Tag 30

07/Apr/2011

Die Europäische Zentralbank wird heute den Leitzins voraussichtlich von einem Prozent auf 1,25 Prozent anheben. Gleichzeitig wird bekannt, dass sich Portugal vom Euro-Rettungsfonds insgesamt 90 Milliarden Euro ausleihen wird. Beide Nachrichten zusammen werden dafür sorgen, dass sich die Krise verschärfen wird. Denn durch die Leitzinserhöhung wird zwar der Anstieg des Preisniveaus verlangsamt, ebenso jedoch auch der Anstieg der Konjunktur. Gerade in den Schuldnerländern Girechenland, Irland und Portugal wird dieses Faktum zu erheblichen Problemen führen. Die sozialen Spannungen werden sich massiv verschärfen.

Dieses System ist am Ende. Ich sehe niemanden mehr, dem es nützt. Einzig ein paar Fondsmanager verdienen sich mit kurzfristigen Spekulationen eine goldene Nase. Alle anderen zahlen drauf. Wenn nun auch schon die bisherigen Profiteure Europa, Nordamerika und Japan in Schwierigkeiten geraten, dann ist das Ende bald erreicht. Auch die USA stecken in einer Krise: „Amerikas Regierung droht der Stillstand, wenn sich die Politik nicht bis Freitagabend auf einen neuen Etatplan einigt. Der 3,8-Billionen-Dollar-Haushalt hängt in der Schwebe.“ schreibt Spiegel-Online. In diesem Streit zwischen der demokratischen Regierung und der republikanischen Parlamentsmehrheit geht es um die Kosten der Sozialsysteme. Die Fronten verlaufen klassisch, die Republikaner wollen die von den Demokraten beschlossene Medicare- und Medicaid-Gesundheitsversorgung privatisieren, um sie effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Die Demokraten dagegen wollen nicht, dass diese Privatisierung auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen wird.

Dieses System ist am Ende. Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Die Zeit ist reif für einen grundlegenden Wandel. Wie könnte er aussehen? Konzepte dafür gibt es genug. Doch letztendlich stehen wir, genauso wie die kommunistischen Staaten beim Zusammenbruch 1989 vor einer ungewissen Zukunft. Wie kann die Zeit des Übergangs zu einem neuen System gemeistert werden? Wir haben wie immer zwei Möglichkeiten, uns zu entscheiden: Entweder Angst oder Vertrauen. Entweder erstarren wir aus Angst vor der Zukunft oder wir vertrauen.

Worauf können wir vertrauen? Auf die Zukunft, auf uns selbst, auf Gott? Ich vertraue auf die neunte Stufe des Mayakalenders. Diese wird uns zur Erleuchtung führen, zurück in den Garten Eden. Die Zeit davor wird schwierig. Es werden große Krisen folgen, teilweise haben sie uns schon erreicht. Ich warte darauf, dass sich die Energie der Proteste in den arabischen Staaten auf Europa ausweitet. Bis Griechenland ist sie schon gekommen. Von dort aus werden die Proteste auf ganz Europa übergreifen. Der Druck wird von Tag zu Tag größer. Es wird Zeit für den Wandel.

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Eine Antwort to “Tag 30”

  1. Johann Says:

    Na ob ich mit solchen Gottvertrauen darauf blicken könnte? hm… oder die Mayas haben doch Recht – aber dann wäre es auch schon bald wieder egal.?!


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