Tag 166

21/Aug/2011

Heute ist Sonntag und wir schreiben inzwischen den vierten Tag der Fünften Nacht. Schön langsam beginnen sich die Energien der Fünften Nacht auch weltpolitisch durchzusetzen. Zwischen Israel und Ägypten kam es vorgestern zu den massivsten Zwischenfällen der letzten Jahrzehnte, als die israelische Armee fünf ägyptische Grenzsoldaten erschoss. Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb gestern: „Spirale der Gewalt gefährdet Frieden im Nahen Osten – Die Krise in Nahost verschärft sich: Nach dem Tod von fünf ägyptischen Grenzsoldaten droht das Land damit, seinen Botschafter aus Tel Aviv abzuziehen, in Kairo demonstrieren Tausende gegen Israel. Jerusalem lässt massive Luftangriffe auf den Gazastreifen fliegen, palästinensische Extremisten antworten mit selbst gebauten Raketen. Die Arabische Liga spricht von einer ‚gefährlichen Situation‘ – und beruft eine Krisensitzung ein.“

Auch das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran droht zu eskalieren, nachdem zwei US-amerikanische Bürger wegen angeblicher Spionage zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt wurden. Der „Spiegel“ berichtet: „Diese Gefangenenaffäre hat das frostige Verhältnis zwischen Iran und den USA zusätzlich belastet: Zwei US-Bürger waren im Juli 2009 an der irakisch-iranischen Grenze festgenommen worden, wo sie sich nach eigenen Angaben auf einer Wanderung befanden. Nun wurden sie beiden offenbar zu acht Jahren Haft verurteilt. Shane Bauer und Josh Fattal seien des illegalen Grenzübertritts und der Spionage für schuldig befunden worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Samstag.“

In Libyen sind die Truppen der Rebellen inzwischen bis in die Hauptstadt Tripolis vorgerückt und rufen dort die „Stunde Null“ aus. „In Tripolis scharen sich die Truppen von Libyens Diktator Gaddafi, in der Nacht zu Sonntag kam es zu heftigen Gefechten mit Rebellen. Einwohner der Stadt berichten von Auflösungserscheinungen in der Hauptstadt: Den Banken geht das Geld aus, die Kriminalität steigt. Noch sitzen Tausende Ausländer fest.“ schreibt der „Spiegel“ dazu.

Die „Financial Times Deutschland“ macht inzwischen mit folgender Meldung auf: „Experten erwarten Rezession“. Im Bericht dazu ist Folgendes zu lesen: „Wegen der Entwicklung am Markt für US-Staatsanleihen geht Bill Gross, Chef des weltgrößten Anleihehändlers Pimco, von einer anstehenden Rezession in den USA aus. Diese zeige sich in den niedrigen Renditen, sagte Gross der Nachrichtenagentur Reuters. Die Rally bei den Treasuries ’signalisiere nicht nur die Möglichkeit, sondern viel mehr die sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer Rezession‘, führte Gross weiter aus. ‚Es wird zunehmend deutlich, dass die Möglichkeiten der Politik begrenzt sind und sich das Wirtschaftswachstum abschwächt‘, sagte Gross Reuters. Die Renditen von US-Bonds erreichten zuletzt die niedrigsten Stände seit 60 Jahren. Für zehnjährige Treasuries lagen sie am Samstag bei 2,07 Prozent, am Donnerstag waren sie erstmals seit 1950 zeitweise unter die Grenze von 2 Prozent gerutscht. An den amerikanischen Aktienmärkten hatte die Angst vor einer Rezession die Kurse am Freitag nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone wieder ins Minus drehen lassen. Die Wall Street schloss damit die vierte Woche in Folge mit Verlusten.“

Dazu ist zu sagen, dass ich mich schon lange nicht mehr vor einer Rezession fürchte. Die rekordverdächtig niedrige Rendite bei US-Anleihen stehen genauso wie das insgesamt niedrige Zinsniveau schlicht für den Verfall des Geldwerts. Geld ist so wenig wert wie nie zuvor, der Zins als Preis des Geldes tendiert gegen Null. „So retten Sie ihr Geld“ lautete gestern die reißerische Schlagzeile einer deutschsprachigen Zeitung, die mir im Vorübergehen ins Auge sprang. Da ist nichts mehr zu retten, alle Anzeichen deuten auf einen grundlegenden Wandel hin. Ein materialistisch geprägter Mensch mag vielleicht von einer kommenden Rezession sprechen, ich sehe es jedoch vielmehr als das generelle Ende des materialistischen Geldsystems.

Der Wandel ist in vollem Gange und das macht vielen Menschen Angst. Wenn wir uns jedoch daran gewöhnt haben werden, dass es überhaupt nicht mehr um materielle Werte wie Geld geht, dann werden wir bereit sein für das Kommen der Neuen Welt. Die Neunte Welle des Mayakalenders schickt uns alle auf diese Reise. Manche werden daran zugrunde gehen. Doch wer bereit ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und den Wandel anzunehmen, dem steht ein vollkommen neues Leben bevor.

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4 Antworten to “Tag 166”

  1. molinier Says:

    Verletzte durch Hitze und Unwetter bei Papstbesuch

  2. molinier Says:

    „Solche Ausreden zählen irgendwann nicht mehr. Wenn wir den Gesundheitssektor nicht mindestens doppelt so effizient gestalten, dann wird es düster im alternden Europa. In Indien leben 500 Millionen Menschen unter 26 Jahren; sie sprechen alle Englisch, und sie wollen den Weltmarkt erobern. Da dürfen wir nicht bequem werden. Meine Sorge ist, dass wir in Europa über viele Jahre gut verdient haben und nicht mehr denselben ‚Hunger haben wie manch andere Länder. Wir als Unternehmen müssen immer ambitioniert sein.“ SAP-Chef Snabe

  3. shivani Says:

    Das klingt ja interessant. Ich würde mir nie soviel Arbeit damit machen. Das sind wohl die Faultier-Aspekte in meinem Horoskop?
    Kann man denn im Mayakalender auch sehen, dass es durchaus bahnbrechende Veränderungen gibt in der Welt? Als Anregung: mal Videos bei youtube von Förster & Kreuz anschauen. Lohnt sich!


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