Tag 125

11/Jul/2011

Während es in den letzten Tagen auf den Wirtschaftsseiten der Nachrichtendienste recht ruhig zuging, kommen nun neue Hiobsbotschaften aus Italien. Dieses hochverschuldete Land ist seit Ende letzter Woche in den Blickpunkt der Finanzmärkte geraten. Die Kurse an den italienischen Börsen sind massiv gefallen, die Unicredit, die größte Bank des Landes verlor in der letzten Woche gut 20 Prozent ihres Wertes. Internationale Hedgefonds haben begonnen, gegen Italien zu wetten und die Refinanzierungskosten des Landes an den Anleihemärkten stiegen dramatisch an. Die Rendite auf italienische Staatsanleihen liegt derzeit bei knapp sechs Prozent, bei Griechenland hatte sie vor dem Ansuchen um EU-Hilfe acht Prozent betragen.

EU-Ratspräsident Herman van Rompuy hat daher für heute Früh zu einem Treffen der Spitzen Europas geladen. Offiziell steht Griechenland auf der Tagesordnung, doch inoffiziell ist durchgesickert, dass man Sorge hat, Italien könnte zum nächsten Dominostein in der Abwärtsspirale werden. Die Dimensionen eines italienischen Bankrotts wären viel größer als bei Griechenland. Italien ist nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft der EU, die italienischen Banken sind bei deutschen Instituten mit 116 Milliarden Euro verschuldet, bei Griechenland waren es im März nur 17 Milliarden Euro. Die EZB fordert laut einem Bericht der „Welt“ die Verdoppelung des Euro-Rettungsschirms auf 1,5 Billionen Euro.

Meiner Ansicht nach ist damit der Anfang vom Ende erreicht. Italien ist viel zu groß, als dass seine Schwierigkeiten im Vorbeigehen bewältigt werden könnten und ich sehe nicht, wie sich das Problem lösen lassen sollte. Warum sollten die Finanzmärkte Italien aus dem Blickfeld verlieren, wenn sie nun einmal angebissen haben? Was sollte die italienische Situation ändern? Das Land hat die absolut höchste Verschuldung der Eurozone und mit 120 Prozent des BIP die relativ zweithöchste Rate nach Griechenland. Eine Kursänderung ist nicht von heute auf morgen möglich und ich traue der Regierung Berlusconi auch keine hohe Lösungskompetenz in dieser Sache zu. Am Freitag noch hatte der Ministerpräsident seinen Finanzminister Guilio Tremonti persönlich attackiert.

Wenn ich das Wissen des Mayakalenders betrachte, so fällt mir dabei auf, dass sich Italien ganz exakt am Stamm des Weltenbaumes befindet, der sich den 12. Längengrad Ost entlang zieht und den Westen vom Osten der Welt teilt. Griechenland liegt im Osten, Spanien, Portugal und Irland liegen im Westen der Welt. Nun trifft es Italien, das genau in der Mitte der Welt liegt. Ich kann mir gut vorstellen, das von hier aus der Zusammenbruch im Zuge der Neunten Welle erfolgt. Bisher hat es sich links und rechts aufgeschaukelt und nun kulminiert das Problem des materiellen kapitalistischen Systems, das es im Angesicht des Universalen Bewusstseins zu eliminieren gilt. Ich hoffe, dass sich die Ereignisse diesbezüglich im nächsten Monat beschleunigen werden.

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