Tag 28

05/Apr/2011

Gestern hat Barack Obama bekannt gegeben, dass er für eine weitere Amtsperiode kandidiert. Dieser Schritt erfolgt ungewöhnlich früh, noch nie hat ein Präsident eineinhalb Jahre vor der nächsten Wahl seine neuerliche Kandidatur angekündigt. Obama will damit seine Anhänger hinter sich scharen und die derzeitige Führungslosigkeit der Republikaner ausnützen. Außerdem spekuliert er angeblich mit Wahlkampfunterstützung in der Höhe von einer Milliarde Dollar.

Ich habe von diesem Schritt gestern in einem Mail und danach auf Facebook erfahren. Obama setzt zu diesem frühen Zeitpunkt ausschließlich auf die neuen Medien, in den alten Medien hat er keine Erklärung abgegeben. Dennoch war sein Entschluss gestern die Spitzenmeldung der internationalen Nachrichtendienste.

In der Elfenbeinküste haben die UNO und Frankreich an der Seite des im Dezember gewählten Präsidenten Alassane Ouattara eingegriffen. Im Online-Standard wird berichtet, dass sich die Afrikanische Union massiv gegen diesen Einsatz ausgesprochen hat, während Spiegel-Online meldet, dass der abgewählte Präsident Laurent Gbagbo daraufhin einen Waffenstillstand angeboten hat. Wie auch immer, das Match zwischen den beiden Kontrahenten scheint zugunsten des demokratische gewählten Ouattara entschieden. Es ist nur noch eine Frage, wie viele Tote in diesen Kämpfen noch folgen werden.

Der gestern von mir zitierte Abschnitt aus dem Matthäusevangelium macht mir zu schaffen. Ich bin mir nicht gewiss, wie viele von uns im Zweifelsfall dem Mammon abschwören und ich weiß nicht, wie sehr ich selbst dazu in der Lage bin. Zu angespannt ist meine persönliche finanzielle Situation zur Zeit. Natürlich bin ich bereit, zu leben wie die Vögel unter dem Himmel und die Lilien auf dem Felde, aber ich weiß dennoch nicht, wie ich den finanziellen Alltag meistern soll. Ich spare, wo ich kann und trotzdem reicht das Geld hinten und vorne nicht aus. Klarerweise ist es auch bisher immer noch irgendwie gegangen, aber schön langsam wird es brenzlig. „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden?“ Bin ich ein Heide, wenn mir manchmal mulmig wird bei diesem Gedanken?

Wenn es mir selbst schon so schwerfällt, das unendliche Gottvertrauen zu halten, wie kann ich es von anderen verlangen? Wie kann ich hoffen, dass wir uns in der neunten Stufe des Mayakalenders der unendlichen Gegenwart des erleuchteten Allbewusstseins nähern, wenn ich selbst immer wieder von tiefen Zweifeln geplagt werde?

„Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.Na, hoffentlich…

%d Bloggern gefällt das: