Tag 164

19/Aug/2011

Nun hat also gestern die Fünfte Nacht der Neunten Welle begonnen. Und wie zum Beweis erhielt ich am gestrigen Nachmittag folgendes Nachrichten-SMS: „(Ö3-Newsflash 12:58) Terror in Israel: Unbekannte Täter beschießen Busse in Eilat, mehrere Menschen sind tot. Einer der Angreifer wird erschossen.“ Damit rückt Israel, wo es in den letzten Monaten vergleichsweise ruhig zuging, wieder in das Zentrum des weltweiten Terrors. Auch in der Türkei kam es gestern zu einer Zuspitzung der Lage, wie die „Zeit“ berichtet: „Die türkische Luftwaffe hat als Reaktion auf einen blutigen Anschlag kurdischer Rebellen eine Serie von Luftangriffen auf Ziele im Nordirak geflogen.“

Der Beginn der Fünften Nacht machte sich gestern auch an den Weltbörsen bemerkbar. ATX und DAX verloren 5,24 und 5,82 Prozent, der Dow Jones 3,68 Prozent. Für den Deutschen Aktienindex war es der größte Tagesverlust der letzten drei Jahre. „US-Börsen rasen ins Minus – Weltweit beben die Börsen. Es ist ein schwarzer Tag für die Börsen: Der Deutsche Leitindex Dax hat den größten Tagesverlust seit November 2008 hingelegt. Damit summiert sich das Minus seit Anfang August auf mehr als 20 Prozent. Auch der amerikanische Dow-Jones-Index stürzte ab.“ schreibt der „Spiegel“ dazu. Und der ORF berichtet: „Die Kurse an den weltweiten Börsen sind einmal mehr abgestürzt. Börsianer sprechen bereits von einem schwarzen Donnerstag. Der deutsche Aktienindex DAX fuhr mit einem Minus von 5,8 Prozent den größten Tagesverlust seit November 2008 ein. Von Wien über Mailand bis Paris zeigte sich ein ähnliches Bild. Und auch an der New Yorker Börse rasselten die Kurse kräftig nach unten. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 3,6 Prozent. Über die Gründe herrscht Rätselraten.“

Das Rätsel ist leicht gelöst, wenn man den Mayakalender betrachtet. Der Zusammenbruch wird sich in den nächsten Wochen weiter fortsetzen. Schon heute Früh dreht sich die Abwärtsspirale weiter: „Japan stürzt sich tief in den Abwärtstrend – Der Freitag beginnt an der Börse in Tokio unter schlechten Vorzeichen.“ berichtet das „Handelsblatt“.

Ich bin neugierig, wie die Europäische Zentralbank auf diese Situation reagiert. Denn während die Aktienmärkte zusamenbrechen, lag die Inflation zuletzt auf Rekordniveau, in Österreich im Juli bei 3,5 Prozent. Das ist der höchste Wert seit September 2008, dem Höhepunkt der Lehman-Krise. Schon an der Universität hatten wir vor zwanzig Jahren gelernt, dass eine solche „Stagflation“ die gefährlichste Situation für eine Volkswirtschaft bedeutet. Ich bin ja wie gesagt davon überzeugt, dass sich der Wert des Geldes auflösen und daher der Zinssatz in der Eurozone sich an das Niveau in den USA und der Schweiz annähern und in Kürze gegen Null gehen wird.

Die „Nacht der Zerstörung“ hat also in politischer wie wirtschaftlicher Hinsicht bereits am ersten Tag voll eingesetzt. Doch wie es seit den Arbeiten von Joseph Schumpeter nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften bekannt ist, muss Zerstörung nicht nur reine Destruktivität bedeuten, sondern kann auch schöpferisch sein. Diese „schöpferische Zerstörung“ hatte Schumpeter in seinen Arbeiten in ökonomischer Hinsicht dem Idealtypus des Unternehmers zugeschrieben. Ein Unternehmer zerstört laut Schumpeter, um aufzubauen.

Gerade im Angesicht der ganzheitlichen Erleuchtung der Neunten Welle glaube ich daher nicht, dass die jetzige Krise die Ausmaße der Fünften Nacht der Siebenten Welle annehmen wird, in der es zur großen Depression, dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust kam. Die Siebente Welle lag ganzheitlich im Schatten, weil sie gemäß der Götter des Mayakalenders gar nicht erleuchtet war. Dementsprechend war die Krise der damaligen Fünften Nacht von 1932 bis 1952 die größte, die wir bisher auf dieser Welt erlebt haben. Die jetzige Krise wird aufgrund der Charakteristik der Neunten Welle kurz und heftig, aber im Angesicht der ganzheitlichen Erleuchtung wahrhaft schöpferisch sein. Wir erleben gerade auch in dieser Krise die Geburt einer neuen Welt.

Ich bin übrigens seit gestern auf viertägigem Kurzurlaub im Veneto in der Nähe von Venedig. Venedig selbst liegt gemäß Carl Callemans raumzeitlicher Analyse des Mayakalenders genau am Stamm des Weltenbaums, der die östliche Hemisphäre von der westlichen trennt. Dieser Weltenbaum verläuft genau auf der Mittellinie der irdischen Kontinentalmasse entlang des 12. Längengrades Ost und entspricht damit in Europa der Linie Rom-Kopenhagen (siehe „Europa aus der Sicht der Maya„).

Venedig liegt genau an diesem Stamm, wo sich West und Ost verbinden. Im Laufe der Menscheitsgeschichte hat es an diesem Stamm im Zuge der zeitlichen Shiftpoints des Mayakalenders immer wieder die allergrößten kriegerischen Auseinandersetzungen gegeben. Im Angesicht der ganzheitlichen Erleuchtung der Neunten Welle im Osten wie im Westen kann von diesem Stamm jedoch die Heilung ausgehen. In diesem Sinne versuche ich in diesen Tagen gerade hier, die Ganzheitlichkeit der kommenden Welt Innen wie Außen zu erleben und zu fördern. Venedig ist dafür ein denkbar geeigneter Platz.

5 Antworten to “Tag 164”

  1. molinier Says:

    erdbeben in fukushima

  2. molinier Says:

    Auch in Mailand, Paris und London schickte die Angst vor einem Abkühlen der Weltwirtschaft die Börsen auf Talfahrt. „Die extreme Nervosität hält an“, sagte Stefan Chmielewski vom Brokerhaus Lang & Schwarz. Aus Sicht der Analysten von Close Brothers Seydler hat die Furcht vor einer neuen Rezession in den USA Dimensionen erreicht, die vor Wochen noch schier undenkbar gewesen sind. (reuters)

  3. molinier Says:

    die interessante frage ist jetzt welche position man in dieser neuen welt einnehmen will, welches die möglichkeiten sind und sozusagen die aufgabe die man darin übernehmen kann?

  4. molinier Says:

    EU-Ratspräsident Herman van Rompuy will erst im Herbst über die deutsch-französischen Initiative für eine Wirtschaftsregierung beraten. Zum Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, ihn zum Vorsitzenden der von ihnen angestrebten gemeinsamen Wirtschaftsregierung zu machen, twittert er, dass die endgültige Entscheidung vom Europäischen Rat im Oktober getroffen werde.


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