Tag 132

18/Jul/2011

„Politikversagen und Bankendämmerung. Das ist das explosive Gemisch, das unser Geldsystem aus den Angeln zu heben droht. Die Investoren verlieren das Vertrauen in die beiden Leitwährungen Euro und Dollar und flüchten ins Gold.“ So schreibt die „Welt“ zum neuen historischen Höchststand des Goldpreises. Ähnlich schreibt die „Financial Times Deutschland“: „Die Schuldenkrise der USA und einiger Euro-Länder treibt die Anleger ins Gold: Das Edelmetall übersprang die 1600-Dollar-Marke und ist damit so teuer wie nie.“

Wenn Gold so viel wert ist wie noch nie, dann heißt das im Umkehrschluss, dass Geld so wenig wert ist wie noch nie. Als US-Präsident Richard Nixon aufgrund der massiven Ausgaben im Zuge des Vietnamkriegs am 15. August 1971 die Eintauschbarkeit von Gold in US-Dollar, die im Zuge des Bretton-Woods-Wechselkurssystems den Wert des US-Dollar als Weltleitwährung garantierte, einfach aufhob, lag der Goldpreis bei 35 US-Dollar. Der Wert der US-Währung ist seither um das 45-fache gefallen, der Goldpreis dementsprechend gestiegen.

Noch zu Beginn des Jahres 2001 lag der Goldpreis bei 270 US-Dollar. In der Zeit der Regierung von George W. Bush ist der Preis dann dramatisch angestiegen, bis zum heutigen Tag. Auch daran lässt sich erkennen, welch übles Regime der junge Bush in den acht Jahren seiner Amtszeit geführt hat. Er war ein Kind seiner Zeit, einer Philosophie des „Anything goes“, die nun vor ihrem Ende steht.

Geld ist so wenig wert wie nie zuvor. In Kürze, so hoffe ich, wird es nichts mehr wert sein. Dann wird die Unterdrückungsherrschaft des kapitalistischen Systems ein für alle Mal ihr Ende gefunden haben. Ich hoffe, dass sich die Neunte Welle des Mayakalenders rasch durchsetzen wird.

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2 Antworten to “Tag 132”


  1. Was passiert, wenn nichts passiert?

    „Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

    Arthur C. Clarke

    Wer aus einem Irrenhaus, in dem Sparer „großer Investor“ spielen, „Spitzenpolitiker“ und „Wirtschaftsexperten“ unfähig sind, die „banalsten Selbstverständlichkeiten“ zu verstehen, und „Geistliche“ glauben, der Prophet Jesus von Nazareth sei nichts weiter gewesen als ein moralisierender Wanderprediger, eine Zivilisation machen will, muss nicht nur die Makroökonomie erklären, sondern auch die Religion wegerklären können. Dabei handelt es sich um eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, die – unabhängig vom so genannten Glauben – es der halbwegs zivilisierten Menschheit seit jeher unmöglich macht, zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus zu unterscheiden: die Grundvoraussetzung des Denkens, sofern es das zivilisierte Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft!

    Wenn es nicht endlich gelingt, die Marktwirtschaft vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus zu befreien, kommt es zur größten anzunehmenden Katastrophe der Weltkulturgeschichte, die von den „Verantwortlichen“ noch gar nicht gesehen wird. Ein unwahrscheinlicher Meteoreinschlag in ferner Zukunft oder ein sehr viel wahrscheinlicherer Atomkrieg in naher Zukunft sind nicht erforderlich, um unsere ganze „moderne Zivilisation“ von einem Tag auf den anderen und irreversibel auszulöschen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

  2. Kashmir Says:

    Ob die mit dem vielen Gold denen ohne Gold wohl was abgeben werden? Hmmm


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