Tag 162

17/Aug/2011

Bei ihrem gestrigen Treffen haben Angela Merkel und Nicolas Sarkozy die Schaffung von Eurobonds offiziell nur am Rande thematisiert. Diese Frage sei derzeit nicht aktuell. Dafür haben sie sich auf eine Finanztransaktionssteuer, eine Schuldenbremse im Verfassungsrang und eine gemeinsame Wirtschaftsregierung für alle Euroländer verständigt. Diese Wirtschaftsregierung soll aus allen Staats- und Regierungschefs unter der Leitung eines Vorsitzenden bestehen und die Budgetgesetze der einzelnen Länder koordinieren. Ich halte diesen Vorschlag für sensationell. Damit werden die Vereinigten Staaten von Europa geschaffen. Kein Wunder, dass dieser Vorschlag bei manchen nationalen Provinzpolitikern sofort auf Ablehnung stieß. Ich persönlich wünsche mir für diese „Wirtschaftsregierung“ eine Kontrolle durch das EU-Parlament sowie die Direktwahl des Vorsitzenden durch das europäische Volk.

Heute haben DAX, ATX und Dow Jones wieder im Minus geschlossen, der SMI lag leicht im Plus. Für viel wichtiger als die heutigen Kursverläufe halte ich die bevorstehende Entscheidung der Schweizer Regierung und der SNB, inwieweit der Franken an den Euro gekoppelt werden soll. Dieser Schritt setzt meiner Ansicht nach den allerersten Baustein zu einer zinslosen Welteinheitswährung. Durch die Koordinierung des Franken mit dem Euro wird die Stabilität des Franken auf den Euro übertragen und der Negativzins gefestigt. Das Loch im aufgeblasenen Ballon des wachstumsgetriebenen Zinsgeldes wird damit um ein gutes Stück größer.

Weltweit gehen wir ohnehin schon in diese Richtung, auch wenn dies erst nach genauer hintergründiger Analyse offensichtlich wird. So beobachte ich nun schon seit einiger Zeit den Umstand, dass jeder Anstieg des Dow Jones mit einem gleichzeitigen Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar einhergeht. Altgediente Ökonomen würden dies damit erklären, dass eine inneramerikanische Umschichtung in US-amerikanische Aktien die US-amerikanischen Anleihen schwächt. Global betrachtet ist es jedoch so, dass damit jeder Anstieg des Dow vom gleichzeitig fallenden US-Dollar zunichte gemacht wird. Für die Welt ändert sich daher zunächst einmal gar nichts.

Da jedoch der US-Dollar immer noch die Leitwährung der Welt ist, in dem alle Rohstoffe und insbesondere Erdöl abgerechnet werden, finanzieren die USA somit ihren Aufschwung auf Kosten der übrigen Welt. Dieser Umstand wäre für den neutralen Beobachter niemals sichtbar geworden, wenn sich nicht mit dem Euro eine zweite Weltwährung gebildet hätte. Und so kann man nun jederzeit bei Vergleich der beiden Intraday-Charts sehen, wie sich die USA zum Nachteil aller anderen Länder bereichern. Kein Wunder, dass nun selbst Präsident Obama neuerdings gegen den Euro wettert, der seiner Ansicht nach für das Schlamassel der US-amerikanischen Wirtschaft verantwortlich ist.

Der US-Dollar ist inzwischen so schwach, dass sogar die Volksrepublik China, die dieses Spiel bisher durch die Fixierung fester Wechselkurse nicht mitgespielt hat, nun zu einer Aufwertung des Renminbi gezwungen wurde. Der Inflationsdruck in China war zu stark geworden, was seit einiger Zeit zu massiven Volksaufständen geführt hat. Dass sie damit gleichzeitig ihre eigenen Dollarreserven abwerten, ist selbstverständlich.

Heute ist der letzte Tag von „Himmel 9“, dem Fünften Tag der Neunten Welle. Er hat uns wie im Mayakalender vorausgesagt den Beginn des Zusammenbruchs des kapitalistischen Geldsystems gebracht. Zur Zusammenfassung dessen möchte ich hier einen Beitrag des Zweiten Deutschen Fernsehens posten, den ich gestern auf Facebook gefunden habe. Es ist ein Bericht des „heute-journals“ des ZDF von vorgestern, dem 15. August 2011, dem 40. Jahrestag der Aufhebung der Goldparität durch US-Präsident Nixon. Ich finde ihn großartig, weil er zeigt, dass das neue Bewusstsein der Ganzheitlichkeit bereits in den Medien des Mainstream angekommen ist:

5 Antworten to “Tag 162”

  1. Dilek Says:

    Hallo..
    ich habe folgenden Vortrag auf youtube gesehn:

    gegen Ende wird der Islam thematisiert: erst hiess der Islam sei erst im Yang entstanden, dann Ying . ich würde das gerne im Rahmen meines Glaubens (d. Islam) verstehen.
    Es gab Zwischenfragen von Frauen zum Islam. ich hab in diesen Fragen irgendwie Ablehnung wahrgenommen..

    Würd mich freuen, wenn ich eine kurze Antwort bekomme. Also ist der Islam laut Maja Kalender Licht oder Dunkelheit?:)

    Dankeschön

    • Peter Wurm Says:

      hallo dilek,

      der islam ist genau im mittelpunkt der fünften nacht der sechsten welle des mayakalenders (434-829 nach christus) entstanden, als der prophet mohammed den koran diktierte.

      die gesamte sechste welle des mayakalenders (31.08.3115 vor christus – 28.11.2011 nach christus), die die letzten 5125 jahre bestimmt hat, war yang-erleuchtet, das heisst die energien des yang (linke gehirnhälfte, der westen, das männliche, das rationale und das analytische) wurden gefördert.

      innerhalb der sechsten welle kam es aber zu dreizehn abschnitten, die jeweils 394,3 jahre dauerten. diese dreizehn „himmel“ entsprechen den sieben tagen und sechs nächten in der schöpfungsgeschichte der bibel (buch genesis). in den ungeraden himmeln, den „tagen“ wurde die welle vorangetrieben, in den geraden himmeln, den „nächten“ ruhte die energie und wurde verarbeitet. die tage sind aktive energie, die nächte sind passive energie, daher sind die tage besonders yang-geprägt und die nächte weniger yang-geprägt, daher eher yin-geprägt.

      die fünfte nacht (himmel 10) ist in allen wellen des mayakalenders dem „herren der finsternis“ geweiht und gilt als „nacht der zerstörung“. am mittelpunkt genau dieser nacht der sechsten welle diktiert der prophet mohammed den koran, um gleichsam in dieser finsternis ein licht anzuzünden. insofern ist der islam im mayakalender eine religion der nacht, gleichsam ein yin im yang.

      es überraschte mich daher angesichts des mayakalenders nicht, dass gerade in der zeit der achten welle (05.01.1999-28.10.2011), die insgesamt yin-erleuchtet war (die rechte gehirnhälfte, der osten, das weibliche, das intuitive und das synthetische), gerade der islam einen weltweiten aufschwung und globale aufmerksamkeit bekam. der islam ist anders als das judentum und das christentum, die beide jeweils an tagen der sechsten welle entstanden waren, eine religion der nacht. das macht auch die massiven gegensätze zwischen diesen religionen auf der welt für mich verständlich.

      abschließend möchte ich hinzufügen, dass „yang“ und „tag“ nicht mit „gut“ gleichzusetzen ist, genauso wenig wie „yin“ und „nacht“ „schlecht“ bedeutet. das war das alte verständnis der sechsten welle, die seit gut 5.000 jahren durch die spaltung von yang und yin geprägt war und deswegen ihre werte mit „gut“ und „richtig“ gleichgesetzt hat. diese zeit ist nun im zuge der ganzheitlich erleuchteten neunten welle des mayakalenders (09.03.2011-28.10.2011) endlich vorbei.

      liebe ganzheitliche grüße

      peter

      • Dilek Says:

        oh vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung..
        ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Maya-Kalender garnicht auskenne, ich stiess per Zufall auf deine Seite und von dort war ich dann bei Youtube und deinem Vortrag gelandet.

        Ich halte nicht viel von Weltuntergangsszenarien, und da du auf deiner Homepage den Maya-Kalender eher mit Bewusstsein und Veränderung assoziiert hast (sagt man das eigentlich so:) fand ich dein Blog mehr als interessant..

        Das Licht der Dunkelheit also..sehr schöne, ganzheitliche Sicht der Dinge und insbesondere d. Religionen.

        Für mich, insbesondere durch persönliche Interpretation des Korans, gehören alle 3 Weltreligionen und auch andere Glaubensysteme zusammen, sie ergänzen bzw. vervollkommnen sich quasi.

        Ich werde deinen Blog weiterhin verfolgen, vermittelt es doch den nötigen Optimismus und Hoffnung den unsere schöne Welt sehr dringend braucht..

        also nochmal ganz lieben Dank und viele grüße

        dilek

  2. molinier Says:

    ich finde diese wirtschaftsregierung einen schritt in die falsche richtung. das heißt einfach das die gesetze und die einzelnen beschlüsse noch mehr nach konzernen und großunternehmen ausgerichtet wird. als ich letztlich in der naehe von bielefeld bei einem schafzüchter war der alles in kleinen nebenserwerb stil machte erzaehlte er mir das durch eine gesetzesaenderung der eu im umkreis 10 kleinere schlachthöfe schließen mußten weil sie die anforderungen nicht mehr erfüllen konnten, kleiner schlachthöfe brauchen aber gewisse auflagen bzw. sind gewisse auflagen für kleinere schlachthöfe unnötig weil sie die sache sowieso im blick haben, wem nützt es den großen, der züchter erzaehlte mir das es für ihn jetzt fast unmöglich ist seine schafe schlachten zu lassen auf die weise wie er es für richtig haelt . dieses von oben drüberfahren einer zentralen stelle ist ineffizent, das ist wie wenn ich mir mit einem rechen die haare kaemmen würde. und ich denke oft zurück an die zeit wo ich mit meinen eltern nach italien gefahren bin geld umwechseln spaeter dann benzingutscheine an der grenze warten und irgendwann waren wir in italien waren wir gaeste, es war irgendwie anders geheimnisvoll – wenn ich jetzt schaue in den großstaedten der welt sieht es überall gleich aus, wien ist da noch eine gewisse ausnahme z.b. aber es zieht auch schon nach also was ich damit sagen will ist grenzen sind per se nicht böse oder falsch. ich weiß das man da nicht mehr zurück kann und das das auch keinen sinn machen würde aber wir müssen uns überlegen was war gut bevor und warum haben wir uns da reinbewegt und wer hat das warum forciert. diese rückbindungslosigkeit heutzutage ist glaube ich ein großes problem diese art der wurzellosigkeit und meine sorge ist das dies ein zu instabile plattform darstellt um wirklich darauf was aufzubauen. Man sollte nicht unterschaetzen welche grundlage wir mitbekommen haben unsere generation dies ist ein völlig anderes fundament und wenn calleman sagt:“Unfortunately, billions of people lack basic knowledge about the Mayan calendar or even when its end date is and without this basic knowledge it is not easy to understand what is happening in the world.“ hat er recht aber ich denke es gibt ein anderes knowledge eben das ich oben beschrieben habe das fehlt und das fehlt um zu verstehen wirklich zu verstehen was mit uns passiert. so hoffe ich auf diesen kern der in jedem menschen ist, spürbar ist und der uns hoffentlich darüber hinwegtragen wird. um hier aber dann doch noch ein aber einzuflechten ich kann mir nicht vorstellen das eine aenderung all der angehaeuften probleme und falschprogrammierungen in 3 monaten möglich ist dies waere wahrlich ein wunder jedenfalls in so kurzer zeit und irgendwo ist die polare welt die polare welt und wird sie wohl immer bleiben. joh 18 36 „Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.“

    • Peter Wurm Says:

      hallo moliner,

      ich verstehe deine skepsis. wenn man die bisherige wirtschaftsentwicklung betrachtet, dann erscheint die schaffung einer „wirtschaftsregierung“ echt retro im geiste der siebenten welle. ich bin aber überzeugt, dass wir inzwischen viel weiter sind.

      wenn zum beispiel diese wirtschaftsregierung ein bedingungsloses grundeinkommen für alle europäischen bürger gegen den widerstand der nationalen politiker durchsetzt, dann ist das ganz in meinem sinne.

      ich glaube, im zuge der neunten welle sind wir bereits soweit, dass das in bälde möglich sein wird. in diesem sinne ist auch die neunte welle „nicht von dieser welt“, wie es im bibelzitat heisst.

      liebe grüße

      peter


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