Tag 54

01/Mai/2011

Am heutigen 1. Mai wurde Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. In Rom feierte eine Pilgerschar von rund einer Million Menschen dieses Ereignis. Als ich gestern mit Carl Calleman durch Wien spazierte, fragte er mich, ob man nicht ein Wunder vollbringen müsste, um selig oder heilig gesprochen zu werden. Und ich erzählte ihm, dass es eine französische Nonne gäbe, die nach dem Gebet an diesen Papst von ihrer Parkinsonkrankheit geheilt wurde. Dies reichte als offizielles Wunder, um den Seligsprechungsprozess in Gang zu setzen.

Als wir gestern gemeinsam die Kaisergruft unter der Kapuzinerkirche besuchten, in der man 1000 Jahre Geschichte innerhalb von zweihundert Metern besichtigen kann, wurden wir daran erinnert, dass auch der letzte österreichische Kaiser Karl selig gesprochen wurde. Eine Frau wurde nach einer Fürbitte an ihn von ihren Krampfadern geheilt. Ich erspare mir jeden weiteren Kommentar dazu, möchte nur meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, wie solch ein Mumpitz zwei Milliarden Menschen begeistern kann.

Carl Calleman meinte bei unserem gestrigen Spaziergang durch Wien, dass es wahrscheinlich die Idee der Versöhnung zwischen dem Menschen und Gott war, die das Christentum derartig erfolgreich machte. Die Vorstellung eines „Sohn Gottes“, der jeden liebt und von jeglicher Sünde befreit, ist wohl ein sehr schlagkräftiges Argument. Darüberhinaus war das Christentum seit jeher von den raumzeitlichen Energien des Mayakalenders begünstigt. Im Jahre 40 nach Christus begann der fünfte Tag der sechsten Unterwelt, der vierhundert Jahre lang die Energie des „Knospens“ vorantrieb. Als im Jahr 434 die fünfte Nacht einsetzte, war das Christentum in Rom schon so weit gefestigt, dass es die Nachfolgeschaft des römischen Reiches antreten und bis heute sich in schier unermesslicher Weise Richtung Westen ausbreiten konnte. Das Christentum ist somit mehr als jede andere Religion innerhalb der Energien des Mayakalenders eine Religion des Lichts.

Ich selbst bin morgen anlässlich der Seligsprechung von Johannes Paul II. nach Rom in den Vatikan eingeladen, um an einem weltweiten Treffen der Blogger teilzunehmen. Ich werde jedoch nicht nach Rom reisen und in Wien bleiben, um Carl Callemans Podiumsdiskussion im Rahmen der Wirtschaftsuniversität Wien zu besuchen. Hier nochmals die Daten für Morgen:

Podiumsdiskussion „Der Mayakalender und das Ende des Geldes“:

  • Dr. Carl Calleman, Forscher und Übersetzer des Mayakalenders, Orsa Schweden
  • Dr. Franz Hörmann, Univ.-Prof. für Unternehmensrechnung, WU Wien
  • Dr. Rainer Born, em. Univ.-Prof. für Philosophie und Wissenschaftstheorie, JKU Linz
  • Dr. Joachim Zyla, Unternehmensberater, Buchautor und Management-Trainer, Wien
Planet SOL Media Zentrum Wien
Gierstergasse 11
1120 Vienna
Montag, 2. Mai 2011 um 19:00 Uhr
The discussion will be held in English and is open to the public.
Der Eintrittspreis beträgt EUR 40,-
Die Veranstaltung wird von www.wientv.org übertragen.

2 Antworten to “Tag 54”

  1. Mahati Says:

    Rom wäre auch nicht schlecht.

  2. Mary Catherine Says:

    Hello Peter! I am a student in the United States interested in the intersection of new media and the Catholic Church. I am contacting the 150 bloggers selected for the Vatican Blog Meeting held in May to understand their experience as bloggers in society today. I understand from this post that you didn’t attend the meeting in Rome, but if you have time, I’d still like to correspond with you concerning your experiences.

    Thanks so much!
    Mary Catherine


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