Tag 156

11/Aug/2011

Heute Früh dominieren trotz massiver Kursverluste an den Börsen die Ereignisse in Großbritannien die deutschsprachigen Schlagzeilen. Aufgrund des massiven Polizeiaufgebots von 16.000 Polizisten alleine in London verlief die heutige Nacht ruhig. Gestern Nacht war es in Birmingham noch zu drei Toten gekommen. Die Ausschreitungen hatten das ganze Land erfasst, in Liverpool, Machester, Birmingham und anderen großen Städten brannten Autos und Häuser. Der „Bild“-Zeitung entnehme ich, dass auch das Restaurant von Starkoch Jamie Oliver Opfer der Verwüstungen wurde.

Die Unruhen in Großbritannien, wo Jugendliche Geschäfte stürmen und randalieren, haben mich an eine Stelle in der Bibel erinnert: „Dann kamen sie nach Jerusalem. Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und ließ nicht zu, dass jemand irgendetwas durch den Tempelbezirk trug. Er belehrte sie und sagte: Heißt es nicht in der Schrift: ‚Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein?‘ Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.“ (Mk 11, 15-17)

Irgendwann kommt der Punkt, wo das Fass überläuft. Dann bricht sich der aufgestaute Unmut seine Bahn. In Großbritannien setzte man seit der Regierungszeit von Margaret Thatcher auf den neoliberalen Kapitalismus auf Kosten des sozialen Standards. Jetzt beginnt man gerade in London, dem größten Finanzplatz Europas, den Niedergang des Kapitalismus zu spüren. Gleichzeitig brechen soziale Unruhen aus. Premierminister David Cameron sagte gestern in Richtung der randalierenden Jugendlichen: „Teile der britischen Gesellschaft sind krank, kaputt und völlig verantwortungslos.“ Ich gehe einen Schritt weiter: Das System der britischen Gesellschaft ist krank, kaputt und völlig verantwortungslos, wie man unter anderem auch am Skandal rund um das Medienimperium von Rupert Murdoch gesehen hat. Aufgrund der massiven Energie im Zuge der Neunten Welle bricht es nun auf wie eine Eiterbeule.

Die Hochfrequenz der Neunten Welle zeigt sich auch in anderen Berichten, die ich kürzlich gelesen habe: Die Sonnenenergie ist aufgrund gewaltiger Eruptionen sprunghaft angestiegen. Ich verfolge diese Entwicklung nicht genau, es dürfte aber am letzten Dienstag, dem Mittelpunkt des Fünften Tages dabei zu einem Spitzentag gekommen sein. Das überrascht mich nicht, ist doch der gesamte Kosmos von den Veränderungen im Zuge der Neunten Welle betroffen.

Der Wandel des Systems macht sich nicht zuletzt auch an den Weltbörsen bemerkbar. „Börsen taumeln“ schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“ dazu. Gestern ist der DAX um 5,13 Prozent, der Dow Jones um 4,62 Prozent abgestürzt. Der Niedergang des Kapitalismus zeigt sich insbesondere daran, dass wir diese gewaltigen Verluste inzwischen schon als alltäglich hinnehmen. Geldwerte brechen in jeglicher Form zusammen und wir gehen zur Tagesordnung über. Ich bin mit dieser Entwicklung sehr einverstanden.

Meine diesbezügliche Vision habe ich gestern in einem Kommentar auf Facebook gepostet. Zum Abschluss möchte ich ihn am heutigen Tag hier zitieren: „weltweit werden alle konten über nacht auf 0 gestellt. als übergang kommt eine zinslose welteinheitswährung und in jedem einzelnen staat ein bedingungsloses grundeinkommen abhängig von der höhe des bisherigen bip. wir wechseln gleichzeitig sofort zur ressourcenbasierten gemeinwohlökonomie. danach kommt die geldlose gesellschaft.“

2 Antworten to “Tag 156”

  1. Glühwürmchen Says:

    Deine Vision, entspricht in groben Zügen auch meiner…..Gedanken schaffen Realität…..
    – ein Tauschhandel finde ich auch gut, Leistung gegen Leistung, es hat doch jeder etwas was er gut kann und gerne macht und etwas was man nicht so gut beherrscht und daher auch vor sich her schiebt
    – auch mehr miteinander als wie gegen einander u.a.

    Wir leben in einer stürmischen Zeit der Veränderung, es ist mir klar, das erst alles zusammen brechen muss, damit dann neues Plaz hat. Da ich Familie habe, kann ich den Blick auch nicht ganz abwenden von all den Gefahren, manches macht auch Angst, anderes erleichtert,
    endlich geht es voran. Doch in letzter Zeit frage ich mich was kommt dann, wie sieht es nach dem 28.10.2011 aus, wie kann ich mir das vorstellen, wo kann ich mich mit einbringen, arbeite ich noch, geht mein Kind weiter in die Schule usw.?
    Wie soll die Zeit dazwischen bewäligt werden, wenn alles zusammen bricht, betrifft es ja auch Schule und Arbeit,öffentlicher Verkehr, Gesundheitswesen und……?

    An dieser Stelle hänge ich fest ,ich komm nicht weiter…

    Herzliche Grüße Kerstin


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