Tag 49

26/Apr/2011

Gestern habe ich im Kurier ein Interview mit dem früheren österreichischen Landwirtschaftsminister und EU-Agrarkommissar Franz Fischler gefunden, der sich zur Zeit für den Chefposten der FAO bewirbt. Vor dem Hintergrund, dass sich die Lebensmittelpreise im letzten Jahr um 36 Prozent verteuert haben und 44 Millionen Menschen weltweit unter die Armutsgrenze gerutscht sind, spricht Fischler davon, dass die Preiblasen in Kürze platzen werden: „Die Preise sind derzeit eindeutig zu hoch. Die Blase wird platzen wie das Amen im Gebet. Mittlerweile ist das Volumen der Spekulationen schon 15-mal größer als der Wert der Agrarproduktion.“

Man stelle sich das vor! Das Volumen der Spekulation ist 15-mal größer als der Wert der Agrarproduktion selbst. Dieses System ist nur noch pervers. Es wird Zeit, dass es verschwindet. Ich bin nur neugierig, was der letztendliche Auslöser für den Zusammenbruch des Kapitalismus sein wird. Derzeit schätze ich, dass der letzte Anstoß für den Untergang aus Europa kommen wird, vielleicht von einer Umschuldung Griechenlands. Auf jeden Fall vermute ich, dass die erste schwere Krise Anfang Mai, zu Beginn der zweiten Nacht der neunten Welle, stattfinden wird.

Der Mayakalender gibt mir zwar Geborgenheit im Zeitplan der Abläufe, macht es mir jedoch oft schwerer, in der Gegenwart zu bleiben. Ich bin derzeit voll auf die zweite und fünfte Nacht als Zeitpunkt für den Zusammenbruch fixiert und vergesse daher oft, selbst in der Gegenwart zu verweilen. „Now is the moment of power“ heisst es unter anderem im Schamanismus und im Zen geht es überhaupt nur um die Gegenwärtigkeit. Seit ich jedoch Bekanntschaft mit dem Mayakalender gemacht habe, weiß ich um die Abläufe der Zeit und darum, dass es günstige und ungünstige Zeitfenster für jedes Vorhaben gibt. So wie im Kleinen jeder Bauer den Baumschnitt mit dem Vollmond in Zusammenhang bringt, sind im Großen die Vorgänge in der Welt abhängig von den Energien, die im Mayakalender benannt werden.

Es ist kein Zufall, dass das Römische Reich im fünften Jahrhundert nach Christus zusammenbricht, es ist kein Zufall, dass der Zweite Weltkrieg und der Holocaust ein paar Jahre nach der großen Depression stattfinden und die Weltfinanzkrise genau 2008 über uns kommt. Alle diese Ereignisse sind in den verschiedenen Wellen des Mayakalenders Auswirkungen der fünften Nacht, des „Herren der Finsternis“. Und es wird kein Zufall sein, wenn das herrschende System des materiellen Kapitalismus Ende August dieses Jahres den Bach hinuntergehen wird. Ich bin nur gespannt, was bereits in der zweiten Nacht im Mai passieren wird.

Bleiben wir in der Gegenwart. Heute ist mein letzter Urlaubstag und gerade habe ich mit Professor Hörmann die Podiumsdiskussion zum Thema „Der Mayakalender und das Ende des Geldes“ mit Carl Calleman am nächsten Montag Abend fixiert. Sie wird online von wientv.org übertragen. Jetzt mache ich mir einen schönen Tag und lasse den Herrgott einen guten Mann sein. Der Zusammenbruch kommt ohnehin früh genug.

Eine Antwort to “Tag 49”

  1. Magdalena Says:

    Ich kann das gut verstehen, ich erlebe auch eine Art Voraussicht, die einerseits aufregend ist es aber nicht unbedingt leicht macht in der Gegenwart zu bleiben. In meiner Beobachtung vollzieht sich das allerdings auch in meiner Erfahrungswelt in Wellen. Ich verliere mich in der Zukunft und in der Vergangenheit lasse los und bin wieder da usw.


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