Tag 67

14/Mai/2011

„Ich sehe jetzt eine riesige Gefahr dadurch, dass meine Branche relativ wenig aus der Krise gelernt hat. Denn die Chancen unfassbar schnell unfassbar viel Geld mit nicht traditionellem Geschäft zu verdienen, sind unheimlich hoch. Ich glaube, dass die nächste Krise nicht über die Immobilien, sondern über die Rohstoffe kommen wird. Es kommt die nächste Krise und sie wird noch ärger sein, als die jetzige.“ Das sagt Andreas Treichl, der Vorstandsvorsitzende  der Erste Bank, Österreichs größter Bankengruppe heute in einem Vortrag für die ÖVP. „Wir haben eine Bilanzsumme von weit über 200 Milliarden Euro und spekulieren mit sieben. Eine deutsche Bank hat einen Bilanzsumme von 2.000 Milliarden und spekuliert mit 1.500. Das sind völlig andere Dimensionen.“

Andreas Treichl ist kein New-Age-Guru, sondern der konservative Vorsitzende der größten österreichischen Bank. Jetzt wird es wirklich langsam ernst, jetzt beginnt sich das Bewusstsein der neunten Welle den kapitalistischen Mainstream zu erfassen. Spätestens jetzt würde ich mein Geld aus den Kapitalmärkten nehmen. Aber wohin damit? Seit in der letzten Woche die Rohstoffmärkte verrückt gespielt haben, ist auch diese letzte Bastion der Geldanlage eingebrochen. Wenn ich Kapitalist wäre, würde ich langsam zu verzweifeln beginnen. Es gibt keinen Ausweg mehr, einzig die Spekulation auf einen Zusammenbruch verspricht noch kurzfristigen Gewinn. Ich warte jeden Tag auf den Crash. Was wird wohl der letzte Auslöser sein?

Wieviel Prozent der Menschheit sind noch fest im Kapitalismus verankert? Wieviele Menschen dagegen hat das neue Bewusstsein bereits erfasst? Es gibt eine schamanische Prophezeiung, die von 144.000 Gerechten spricht, die notwendig sind, um das Überleben der Erde zu gewährleisten. So viele werden es schon sein, aber wie viele Menschen sind bereit, das neue Bewusstsein zu erlangen?  Wie viele aber werden die neue Welt nicht mehr erleben?

Ich denke immer wieder an den schwäbischen Unternehmer Adolf Merckle. Dieser Milliardär hatte im Zuge der Finanzkrise vor zwei Jahren Selbstmord begangen, indem er sich vor einen Zug warf. Auch jetzt hören wir immer wieder von spektakulären Selbstmorden, zuletzt vom deutschen Kunstsammler und Lebemann Gunther Sachs, der sich am vergangenen Samstag in der Schweiz erschoss. Die Energie der neunten Welle ist so hoch, dass ihr nicht jeder standhalten wird können. Ich denke, sie ist das, was in den heiligen Schriften der Christen als jüngstes Gericht bezeichnet wird. Jetzt wird ausgesiebt. Wer schafft es und wer schafft es nicht? Das ist die einzige und entscheidende Frage, vor die wir jetzt gestellt werden.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: