Tag 153

08/Aug/2011

Der heutige Börsenmontag war auf der ganzen Welt mit Hochspannung erwartet worden, schließlich war es der erste weltweite Handelstag, an dem die Supermacht USA nicht mehr uneingeschränkte Bonität genoss. Ich selbst hatte von gestern auf heute Abenddienst und konnte das Geschehen an den Weltbörsen nach dem Heimkommen von Anfang an beobachten. Bevor die großen pazifischen Börsen in Japan, Australien und Südkorea um 2 Uhr Früh starteten, stand der Index des kleinen Neuseeland bereits bei minus 3 Prozent. Japan und Südkorea gingen sofort darauf mit minus 1,4 Prozent in den Handel, Australien mit minus 2 Prozent.

Am Vormittag berichtete der „Standard“ vom ersten kleinen Ergebnis des heutigen Tages: „7:47 Uhr: Die Börse in Taiwan schließt 3,82 Prozent im Minus. Das ist der größte Kursverlust seit 13 Monaten.“ Der Nikkei in Japan schloss bei minus 2,18 Prozent, die restlichen Börsen in Asien noch tiefer.

In Europa starteten Frankfurt und Wien mit Verlusten in die Woche. Der DAX sank zu Beginn um 0,9 Prozent, der ATX sogar gleich um 2,7 Prozent. In Mailand und Madrid kam es dagegen zu Kursgewinnen, hatte die Europäische Zentralbank doch noch in der Nacht beschlossen, ab sofort auch italienische und spanische Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt zu kaufen. Diese umstrittene Maßnahme sorgte auch dafür, dass der DAX in Frankfurt in der ersten Stunde nach Handelsbeginn leicht ins Plus drehte, angeführt von den diesbezüglichen Profiteuren Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz und Münchner Rück. Diese waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen vier Werte, die im grünen Bereich waren.

Von da an ging’s bergab. Alle europäischen Börsen gingen tiefer und tiefer, selbst Mailand und Madrid schlossen im Minus. Frankfurt und Wien legten einen katastrophalen Handelstag hin, der DAX sank zu Handelsschluss unter 6.000 Punkte und endete bei minus 5,01 Prozent, der ATX ging sogar mit minus 6,11 Prozent aus dem Handel. Kein einziges Unternehmen war im Plus. Eine weitere Besonderheit konnte der „Spiegel“ aus Athen vermelden: „17:00 Uhr: Die Aktienkurse an der Athener Börse sind auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gefallen. Der griechische Leitindex setzte seinen Abwärtstrend fort und schloss bei 998,24 Punkten. Das entsprach einem Minus von sechs Prozent und war der niedrigste Wert seit Januar 1997. Leerverkäufe wurden daraufhin ab Dienstag für zwei Monate ausgesetzt.“Alle Börsen der Welt waren gefallen, am schlimmsten erwischte es dabei die Automobilwerte.

„It’s not about debt, it’s about growth today“ sagte ein Analyst auf CNBC anlässlich der Ergebnisse des heutigen Börsenhandels. Der Dow Jones war am Nachmittag mit einem Minus von 2 Prozent in den Handel gegangen und steht jetzt um 18h35 MESZ bei minus 2,9 Prozent, der NASDAQ sogar bei minus 3,87 Prozent. Dafür ist Gold heute bis zum jetzigen Zeitpunkt um mehr als 3 Prozent gestiegen.

Wie auch immer der Dow heute Abend schließen wird, der Negativtrend an den Aktienmärkten wird auch in den nächsten Tagen und Wochen anhalten. Es geht eben nicht um eine Kurskorrektur, sondern ganz radikal um einen Wechsel des Systems, wie er im Mayakalender beschrieben wird. Der Kapitalismus ist gescheitert und bricht gerade zusammen. Über ein weiteres Detail zu diesem Gesamtbild berichtet der „Spiegel“: Die Märkte haben nach Spanien und Italien heute gegen Frankreich zu wetten begonnen. Auslöser dafür dürfte die Einschätzung von Standard & Poor’s gewesen sein, dass Frankreich nicht unbegrenzt helfen könne, ohne sich selbst zu gefährden. Das Triple-A von Frankreich ist in Gefahr und damit die Eurozone als Gesamtes.

Abschließend zu diesem schwarzen Montag möchte ich aus einem Bericht zitieren, den ich heute gefunden habe. Er ist die Top-Nachricht der österreichischen „Kronenzeitung“ von heute Vormittag: Unter dem Titel „Europa droht eine Revolte der Jugendlichen“ schreibt Österreichs größte Zeitung folgenden Satz: „Zu Recht geht diese ‚betrogene Generation‘ jetzt auf die Straße – eine Revolte kündigt sich an.“

Das Boulevardblatt, das sein Ohr ganz nahe an Volkes Stimme hat, schwenkt um. Es sind nicht länger linkslinke Chaoten aus dem Ausland, die da demonstrieren, sondern vielmehr Vorbilder, denen es nachzueifern gilt. Die #spanishrevolution hat den Mainstream erreicht, mehr noch, sie hat nun auch die geballte Macht des Volkes hinter sich. Und dies am Höhepunkt der Wirtschaftskrise, am Mittelpunkt des Fünften Tages. Was für ein schöner Durchbruch! Die Neunte Welle hat gegriffen. Democracia Real Ya!

Advertisements

Eine Antwort to “Tag 153”


  1. Götter sind durch Schöpfungsmythen – es geht um die Schöpfung von Kultur (Arbeitsteilung) und nicht um die „Schöpfung von Natur“ – im kollektiv Unbewussten einprogrammierte, künstliche Archetypen zur Anpassung des arbeitenden Volkes an eine noch fehlerhafte Makroökonomie durch selektive geistige Blindheit.

    Im Dezember 2008 wurde die „heilige katholische Kirche“ darüber informiert, dass allein durch die schnellstmögliche Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die bereits 1916 in dem makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ von dem Sozialphilosophen Silvio Gesell vollständig und widerspruchsfrei beschrieben wurde, die „Finanzkrise“ zu beenden ist, und dass es sich bei diesem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation um nichts anderes handelt, als das von dem Propheten Jesus von Nazareth vorhergesagte „Königreich des Vaters“:

    http://www.deweles.de/files/benedikt_081202.pdf

    Im Januar 2009 folgten die „7 Siegel der Apokalypse“ (Enthüllung) mit dem Hinweis, dass bis zum 1. Januar 2010 etwa 10 Millionen Kinder aufgrund der systemischen Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz (die in Genesis 3,1-24 beschriebene Erbsünde) verhungern würden, und dass allein die offizielle Ankündigung des „Himmels auf Erden“ (Nachfrage äquivalent Angebot) hinreichend ist, um das Elend zu beenden:

    http://www.deweles.de/files/benedikt_090112.pdf

    Außer einer nichtssagenden Eingangsbestätigung des Vatikans erfolgte keine Reaktion:

    http://www.deweles.de/files/vatikan_090131_1.pdf

    Mittlerweile sind seit Februar 2009 über 27 Millionen Kinder verhungert, die Weltwirtschaft steht ganz kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon),…

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/der-bevorstehende-crash.html

    …und bis zum Ende des Maya-Kalenders, der nicht, wie viele noch immer glauben, im Dezember 2012, sondern am 28. Oktober 2011 endet, verbleiben, vom 1. Januar 2010 an gerechnet, genau 666 Tage!

    Für alle, die noch nicht bis zum 5. Siegel vorgedrungen sind: Die „Schlange“ ist ein vorantikes Symbol für die Sparsamkeit.

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert
    http://www.deweles.de/willkommen.html


Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: