Tag 48

25/Apr/2011

Gestern habe ich auf heute.de noch ein Interview mit dem Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark gelesen, in dem dieser wörtlich sagt: „Eine neue Bankenkrise ist eines der Risiken, das zum Beispiel von einer Umschuldung in einem Mitgliedsland der Eurozone ausgehen könnte. Innerhalb der Eurozone sind die Finanzmärkte stark miteinander verflochten. In extremen Situationen, wie der einer schweren Haushaltskrise, kann eine zunächst lokal begrenzte Krise eben auch negative Auswirkungen auf das ganze europäische Bankensystem haben. Das Beispiel Lehman Brothers hat dies gezeigt. Im schlimmsten Fall könnte die Umschuldung eines Mitgliedslands die Auswirkungen der Lehman-Pleite in den Schatten stellen. Diese Risiken werden in der aktuellen Debatte allzu oft vernachlässigt – zu Unrecht.“

Dieses Szenario ist für Europa in nächster Zeit zu erwarten, denke ich. Griechenland wird nicht umhinkönnen, umzuschulden und vor allem griechische Banken werden diese Ausstände abschreiben müssen. Diese Schwierigkeiten werden, wie Stark ausführt, auf ganz Europa übergreifen. Der gesamte Aufschwung steht auf tönenen Füßen.

Eine solche Entwicklung hat für mich keinen Schrecken mehr. Ich erwarte mir den Zusammenbruch des Geldsystems und freue mich auf die Zeit danach. Im Buch “ … und wo ist das Problem …?“, das ich gerade lese, habe ich gestern eine schöne Stelle dazu gefunden: „Es gibt keinen verborgenen Sinn. Bevor ein Mann erleuchtet wird, steht er jeden Morgen auf, bestellt tagsüber sein Feld, kehrt heim zum Abendbrot, geht zu Bett, liebt seine Frau und schläft ein. Aber wenn er die Erleuchtung erlangt hat, dann steht er jeden Morgen auf, bestellt tagsüber sein Feld, kehrt heim zum Abendbrot, geht zu Bett, liebt seine Frau und schläft ein.“

Auf diesen erleuchteten Zustand nach Abschluss der neunten Welle freue ich mich zutiefst.

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