Tag 86

02/Jun/2011

Heute ist Christi Himmelfahrt. Wir haben alle frei und verbringen den Tag gemeinsam. Die Meldungen zum Weltgeschehen drehen sich um die bevorstehenden Pleite Griechenlands, die Vergiftung durch EHEC-Baktreien in deutschem Gemüse und die Diskussionen über den eben beschlossenen deutschen Atomausstieg.

Ich stelle mir gerade vor, was geschenen wird, wenn Griechenland seine Zahlungen nicht mehr vornehmen kann. Irgendwann in den nächsten Wochen wird es soweit sein. Griechenland kann keine Löhne, Gehälter und Transferleistungen mehr zahlen, genauso wenig seine Zinsen für bereits aufgehäufte Schulden. Was geschieht dann? Woher nehmen griechische Staatsbeamte und Familien ihr Geld? Was machen die Banken, die auf Zinszahlungen warten?

Ich hoffe, dass es schnell geht und die griechische Krise sich wie ein Lauffeuer über Europa ausbreiten wird. Banken gehen pleite und Menschen stehen ohne Geld da. Wenn diese Krise genügend viele Beteiligte trifft, dann wird der Systemwechsel schnell vor sich gehen. Wir werden, wenn wir alle betroffen sind, rasch ein alternatives System einer geldlosen Gesellschaft etablieren. Wenn es dagegen nur wenige trifft, werden die sozialen Spannungen zunehmen und Revolten und Revolutionen an der Tagesordnung sein. Ich hoffe, dass sich die Unruhen auf dem Weg eines Systemwechsels möglichst kurz und schmerzlos gestalten werden. Vielleicht ist es schon nach wenigen Wochen vorbei.

Die neunte Welle des Mayakalenders ist aufgrund ihrer hohen Frequenz dazu geeignet, gesellschaftliche Geschehnisse zu beschleunigen. Dennoch dauert der Krieg in Libyen nun schon mehrere Monate. Die Hauptstadt Tripolis, die genau auf dem 12. Längengrad Ost und damit am Stamm des Weltenbaums des Mayakalenders liegt, ist zur Zeit das umkämpfteste Gebiet der Welt. Genauso wird Mitteleuropa, das an diesem Stamm liegt, in Auseinandersetzungen verwickelt sein. Wir sehen die ersten Anzeichen von Revolten und Revolutionen bereits westlich und östlich davon in Spanien und Griechenland, und in Deutschland beginnen sich die Kundgebungen von „Echte Demokratie jetzt“ im Rahmen der #europeanrevolution zu etablieren.

Ich glaube daher nicht, dass es gerade in Europa in der nächsten Zeit friedlich und beschaulich zugehen wird, ganz im Gegenteil wird die wirtschftliche Krise ganz gewaltige Auswirkungen auf unseren Kontinent haben. Revolten und Revolutionen werden in der nahen Zukunft auf der Tagesordnung stehen, spätestens mit der Zahlungsunfähigkeit Griechenlands wird der Stein massiv ins Rollen gebracht werden. Ich hoffe nur, dass wir alle uns des Zieles einer friedlichen, demokratischen und herrschaftsfreien Gesellschaft ohne Ausbeutung bewusst sind. Dann werden wir diesen Zustand relativ rasch erreichen können. Der Garten Eden ist machbar.

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Eine Antwort to “Tag 86”


  1. Ich kann zwar mit dem Maya-„Zeugs“ nichts anfangen, teile aber Deine sonstigen Einschätzungen. Ich eine schöne Geschichte gefunden, wie uns das Geld trotz Befreiung vom Sklaventum weiter versklavt hält: http://bit.ly/lNmXxd


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