Tag 170

25/Aug/2011

Die heutigen Top-Schlagzeilen der Nachrichtendienste beschäftigen sich mit dem Rücktritt von Steve Jobs als Chef von Apple. Unter der Führung von Jobs war Apple in den letzten Jahren mit der Erfindung von iPod, iPhone und iPad zum erfolgreichsten IT-Unternehmen der Welt geworden. Zuletzt wurde bekannt, dass Apple über mehr Geldreserven verfügt als die USA. Nun tritt Steve Jobs, der seit Längerem an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, aus gesundheitlichen Gründen zurück.

In Libyen hält inzwischen der Endkampf zwischen den Freiheitskämpfern und den Truppen von Muammar al-Gaddafi weiter an. Die Rebellen haben die Residenzen von verschiedenen Mitgliedern des Gaddafi-Clans gestürmt, während die Regierungstruppen internationale Journalisten als Geiseln genommen haben. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, dass vier italienische Journalisten entführt und deren einheimische Fahrer erschossen wurden, sowie zwei französische Reporter durch Schüsse verletzt worden sind.

In der „Süddeutschen“ kann man heute auch erstmals einen internationalen Bericht über die jüngsten Konflikte in der österreichischen römisch-katholischen Kirche lesen. Unter dem Titel „Wider die Heuchelei“ steht Folgendes: „Offene Rebellion im Klerus der Alpenrepublik: Hunderte österreichische Priester wollen Papst und Bischöfen den Gehorsam verweigern. Erstmals in so großer Zahl verlangen Geistliche zeitgemäße Antworten auf die Kommunion für Geschiedene, Frauen in Kirchenämtern und das Tabu von Priester mit Frauen und Kindern. Ein Erzbischof droht mit Kirchenausschluss als Antwort auf das Menetekel.“

Ich bin neugierig, wie dieser Konflikt zwischen der „Pfarrerinitiative“ und den österreichischen Bischöfen, die sich persönlich zwischen dem niederösterreichischen Pfarrer Helmut Schüller und dem Wiener Erzbischof Christoph Schönborn zuspitzt, ausgehen wird. Viele Beobachter sprechen bereits von einer drohenden Kirchenspaltung. Im Bericht heißt es weiter: „Den Aufruf von Papst Benedikt XVI. in Madrid an die Jugend der Welt zu mehr ‚Ehrlichkeit‘ hörten denn auch viele österreichische Gläubige ungern. Ehrlichkeit werde von der Kirchenstruktur eher bestraft als belohnt, sagen sie. Besonders betroffen fühlen sich die etwa 700 Mitglieder der Vereinigung ‚Priester ohne Amt‘, Geistliche, die trotz Zölibat Frau und Kinder haben und sich zu diesen bekennen. Ihr Amt müssen sie dann aufgeben. Priester, die Geliebte und Nachwuchs verleugnen, werden gewöhnlich im Amt belassen, wodurch sich nach Kritikermeinung der Papstappell zur Ehrlichkeit ins Groteske wendet.“ Auf jeden Fall zeigt dieser Streit, wie morsch die römisch-katholische Kirche in ihrem Inneren inzwischen geworden ist. Auch das wird im Zuge der Neunten Welle schonungslos deutlich.

 

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3 Antworten to “Tag 170”

  1. molinier Says:

    vielleicht gibts ja doch noch hoffnung für die kirche und es regiert endlich mal staerker die basis die ohnehin für mich die wichtige und gesellschaftsrelevante arbeit leistet.

  2. Arnold Says:

    Irgendwie scheint nicht wirklich was Dramatisches zu geschehen.
    Ausser das übliche Drama auf dieser Welt. In Afrika Hunger, im nahen Osten die gleichen Problem seit Jahrzehnten, die Nordafrikaner verhauen sich gegenseitig.
    In der Börse das übliche Casino.

    Eine Veränderung hab ich mir irgendwie anderst vorgestellt. Ev. Rechnungs- oder Interpretationsfehler der Maya-Überbleibsel.
    Ist ja auch schon eine Zeit her.

    Wieso sollten sich die Mayas auch die Mühe machen unseren Zeitabschnitt vorherzusagen, sie mussten es ja wissen dann nicht mehr da zu sein.

    Wir kümmern uns ja auch nicht gross um die nächsten Generationen.

  3. Dagmar Jais Says:

    Hallo,
    ja, vielleicht sind wir alle zu ungeduldig, warten wir doch schon so lange darauf, dass sich alles ändert, möglichst sofort und um 100%, nicht?
    Sollten wir nicht einfach mal den Sommer genießen? Es könnte doch sein, dass uns die Ereignisse in Kürze überrollen?
    Einen schönen Tag noch Euch allen.


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