Tag 63

10/Mai/2011

Heute hatten sowohl Der Standard als auch Die Presse die Griechenland-Krise auf dem Titelblatt. Damit hat die Krise des Euro den österreichischen Mainstream erreicht. Es wird von Tag zu Tag immer leichter, den dahinterstehenden Mechanismus zu begreifen. Die Schuldenproblematik wird auf die lange Bank geschoben und damit mittelfristig verschlimmert. Zur Beruhigung der Finanzmärkte wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Der Euro ist heute weiter gefallen. Ich bin gespannt, wann die Stimmung kippt. Ich tippe für Europa wie gesagt noch auf Mai.

Die Geschehnisse um den Mord an Osama bin Laden beschäftigen die Medien ebenfalls. Täglich kommen neue Einzelheiten ans Tageslicht. Heute wurde bekannt, dass noch unter der Bush-Administration einen Geheimplan zur Tötung bin Ladens zwischen den USA und Pakistan geschmiedet wurde. Nun hat die Obama-Regierung die Früchte geerntet.

In Libyen und Syrien wird weiterhin gestorben und Japan wird weiterhin verstrahlt. Doch das beschäftigt heute niemanden, das sind Nachrichten von gestern, obwohl sie immer noch aktuell sind. Unsere Zeit ist so schnellebig geworden, dass die Katastrophen einander im Wochentakt ablösen. Wer redet noch von der Elfenbeinküste, wer von Tunesien? Die Frequenz der neunten Welle ist so hoch wie nie zuvor. Das macht mich sehr neugierig darauf, wie es in der nahen Zukunft weitergeht.

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Eine Antwort to “Tag 63”

  1. goetheist Says:

    Ich sag mal, der Mensch ist garnicht gemacht für soviel schlechte Nachrichten. War er noch nie. Sein natürlicher Zustand wäre friedlicher Natur und jetzt wo sich soviel anhäuft, ist er dazu gezwungen noch schneller zu vergessen und zu verdrängen, wenn man so will.


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