Tag 61

08/Mai/2011

Es ist Sonntag Früh und ich sitze in Berlin in Ahmads Wohnzimmer in Kreuzberg. Ich bin gestern von Wien hierher geflogen, um heute zwei Vorträge über den Mayakalender und die Evolution des Bewusstseins zu halten. Dagmar hatte mich dazu vor mehr als einem Monat eingeladen und gestern unglaublich liebevoll empfangen. Die Gastfreundschaft hier ist sensationell. Gestern hatten wir noch einen sehr schönen Tag und jetzt habe ich recht gut geschlafen.

Als ich gestern noch kurz im Internet surfte, las ich einen „Spiegel“-Artikel, in dem der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn den Austritt Griechenlands aus der Eurozone fordert. „Die griechischen Banken sind so oder so pleite“, wird Sinn zitiert, jetzt geht es darum, dass nicht auch noch die Realwirtschaft nachfolgt. Und daher wäre der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone die bessere Alternative als eine Umschuldung innerhalb des Euroraums.

„Die griechischen Banken sind so oder so pleite.“ Endlich jemand, der das offen ausspricht. Die Konsequenzen daraus sind ohnehin fürchterlich für die bestehende Wirtschaft. Ein Kollaps der Banken bleibt mit Garantie nicht auf Griechenland beschränkt, zu sehr verwoben sind die Kapitalmärkte innerhalb des Euroraums. Der Zusammenbruch ist unvermeidlich, jetzt geht es nur noch darum, in welcher Form er stattfindet. Willkommen in der zweiten Nacht!

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