Tag 130

16/Jul/2011

Heute ist 13 Cib im Tzolkin. „An incredibly powerful day, charged with Cib’s innate connection to ancestral and evolutionary lines and 13’s ability to enhance and sharpen perception & intuition. If you seek to heal pain and suffering passed down through your family lines, to liberate yourself from fear, oppression and control, or fulfill unrealized potential, today gives you a powerful blend of energies to call upon.“ So schreibt das Mayan Calendar Portal zum heutigen Tag.

Gestern ist die Österreichische Volksbanken AG gemeinsam mit fünf spanischen und zwei griechischen Banken beim europaweiten Stresstest der EU durchgefallen. Das macht mir große Freude, habe ich doch bei der Volksbank noch einen endfälligen Kredit am Laufen. Heute wird Otto Habsburg, der letzte österreichisch-ungarische kaiserlich-königliche Thronfolger nach einem Requiem im Stephansdom und einem Kondukt durch die Wiener Innenstadt am Nachmittag in der Kapuzinergruft beigesetzt. Ich freue mich wie ein Kind darauf, dabei den österreichischen Bundespräsidenten während des Erklingens der Kaiserhymne mit zusammengepressten Lippen schweigend stehen zu sehen, live vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk des Landes in alle Welt übertragen. Solch eine Perversion gibt es nur in dieser Stadt und dafür liebe ich sie aus vollstem Herzen. Und in der vergangenen Nacht habe ich – ganz im Sinne des oben erwähnten Tagesmottos – den bisher schwierigsten Zen-Koan meines Lebens gelöst: „Meine Mutter behauptet, mein Vater habe ihr Gewalt angetan. Mein Vater behauptet, er habe meiner Mutter niemals Gewalt angetan. Wem soll ich glauben?“

Heute Nacht, nach mehreren Jahrzehnten der Meditation, habe ich diesen Koan gelöst: „Ich glaube keinem von beiden.“

Was für ein herrlicher Tag!

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2 Antworten to “Tag 130”

  1. Peter Wurm Says:

    Ich glaube meinem Vater.

  2. Peter Wurm Says:

    und ich glaube meiner Mutter.


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