Tag 147

02/Aug/2011

Die Zahlungsunfähigkeit der USA scheint fürs Erste nun doch abgewendet zu sein. Das Repräsentantenhaus in Washington stimmte mit 269 zu 161 Stimmen für den Kompromissplan, den die Führer der beiden Parteien am Wochenende ausgearbeitet hatten. Diese Einigung wird weltweit kritisiert. So schrieb das Zentralorgan der chinesischen KP, die Zeitung „Renmin Ribao“: „Zwar haben die USA die Zahlungsunfähigkeit nun praktisch verhindert, aber ihre Schuldenprobleme sind weiterhin ungelöst. Dies wirft einen Schatten auf die Erholung der US-Konjunktur und erhöht auch die Gefahren für die Weltwirtschaft.“ Und der britische „Economist“ urteilte gestern: „Republicans are the clear winner from this deal and the economy is the loser.“

An den internationalen Börsen deutet sich heute ein neuerlicher Einbruch an. Der Nikkei-Index in Japan schloss 1,2 Prozent tiefer, der südkoreanische Index Kospi sogar 2,4 Prozent und der chinesische Leitindex 1,5 Prozent. Darüberhinaus steht das Urteil der Ratingagenturen über den US-Schuldendeal noch aus. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die drei großen US-amerikanischen Agenturen, die die USA bisher ausgesprochen freundlich beurteilt hatten, nun erstmals zu strengeren Bewertungen kommen könnten, was zu großen Turbulenzen an den Finanzmärkten führen würde.

Die verfahrene Situation der Weltwirtschaft zeigt sich auch daran, dass nach Bekanntgabe der schwachen Konjunkturdaten der USA der Euro gegenüber dem Dollar um 0,3 Prozent sank. Europa hat ein finanzielles Problem, das noch lange nicht gelöst ist. Daneben hat China Schwierigkeiten mit seiner eigenen Wirtschaft, was ORF-Online heute zur folgenden Schlagzeile veranlasste: „Chinas eigene Schuldenkrise – Droht Finanzkollaps?“

Wir sind in der Endzeit des derzeitigen Systems angekommen. Wenn ich Materialist wäre, dann würde ich mir langsam ernstlich Sorgen machen, auch dann, wenn ich viel Geld auf der hohen Kante hätte, obwohl die herrschenden Kräfte alles unternehmen, um das jetzige System zu erhalten. Dennoch ist der Zusammenbruch unausweichlich. Er kann auf drei Arten erfolgen, wie der deutsche Professor Hans Bocker im folgenden Youtube-Video beschreibt: Hyperinflation – Staatsbankrott – Krieg. Lehnen wir uns zurück und folgen wir seinen Worten:

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