Tag 40

17/Apr/2011

Heute ist wieder Sonntag. Im Tzolkin beginnt eine neue Trecena, die Trecena von Cimi. The Mayan Calendar Portal schreibt heute dazu: „This will be a trecena of transformation, life changes, important transitions. Breathe into it… Let the next 13 days guide your ship steady and strong through the storms of life.“ Diese Trecena endet knapp vor Himmel 4 der neunten Welle, der zweiten Nacht. Ich bin gespannt darauf.

Gestern habe ich auf Facebook ein langes Gespräch mit dem deutschen Physiker Hans-Peter Dürr, Träger des alternativen Nobelpreises gefunden. Er spricht in diesem Interview über seine Forschungsergebnisse in der Physik und eben davon, dass Materie nicht existiert. Sie ist nur ein Hilfskonstrukt, um das Unbegreifliche des Lebendigen irgendwie begreiflich zu machen. Oder wie sein Mentor Werner Heisenberg in einem Satz sagt, den wir letztens im Propädeutikum gehört haben: „Materie ist Geist, der sich seiner selbst noch nicht bewusst geworden ist.“

Das sind die phantastischen Erkenntnisse der neuen Physik. Je mehr man forscht, desto unklarer wird das Ganze. Die wissenschaftliche Physik ist heute schon auf einem erkenntnistheoretischem Niveau, das der Normalverstand auf dem Weg zur Erleuchtung erst erreichen muss. Es geht um das unbegreifbar Lebendige, um nichts sonst. Und da stehen wir vor Rätseln und Paradoxien, die wir in unseren Alltag gar nicht integrieren könnten. Im Alltag geht es darum, innerhalb seiner nächsten Umgebung lebensfähig zu sein. Dafür reichen banale Hilfskonstrukte. Diese sind jedoch nicht wahr. Und so stehen wir vor dem Phänomen, dass die Wirklichkeit in Wahrheit vielleicht gar nicht wirklich ist. „Warum haben wir zwei Beine?“ fragt Dürr beispielweise. „Drei Beine wären doch viel stabiler.“ Aber gerade in dieser Instabilität unserer Wirklichkeit liegt unsere Chance. Erst durch diese Instabilität sind wir gezwungen, gehen zu lernen.

Und dann bringt Dürr in diesem Zusammenhang ein schönes Beispiel für das menschliche Zusammenleben: Zwei einander feindlich gesinnte Menschen sind wie zwei einzelne Beine. Sie sind instabil und nicht gehfähig. Wenn es nun gelingt, statt auf Konkurrenz auf Kooperation zu setzen, dann werden die zwei einzelnen Beine gemeinsam fortbewegungsfähig. Das ist auch die Grundlage des Kosmos, die Carl Calleman anhand des Mayakalenders und der Quantenphysik in seinem Buch „The purposeful Universe“ beschreibt: Wir sind als Menschen Abbild der kosmischen Intelligenz. Und diese kosmische Intelligenz setzt auch den Zeitplan für die Evolution des Bewusstseins, die wir „Mayakalender“ nennen.

Aristoteles hatte ein ganz anderes Bewusstsein als Werner Heisenberg, René Descartes ein anderes als Hans-Peter Dürr. Jede Zeit hat ihr Bewusstsein. Und daher sind die Erkenntnisse der Naturwissenschaften heute so anders als noch vor Kurzem. Im Alltag sind wir nur noch nicht soweit, sie in unser Bewusstsein zu integrieren. Dürr nimmt als Beispiel den Gebrauch eines Handys: „Was machen sie da?“ „Ich telefoniere.“ „Aber wie funktioniert das?“ „Die Telefonwellen schwingen im Äther.“ „Aber Einstein hat den Nobelpreis dafür bekommen, weil er nachgewiesen hat, dass es keinen Äther gibt.“ „Da schwingen Teilchen im Raum.“ „Aber da sind keine Teilchen, die schwingen. Da ist nichts.“ Dennoch telefonieren wir.

Das Leben ist ein großes Geheimnis, in jeder kleinsten Facette. Was geschieht physikalisch, wenn wir verliebt sind? Sobald wir das zu fassen versuchen, ist die Verliebtheit schon wieder vorbei. „Was ist das Gegenteil von Klarheit? Genauigkeit.“ sagt Werner Heisenberg. Und so wird alles Lebendige zerstört, wenn es in Kategorien gefasst werden soll. Das Lebendige ist unfassbar. Und damit haben wir zurechtzukommen. Diesen Zustand zu genießen, das ist das erleuchtete Allbewusstsein.

Zum Abschluss möchte ich hier noch einen Spruch des spirituellen Lehrers Eckhart Tolle, dem Autor von „Jetzt“ zitieren, den ich ebenfalls gestern auf Facebook gefunden habe: „Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit einen Punkt erreicht, an dem eine Transformation des individuellen und kollektiven Bewusstseins notwendig geworden ist. Andernfalls kann dieser Planet die Spezies Mensch nicht mehr lange erhalten. Andernfalls wird sie ausgelöscht.“

So ist es. Schönen Sonntag!

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