Tag 71

18/Mai/2011

Im „Spiegel“ lese ich, dass die Weltbank das Ende des US-Dollar als Leitwährung voraussagt. Diese Prognose ist deswegen interessant, weil die Weltbank von dem US-Amerikaner Robert Zoellick geführt wird. Als Zeitfenster wird in diesem Statement das Jahr 2025 angegeben, doch ich denke, dass es anhand der Energien des Mayakalenders bereits heuer so weit sein wird. Der US-Dollar wird zusammenbrechen und selbst die Weltbank gibt jetzt eine Prognose in diese Richtung ab.

Zoellicks Gegenüber als Chef des Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, hat inzwischen andere Probleme. Er wurde auf die Gefängnisinsel Rikers Island im East River gebracht und wartet dort in einer Einzelzelle auf den Beginn seines Verfahrens. Während es noch am Montag in ersten Stellungnahmen geheissen hat, DSK habe ein Alibi, weil er zum fraglichen Zeitpunkt mit seiner Tochter Mittagessen gewesen wäre, lässt nun sein Anwalt verlauten, DSK habe mit dem Zimmermädchen „einvernehmlichen Sex“ gehabt. Wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich dem Zimmermädchen mehr als dem Schürzenjäger. Die DNA-Analysen werden den Hergang wahrscheinlich hinreichend nachkonstruieren können.

Gestern sah ich im Nachtdienst in der ARD die Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema Geld, Inflation und Schuldenkrise. Bei dieser Diskussion war auch der unvermeidliche Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Vorsitzender des Bundes Deutscher Industrie dabei. Er plädierte wie immer für eine Spatung des Euro in Nord und Süd. Der ihm gegenüber sitzende Abgeordnete der CDU hielt ihm daraufhin Unverantwortlichkeit vor. Spannend an dieser Diskussion war lediglich, dass sich alle Teilnehmer anscheinend einig waren, dass die Krise größer ist, als von der offiziellen Politik zugegeben. Henkel sagte wörtlich: „Das Geld ist bereits weg.“ Jetzt käme es nur darauf an, wann das auch ausgesprochen werde. Der CDU-MdB verteidigte Finanzminister Wolfgang Schäuble, der sich bisher stets gegen eine Umschuldung Griechenlands ausgesprochen hatte, mit den Worten: „Über so was redet man nicht, man macht es, ohne es vorher anzukündigen.“

Alles in Allem kam ich zu dem Schluss, dass die finanzielle Lage in Europa weit dramatischer ist als offiziell zugegeben. Die Haftungen Deutschlands für die Schuldenländer betragen knapp 400 Milliarden Euro und niemand kann sagen, wann sie schlagend werden. Ich bin wirklich gespannt, wann die Stimmung kippt. Bisher sind es nur Europas Rechte, die gegen die Haftungspolitik mobil machen, der europäische Mainstream versucht, das Problem auf die lange Bank zu schieben. Ich frage mich, wie lange sich Europas Bevölkerung noch mit Beruhigungsfloskeln abspeisen lässt. Irgendwann wird das Kartenhaus zusammenbrechen. Ich tippe, wie gesagt, auf den finalen Crash spätestens Ende August.

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