Tag 141

27/Jul/2011

„Von Moody’s herabgestuft: Zypern im Strudel der Finanzkrise“ schreibt heute der ORF. Daneben steht: „Spanische Bank: Kaka und Ronaldo als Pfand für EZB-Gelder“ Das sind zwei Schlagzeilen, die zeigen, wohin sich die Finanzmärkte bereits entwickelt haben. Zypern ist ein sehr kleines Land, das den Euro sicherlich nicht in den Abgrund reissen kann, es ist jedoch ein weiterer Puzzlestein im gesamteuropäischen Spiel. Und die beiden Fußballer von Real Madrid sind eben aufgrund ihres Marktwertes von einer spanischen Bank an die EZB verpfändet worden. Real Madrid hatte ihren Wert als Sicherheit bei ebendieser Bank hinterlegt.

Viel wichtiger als diese beiden Schlagzeilen scheint mir die bisher fehlende Einigung im US-amerikanischen Budgetstreit zu sein. Der Goldpreis hat heute als Reaktion darauf neuerlich eine Rekordmarke erreicht, weil die Anleger aus dem US-Dollar in Edelmetalle flüchten. Sollte es zu keiner Einigung kommen, dann sind die USA in weniger als einer Woche offiziell pleite. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind unvorhersehbar.

Ich möchte heute hier nochmals anmerken, wie sehr ich von der Reaktion der norwegischen Öffentlichkeit auf das Massaker von Oslo begeistert bin. Da gibt es keinen Zank und Hader, keine Schuldzuweisungen und politische Aufrechnungen, sondern einzig und alleine Trauer und Solidarität. Was für ein wohltuender Unterschied zu den Diskussionen hierzulande. Heute Nacht habe ich sogar geträumt, nach Norwegen auszuwandern. Hier hat sich das universale Einheitsbewusstsein der Neunten Welle anscheinend schon manifestiert. Was für ein schönes Land!

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