Tag 186

10/Sep/2011

Nun ist die Neunte Welle also schon ein halbes Jahr alt. Um zu erkennen, was sie uns im täglichen Leben gebracht hat, braucht man nur die Schlagzeilen der Mainstreammedien herzunehmen. An ihnen kann man sehen, woran wir uns im Laufe dieses halben Jahres bereits gewöhnt haben. Die Wirtschaftsnachrichten von ORF-Online lauten heute beispielsweise folgendermaßen:

  • Deutscher Wirtschaft droht Einbruch
  • Börsenwoche in Europa endet tiefrot
  • EZB-Personalie schockiert Märkte
  • EZB hält Leitzins bei 1,5 Prozent
  • Weltbank und IWF schlagen Alarm

Anhand der Meldungen dieses einzigen Tages sieht man, wie sehr das bisher herrschende System in der Krise steckt. Ich denke, dass wir uns in der tiefsten Systemkrise seit 250 Jahren befinden, als im Jahre 1755 die Siebente Welle des Mayakalenders mit dem Erdbeben von Lissabon eingeläutet wurde. Damals hatte das herrschende Weltbild der Kirche, das einen allmächtigen gütigen Gott postulierte, mit einem Schlag abzudanken und die Aufklärung begann.

Nun befinden wir uns in der Endzeit dieses scheinbar aufgeklärten Weltbildes. Wir sehen, dass die rein materialistische Aufklärung an ihr Ende gekommen ist, noch dazu, wo sie im Zuge der Achten Welle einen guten Schuss Irrationalität angenommen hat. In Kombination der Siebenten Welle mit der Achten sind die herrschenden Teilnehmer unseres Systems materialistisch und irrational geworden. Die globalen Finanzmärkte sind der beste Ausdruck davon. Es geht nur noch um Geld, und das um jeden Preis. Während in der Siebenten Welle ab 1755 Geld wenigstens noch als Mittel gesehen wurde, um materiell überleben zu können, wurde es im Laufe der Achten Welle seit 1999 zum reinen Selbstzweck. Josef Ackermann postuliert als Zielvorgabe für die Deutsche Bank heuer zum Beispiel eine Rendite von 16 Prozent, um einen Rekordgewinn einzufahren. Kein Mensch fragt mehr, wozu das gut sein soll.

Dieses System ist am Ende. Die Auswüchse dessen gleichen einem Krebsgeschwür. Der dahinterstehende Mechanismus tritt immer offener zu Tage und ist leicht erklärt. So borgen sich beispielsweise europäische Banken bei der EZB Geld um einen Zinssatz von 1,5 Prozent. Dasselbe Geld verleihen sie dann an Griechenland zu einem Zinssatz von etwa 6,5 Prozent oder mehr. Damit diese wertvolle Arbeit auch belohnt wird, erfinden die europäischen Staaten Rettungsschirme, um diese Schuld zurückzuzahlen. Die verantwortlichen Politiker rechtfertigen diese Konstrukte damit, dass es sich dabei um ein gutes Geschäft handelt. Auf der einen Seite machen die Banken damit Rekordgewinne und die beteiligten Manager erhalten saftige Bonuszahlungen, auf der anderen Seite werden, um das zu bezahlen, die Steuern erhöht und die Staatsausgaben für Soziales, Gesundheit und Bildung radikal gekürzt. So einfach funktioniert der Kapitalismus zur Zeit.

Ohne das Wissen um den Mayakalender würde ich derzeit verzweifeln. Das herrschende System ist derartig pervers geworden, dass es mir schwer fällt, noch irgendeine Motivation für die Zukunft zu entwickeln. Überall rund um uns herrscht Chaos. Keiner der Beteiligten scheint noch den Durchblick zu haben. Es gibt im herrschenden System niemanden mehr, dem ich vertrauen könnte. Daher wundert es mich nicht, dass sich Menschen in hohem Ausmaß aus dem gesellschaftlichen Diskurs zurückziehen oder rechten Protestparteien anschließen, die mit simplen Parolen die verzweifelte Wut auf dieses System kanalisieren.

Das kann nicht die Lösung sein. Die Lösung liegt nicht mehr länger innerhalb dieses Systems. Wie 1755 zu Beginn der Siebenten Welle des Mayakalenders liegt sie auch diesmal im Zuge der Neunten Welle in etwas völlig Neuem. Ich versuche seit einem halben Jahr in diesem Blog anhand der Geschehnisse diese Vision täglich neu zu skizzieren. Dabei ist es zweitrangig, ob ich diese Vision „spiritueller Kommunismus“, „ganzheitliches Einheitsbewusstsein“, „Garten Eden“ oder „Kombination des buddhistischen Weltbilds mit dem christlichen Optimismus“ nenne. Wichtig ist mir die Idee, die dahintersteckt.

Wir sind im Zuge der Neunten Welle des Mayakalenders auf einem Weg zu einer neuen Welt. Im Laufe dieses Weges bricht das bisher Bestehende mehr und mehr in sich zusammen. Wenn es uns gelingt, das Ziel dieses Weges immer wieder klar vor uns zu sehen, dann können uns die destruktiven Begleiterscheinungen, die damit einhergehen, nicht viel anhaben. Dann wissen wir, dass Chaos und Krise notwendig sind, um diese neue Welt in Kürze zu erreichen. Diesen Weg hat jeder Einzelne individuell vor sich, und doch gehen wir ihn als Menschheit alle gemeinsam. Am Ende werden wir wissen, dass es wert war, die Mühsal zu ertragen. Das ist der Weg der Neunten Welle.

13 Antworten to “Tag 186”


  1. danke Peter!

  2. asteroid Says:

    Nur Mut! Wir schreiten nicht voran, wir werden getragen.

  3. c.i.t. Says:

    Ich danke allen Menschen die im Zuge der 9. Welle das Leid dieser Welt-Spieler auf sich nehmen,
    überall auf der Welt, Danke für euer Opfer, ich werde es nicht vergessen.
    Ich wünsche allen die noch schlafen und alles Glauben was Sie im Fernsehn sich anschauen und den Zeitungen lesen, aufzuwachen,
    es steht geschrieben, die Letzten werden die ersten sein,
    ich wünsche allen die erwacht sind, für sich selbst der Fels in der Brandung zu sein, sozusagen als Vorbild für die anderen,
    Nur aus dem Chaos kann eine neue Ordnung, eine neue Welt entstehen, eine gemeinsame, friedliche und in Fülle liebende neue Welt.
    Die das Leben allgemein ehrt, wertschätzt und endlich miteinander leben lernen,
    was für eine aufregende Zeit, und wir dürfen bei diesem Wandel mit dabei sein,
    … gute Reise
    und ein sonnenreiches Wochenende wünscht Euch allen von Herzen
    C.I.T.

    • Rosmarie Says:

      Danke C.I.T., auch an Asteroid für seine Erinnerung dass wir getragen werden. Peter, du brauchst zusätzlich einen Waldspaziergang und ein meditatives an der Sonne liegen. Heute ist Sonnentag.
      Alles wird gut.

  4. WSUALK Says:

    Hallo Peter, ich bin erst seit ein paar Tagen – Leser – auf Deinen Seiten. Der Schulterschluss, welchen Du ziehst zwischen aktuellem Geschehen und Maya-Kalender ist für mich wie ein Geschenk des Himmels. Habe jetzt im Urlaub das Buch „Die 12 Prophezeihungen von Celestine“ von James Redfield gelesen. Auch dieses Buch passt wie ein Guss, nun auch zu Deinen Interpretationen. Schön, dass es solche Menschen wie Dich gibt.

  5. Enelniederhammer Thomas Says:

    toller Blog hier danke an Peter. Wir haben noch einen Verbündeten die Sonne Sie könnte das ganze beschleunigen ich beobachte die Sonnenstürme schon ein Jahr und diese Woche hatten wir zweimal einen x Flares seit Freitag haben wir Sturmwarnung rot über 12 stunden schon,sowas hab ich noch nicht gesehen! Hier noch zwei Links einer für die Voraussage und einer in dem die Auswirkungen auf die materielle Welt gut erklärt werden.
    die Spirituellen erklärt Dieter Broers in 2012 Revolution sehr gut. alles liebe Tom http://www.solarham.com http://www.youtube.com/watch?v=FrI0I84cuys&feature=related

  6. UnJi Says:

    lieber peter,
    vielleicht ist dies ja was neues…ausserhalb des systems :))
    http://www.paoweb.org/de/updates/2011/update2011_09_06.pdf
    ich lese seit jahren die channelings von sheldan nidle ….dort steht viel geschichtliches was ich nachempfinden kann..
    dein blog gibt mir auch so manchen einblick in den mayakalender…und dafür schreibe ich ein schöönes daanke dir :))

  7. Rosmarie Says:

    Glühwürmchen, ich vermisse dich. Hast du ein neues Pseudonym ? Geht es dir gut? lass mal etwas von dir hören.


  8. Hallo Zusammen !!
    Ich erinnere mich an ein Zitat über die Indigo-Kinder:“ Sie
    werden das System so auf die Spitze treiben das jeder den Aberwitz und den Irrsinn erkennen wird…und dann wird ALLES in sich zusammenstürzen !!
    So wird danach niemals und niemand mehr versuchen dieses
    System neu zu beleben oder behaupten es hätte noch eine Chance gehabt wenn es anders gehändelt oder andere Ausführende gegeben hätte !!

  9. Magdalena Says:

    Werner Ablass – Wie Gott zur Kakerlake wurde 😀

    Christian Meyer – Erwachen und Ichlogiskeit

  10. Kerstin Says:

    Liebe Rosemarie, ich melde mich morgen, es zieht gerade ein Unwetter auf und ich mach den PC lieber aus, war jeden Tag hier zum lesen und habe ab und an auch was geschrieben, nur diesmal ohne Pseudonym…. Kerstin = Glühwürmchen.
    Bis morgen


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