Tag 195

19/Sep/2011

Die großen Diskussionsrunden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen drehten sich am gestrigen Sonntagabend sowohl in Deutschland als auch in Österreich um das Thema Finanzkrise anhand von Griechenland und Euro. Und sowohl bei „Günther Jauch“ in der ARD als auch „Im Zentrum“ im ORF war spürbar, dass die Beteiligten mit großem Ernst darum rangen, zu einer Lösung des anstehenden Problems zu kommen. Die Finanzkrise scheint das größte Problem zu sein, vor der Europa steht. Ich persönlich glaube jedoch, dass es sich dabei um eine viel größere Krise handelt, um eine Identitätskrise. Ich möchte diese Herausforderung anhand der Energien des Mayakalenders beleuchten.

Ich war begeistert, als ich realisierte, dass Carl Calleman die Finanzkrise des Jahres 2007/2008 bereits im Jahre 2004 vorhergesagt hatte und sie dann auch wirklich eintrat. Calleman tat dies einzig aus dem Grund, weil dieser Zeitraum der Fünften Nacht der Achten Welle des Mayakalenders entsprach. Die Achte Welle war Yin-erleuchtet und brachte somit in ihrer Fünften Nacht all das zu Fall, was dieser Energie entgegengesetzt war. Daher kollabierte in jenem Zeitraum vor allem die Vorstellung eines abstrakten Wertes des Geldes, wie er im Laufe der Yang-erleuchteten Sechsten Welle aufgebaut worden war, und das vor allem im Westen der Welt, in Amerika. Und so folgte am 15. September 2008 die Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers, die den Höhepunkt der Finanzkrise bildete.

Im Zuge der Neunten Welle des Mayakalenders, die am 9. März dieses Jahres einsetzte, stehen wir vor einer ganz anderen Herausforderung. Die Neunte Welle ist ganzheitlich erleuchtet. Es geht jetzt nicht mehr um die Abstraktion von Werten, sondern um die materielle Basis unseres Lebens. In ihrer ganzheitlichen Erleuchtung steht die Neunte Welle nicht mehr im Gegensatz zum Yang wie die Achte Welle, sondern gegen die ganzheitliche Dunkelheit der Siebenten Welle, die seit 1755 völlig unspirituell den globalen Materialismus mit sich gebracht hatte. Daher ist die jetzige Krise nicht einfach die Fortsetzung der Finanzkrise von 2007/2008, sondern viel tiefer eine ganzheitliche Krise des globalen Materialismus.

Die Finanzkrise von 2007/2008 ging vom Westen aus (das ist vor allem Amerika), weil die Achte Welle einseitig Yin-erleuchtet war und somit den Osten der Welt (das ist vor allem Asien) förderte. Die jetzige Krise geht vom Zentrum der Welt aus (das ist vor allem Europa und Afrika), weil die Neunte Welle ganzheitlich erleuchtet ist und somit die Stirnseite der Welt (das ist vor allem der pazifische Raum) fördert. Und daher ist die jetzige Krise eine Krise des Materialismus, die von Europa und Afrika ausgeht.

Ich selbst bin Europäer. Ich habe hier auf diesem Blog vor drei Jahren ganz kurz beschrieben, wie sich meine Identität als Europäer durch meine Arbeit in Südamerika entwickelt hat (Warum ich Europäer bin). Ich bin in London, Paris, Rom, Berlin, Amsterdam, Kopenhagen und Bratislava fast genau so daheim wie in Wien. Und ich fühle mich in Oberbayern, Lappland, Andalusien, der Provence und der Toscana genau so wohl wie im steirischen Ennstal. Ich liebe diesen Kontinent und daher trifft mich diese Krise, in der wir uns befinden, tief in meinem Innersten.

Ich will ein vereintes Europa. Ich will, dass wir Europäer in Frieden und Freiheit zusammenleben. Ich will meine Freunde in Barcelona besuchen können, ohne dafür ein Visum zu brauchen und ich will dort meine Cervezita bezahlen, ohne zuvor das Geldwechselgeschäft der Banken finanzieren zu müssen. Ich will, dass wir von Reykjavik bis Istanbul und von Lissabon bis Sankt Petersburg friedlich und freundschaftlich zusammenleben.

Selbstverständlich will ich auch mit den Bürgern von New York, Rio, Sydney, Johannesburg und Tokyo friedlich und freundschaftlich zusammenleben. Und selbstverständlich wünsche ich mir, auch dort mein Bier trinken zu können, ohne zuvor ein Visum beantragen und Geld wechseln zu müssen. Warum also nicht gleich eine Weltregierung und eine Weltwährung?

Ja, warum eigentlich nicht? Warum eigentlich nicht? Warum nicht Weltregierung und Weltwährung? Wir sind eine Menschheit auf einem Planeten in einem Universum. Wir sind alle Eins. Wir sind All Eins, egal, wo wir wohnen, egal, wie wir heißen. Und genau darum drehen sich die Diskussionen bei „Günther Jauch“ und „Im Zentrum“, die wir Sonntag für Sonntag im Fernsehen verfolgen können. Wir sind eine Menschheit und wir ringen gerade verzweifelt darum, wie wir in diesem Bewusstsein unser Zusammenleben organisieren können.

Wenn ich dafür das Wissen des Mayakalenders zur Hand nehme, dann komme ich zu einem einfachen Schluss. Die letzte Unterwelt, die vor der „Universalen Unterwelt“ der Neunten Welle ganzheitlich erleuchtet war, war die „Regionale Unterwelt“ der Fünften Welle. In dieser Zeit, die vor rund 100.000 Jahren begann und vor 5.125 Jahren von dem Sündenfall der Sechsten Welle abgelöst wurde, lebten die Menschen im Paradies. Sie waren – auf einem archaischen Niveau – eins mit der Natur, in der sie sich bewegten. Sie wussten nicht viel und es bestand keine Notwendigkeit, ihr Wissen aufzuschreiben oder Gesetze zu formulieren. Dennoch lebten Mann und Frau im Einklang miteinander. Sie bewohnten ihre Region, die Welt darüber hinaus war ihnen unbekannt. Aufgrund dieses Bewusstseins nannte Carl Calleman die Fünfte Welle auch „Regionale Unterwelt“.

Diese „Regionale Unterwelt“ war die letzte ganzheitlich erleuchtete Einheit des Mayakalenders. Wir spüren dieses Bewusstsein bis zum heutigen Tag. Ein Tiroler ist ein Tiroler und ein Schwabe ein Schwabe, obwohl sie inzwischen auch österreichische oder deutsche Staatsbürger sind. Und wenn ich in Ecuador gefragt wurde, woher ich komme, dann antwortete ich: „Soy de Viena.“ Diese Verbundenheit mit der Region sehen wir im deutschsprachigen Raum bis heute im Föderalismus der Bundesländer und Kantone. Gerade am Stamm des Weltenbaumes hat sich die Identifikation mit der Region bis zum heutigen Tag gehalten.

Auf dieses ganzheitlich erleuchtete Bewusstsein der Verwurzelung in der Region werden wir zurückgreifen, wenn wir unser zukünftiges Zusammenleben organisieren. Die „Regionale Unterwelt“ wirkt bis heute viel stärker in unseren Herzen als der rein rationale Nationalstaat. Wir sind uns darüberhinaus seit 1755 auch ganzheitlich bewusst, dass wir einen gemeinsamen Globus bewohnen, doch dieses Bewusstsein hat nie unser Herz erobert, weil es gänzlich unspirituell ist. Erst jetzt, im Zuge der Neunten Welle, spüren wir wieder, mit all unserem Sein Teil eines ganzen großen Universums zu sein. Wir sind alle Teil eines ganzen großen Universums. Das ist die Vision, vor der wir stehen. Und das ist das, worum es geht.

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14 Antworten to “Tag 195”

  1. mukta jiva Says:

    zu erkennen, dass alle Menschen, alle Wesen göttlichen Ursprungs sind und ihre götliche Natur leben wollen zählt zu unseren seelischen Grundwerten und Grundrechten. Alles was nicht göttlicher Natur ist, wie Trennung, Neid, Zynismus, Leid durch Kriege, sind Werte, welche umgewandelt gehören. Darauf zu pochen ist unser Recht. Dies zu verachten lässt schließlich die Sehnsucht zu, uns mit den höheren Werten verbinden zu wollen. Damit wir mit der Welt um uns besser zurechtkommen, ohne ständig daran zu leiden 🙂 Die Einheit IST in uns 🙂

  2. Alberto Says:

    Ja, eine Weltregierung …doch nicht mehr von Parteiführern sondern von den weißesten Menschen in den jeweiligen Fachgebieten.
    Und natürlich eine Welt-Sprache …ja, ich wünsche mir, dass wir Menschen „in einer Sprache sprechen“.

    Lieben Dank für deine täglichen Worte …die ich gerne lese und die für mich auch „stimmig“ sind.

    Alles liebe wünscht dir / euch

    Albert

  3. T. Says:

    Ich bin Deutscher, denn ich spreche Deutsch.
    Ich bin kein Europäer, denn ich spreche nicht europäisch.

    Ziel der angloamerikanischen Logen ist, dass alle Europäer allmählich ihre Sprache aufgeben und europäisch, d.h. ENGLISCH, sprechen. Deshalb die Vermehrung der Anglizismen. So kommen die Logen ihrem Ziel, eine angloamerikanische Weltregierung zu installieren, einen Schritt näher.

    Wunderbar, dass sich der Maya-Kalender dazu so gut einspannen lässt!

    Ich brauche überhaupt keine Regierung. Was zu entscheiden ist, kann regional von allen Betroffenen in Hintertupfingen selbst entschieden werden.

    Wir wollen kein Personal (Politiker) mehr wählen, sondern SACHENTSCHEIDUNGEN treffen! Direkte Demokratie!

    • Peter Wurm Says:

      Hallo Tiefenbohrer,

      da haben wir schon das Problem. Ich spreche auch Deutsch, bin aber kein Deutscher. Ich spreche nicht einmal Wienerisch, obwohl ich Wiener bin. Willst Du Dich nur mit den Bürgern Deiner Nation verständigen und einen Slowenen, Italiener, Katalanen oder Iren nicht verstehen, nur weil sie nicht Deine Sprache sprechen?

      Der Mayakalender lässt sich vielleicht instrumentalisieren, ich beschreibe jedoch nur, dass das Bewusstsein der Regionalität und das Bewusstsein der Universalität ganzheitlich erleuchtet sind. Daher wirkt die Region als Identität auch tief im Herzen, sowie das Bewusstsein, ein Teil des gesamten Kosmos zu sein. Deswegen hat es auch Europa so schwer, die Herzen der Menschen zu erobern, weil es eben so nicht wirkt.

      Ich stimme Dir zu, dass wir im Grunde keine Regierungen mehr brauchen. Wenn wir im Zuge der Neunten Welle allesamt als Menschheit ein ganzheitliches Einheitsbewusstsein erlangt haben werden, dann brauchen wir auch niemanden mehr, der uns hierarchisch regiert. Die Zukunft gehört der Menschheit als Basis und daher wird es zukünftig auch viel mehr direkte Demokratie und Sachentscheidungen geben, die regional entschieden werden. Dieser Vision stimme ich freudig zu!

      Liebe Grüße

      Peter

      • T. Says:

        Ich komme normalerweise nicht mit Iren oder Slowenen in Kontakt. Wenn ich dort Urlaub machen würde, dann nur mit Grundkenntnissen der Landessprache.
        Sprache ist für mich Identität und Wurzel.
        Ich kann mich gerade dadurch in Einklang mit der Menschheit fühlen, dass ich meine Individualität bejahe und lebe.

  4. kat.Diakon Says:

    Aufpassen ,mein Freund Peterle, du wirst Dogmatisch !

  5. annonym Says:

    hallo,

    täglich lese ich freudig deinen blog, es ist sehr aufschlussreich die tagtäglichen Dinge aufbereitet mit Sicht auf den Mayakalender zu lesen, fragen über fragen entstehen. die wohl wichtigste Frage die ich seit Wochen mit mir rumschleppe ist das Datum 28.11.2011 wieso gibt es diesen „Grenz“Tag ? warum können wir anhand eines Tempels der Mayas vor ca. 5000 (oder viel maehr) Jahren gebaut auf ein solches Datum kommen ?
    Auch interresiert mich beim „Einheitsbewusstsein“ wieso es nur sehr wenige sind die so denken wollen ? zumindest in meinem Umfeld kann ich keinen ausmachen der meine Gedanken & Wünsche teilen könnten .. Das nun das Große Erwachen in einem Monat kommen soll kann ich nicht sehen ? Vor allem eine Einheit unter Bewussten die ja meine Umgebung zu 100% einschliesst. Dazu müssten weltpolitisch Dinge her die immer wieder von den „Grauen“ herausgezögert werden. …
    Dazu müsste es Aufklärung in allerhöchstem Maße geben. Mit freude und mit Angst schau ich auf dieses Datum , meine Familie meine Kinder .. selbst wenn ich für den Umbruch bin . Was soll aus denen werden die bisher nichteinmal im Traum an ein Umdenken gedacht haben ?

    lg „annonym“

    • Peter Wurm Says:

      Hallo Anonym,

      es gibt den „Grenz“tag des 28.Oktober 2011, weil an diesem Tag der Kalender endet. Das ist aufgrund der Analysen des Startdatum des Long Count inzwischen klar. Was an diesem Tag geschieht, ist weniger klar. Laut Mayakalender endet an diesem Tag die Zeit. Für mein Verständnid bedeutet das, dass wir dann in unserem Bewusstsein in eine unendliche Gegenwart eintreten, ähnlich wie es die Buddhisten in der Meditation immer wieder neu versuchen. Dieser Zustand wird meiner Ansicht nach für jeden verschieden sein und doch für alle im Grunde gleich.

      Für eine längere und ausführlichere Antwort empfehle ich Dir meine Youtube-Videos auf diesem Blog:

      Seiten: „Video: Der Mayakalender“ in der linken Spalte.

      Liebe Grüße

      Peter


  6. Mit einer Weltregierung von unten könnte ich gut leben. Dass das aber so schnell gehen kann, glaube ich nicht. Es ist zwar so, dass immer mehr wahrnehmen, was genau falsch läuft, aber auch wenn diese Kurve exponentiell ist, so wird sie doch etwas länger als ein paar Wochen brauchen. Die derzeit Mächtigen werden noch genügend Zeit haben, die eine oder andere Stellschraube zu drehen, damit das System noch ein wenig, wenn auch mit Stottern, aber doch laufen wird, ohne dass es einen Aufstand geben wird.

  7. Magdalena Says:

    Programm-Tipp:

    Heute auf Sat.1 um 23:30 – Michael Mross gegen Michel Friedman

    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8544-heut-abend-auf-sat1-michael-mross-gegen-michel-friedman

  8. Eira Says:

    Hallo „anonym“,

    mit genau diesen Fragen habe ich mich auch beschäftigt und bin von der wissenschaftlichen Seite auf die Beantwortung der Fragen gestoßen, dass durch die Sonnenerruptionen das Magnetfeld der Erde sich verändert und dadurch es zu einer Änderung der Psyche kommen wird.

    Wir sollten / können davon ausgehen, dass aus dem Caos die Ordnung entsteht und nicht alle Menschen mitkommen werden / können.

    Entstsprechend der Literatur steigt bei massiven geomagnetischen Stürmen die Selbstmordrate und die Aggression (Kriminalität), also erst Caos, dann Licht …

  9. Magdalena Says:

    Ganz neue Sendung von Alexander Wagandt, gerade erst eben online gestellt…

    http://bewusst.tv/2011/09/tagesenergie-7/

  10. Rosmarie Says:

    Ja, meine Freunde, meine Familie. Der Gedanke daran ,dass sie woanders hingehen werden, könnten, trübt meine Vorfreude auf das „goldene Zeitalter“. Sehr wohl weiss ich, dass ich für sie beten kann, dafür, dass sie sich an meine Worte und vielen Anderen zum Thema erinnern, die wir als Wegweiser am Wegrand stehen lassen. Loslassen, loslssen, loslassen, eigene Erfahrungen machen lassen, leben lassen, vertrauen, Vorbild sein, Kräfte sammeln. Sein Licht leuchten lassen.Liebe und Verständnis ausstrahlen. Dem Menschen gegenüber in der Strassenbahn ein Lächeln schenken. Beim Vorräte einlagern an Süssigkeiten denken.

    Am Ende seines Gedichtes “ die Erste Walpurgisnacht “ sagte Goethe “ …Dein Licht, wer kann es rauben?“ Felix Mendelson komponierte eine wundervolle Musik dazu.
    Goethe nannte Gott in diesem Gedicht „Allvater“.
    Allvater hüllt alle in seine bedingungslose Liebe, in seine unendlichen Arme ein. Wir sorgen uns um zuviel, vertrauen zu wenig.
    Sehr oft vergessen wir in den Ängsten um unsere Lieben, dass sie sich um uns Sorgen. Eines Tages verlassen wir sie, weil wir woanders hingehen, in eine andere Dimension.
    Geboren werden und sterben, ankommen und weggehen, das ist die Weise wie das Leben funktioniert. Ob für immer und ewig, kann sein.


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