Tag 131

17/Jul/2011

„IWF zu Griechenland-Krise: Bewältigung steht auf ‚Messers Schneide'“ schreibt der ORF heute als Schlagzeile in seinem Online-Portal. Der „Spiegel“ berichtet derweilen: „Wirtschaftskrise: Griechenland droht Massenarmut“. In diesem Artikel geht es darum, dass immer mehr Menschen in Griechenland in die Armut rutschen: „Griechenland spart – und die Zahl der Menschen, die in bitterer Armut leben, wächst dramatisch. Zu Tausenden strömen die Hungrigen zu Essensausgaben, suchen im Müll nach Brauchbarem. Neben der finanziellen Pleite droht dem Land nun der soziale Bankrott.“

Es ist Sommer, es ist heiß und in Österreich vergnügen sich an diesem Sonntag die Menschen im Bad. Währenddessen beginnt das kapitalistische System sein wahres Gesicht zu zeigen, die Fratze des Raubtierkapitalismus voller Gier, Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Der Stärkere setzt sich durch und lässt Berge von Elend und Verarmung zurück. Bei diesem Spiel gehen immer weniger Menschen als Gewinner hervor, immer mehr bleiben auf der Strecke und verelenden. Dieses System gehört abgeschafft und ich hoffe mit Carl Calleman, dass es in wenigen Wochen so weit sein wird.

„Sie macht mir mein Europa kaputt“ jammert Helmut Kohl in einem Zeitungsartikel über Angela Merkel. Es geht noch viel weiter: Die Politik macht diese Welt kaputt. Der Kapitalismus beschleunigt immer mehr und mehr, ungezügelt treibt das Geldsystem sein Spiel auf Kosten der Menschen. Lassen wir es treiben. In wenigen Wochen fliegt es von der Strecke.

Eine Antwort to “Tag 131”


  1. Was religiöse Menschen verstehen

    „Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

    Otto Valentin („Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

    Im Jahr 2007 fehlten allein in der Bundesrepublik Deutschland 38 Millionen (noch) arbeitenden Menschen (Zinsverlierer) im Durchschnitt 1200 Euro monatlich an ihrem vollen Arbeitsertrag, um für 4 Millionen Geld-, Sachkapital- oder Bodenbesitzer (Zinsgewinner) mit höchst ungleicher Verteilung ein (leistungsloses) Kapitaleinkommen von insgesamt 550 Milliarden Euro zu erarbeiten. Dass es der (halbwegs zivilisierten) Menschheit gelang, nach dem 2. Weltkrieg (letzte umfassende Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten) noch so lange zu überleben, ist die wirkliche Überraschung, nicht die „Finanzkrise“ (beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon).

    Die Beendigung der „Finanzkrise“ durch den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation (Natürliche Wirtschaftsordnung) ist keine Frage der Politik, sondern der Religion. Denn nur religiöse Menschen (Untertanen) können ihre (sinnfreie) Existenz – von einem (zwangsläufigen) Krieg bis zum nächsten – in einer kapitalistischen Marktwirtschaft (Zinsgeld-Ökonomie, zivilisatorisches Mittelalter) ertragen, weil sie weder wissen, wozu es Politik und Religion überhaupt gibt, noch die Worte in den Klammern verstehen und auch gar nicht erst verstehen wollen. Das Einzige, was sie eventuell jetzt schon verstehen, ist, dass der Krieg nur solange der Vater aller Dinge sein konnte, wie es noch keine Nuklearwaffen gab.

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html


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