

    Kinder sind für mich auch sehr wichtig, ich habe auch drei und sie bereichern mein Leben, füllen es aus wir wachsen und entwickeln uns miteinander mit hochs und tiefs und dem dazwischen, ich möchte es nicht vermissen.

    Ich bin gespannt wie die Sendung im November verlaufen wird, wünsche das Beste.

    Herzliche Grüße Kerstin

  4. Pepperasta Says:

    Ich freue mich jeden Tag über diesen zuverlässigen Lichtblick – besonders weil ich weiß das dieses Licht auch für viele Andere den Horizont erhellt …
    aka Facebook Human Voice
    http://m.facebook.com/home.php?refid=17&ref=pb

  5. Rosmarie Says:

    Kinder in die Welt setzen, diese Aussage wurde mit der „Pille“ aktuell. Davor sprach man vom Kinder bekommen, gewünscht oder unerwünscht. Von einer Schwangeren sprach man: „Sie ist guter Hoffnung, oder in Erwartung“.
    Noch immer gibt es trotz Pille die Unerwünschten, und es gibt viele Paare die keine Kinder bekommen können, trotz aller Bemühungen.
    Mir scheint dass das Kinder BEKOMMEN noch immer aktuell ist, weil die Kinder die Eltern auswählen. Anders kann ich es mir nicht erklären, da ich in meinem Umkreis immer wieder, über Jahrzehnte die Beobachtung mache ,dass sie da wo erwünscht, materielle Voraussetzungen auf ideale Weise gegeben sind die Chance nicht nutzen. Dagegen kommen sie zu Eltern die durch die Schwangerschaft in Schwierigkeiten geraten.
    In unserer Zivilisation haben wir mit der Geburtenkontrolle grosse Probleme, natürlich auch der Philosophie der Kirchen wegen. Die Naturvölker haben sich mit einem kräftigen Kräutertrank, welcher die verzögerte Menstruation auslöste, geholfen. Die Inhaltstoffe dazu wachsen direkt vor unseren Füssen. Wir mit unserer modernen Medizin sind sooo rückständig, so naiv, derart Gehirn gewaschen dass wir nicht im Stande sind uns um Rezepte zu bemühen die einer Frau helfen könnten, von allen Gesetzen unerkannt, kostenlos die Zukunft selber zu bestimmen.
    Jetzt werde ich eine ketzerische Frage stellen. Könnte es sein, dass die Ausrottung der Hexen, ich meine der Heiler und Heilerinnen, die weltweite Zerstörung der indogenen Zivilisationen, die bis zum heutigen Tag statt findet, das kollektive Karma ist. Müssen wir mit der Naturmedizin nicht sehr weit unten beginnen? Dazu kommt dass Kräuter die seit Menschengedenken als Hausmittel verwendet wurden verboten sind, weil ein angeblicher Krebs fördender Inhaltstoff gefunden wurde. Man zerlegt die Pflanze in Wirkstoffe, standartisiert sie, verwirft die Erkenntnis dass die Pflanze als eine vollkommene Einheit aus dem Boden schiesst, uns als Heilerin anbietet. Die Chemieindustrie ist fähig Krankheiten zu heilen und gleichzeitig Welche auszusetzen? Wollen wir da weiterhin mitmachen, oder eine Käuterapotheke anlegen? Wir haben die Wahl.


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