Tag 26

03/Apr/2011

Als wir gestern beim Frühstück saßen, fragte mich Christina: „Glaubst Du wirklich, dass das kommt, was Du schreibst, die Geldentwertung?“ „Ja, natürlich.“ „Aber in vier Monaten???“ „Ja.“ Und dann sprachen wir darüber, was das für uns konkret bedeuten könnte.

Würde sich für uns etwas ändern? Im besten Falle nichts. Wir würden weiterhin arbeiten gehen und wir würden unseren Lebensstil nicht ändern. Wenn Güter nichts mehr kosten, werden wir trotzdem nicht mehr als notwendig kaufen. Gestern kauften wir beispielweise Waschmittel und Toilettartikel in einem Drogeriemarkt und danach eine Wurstsemmel im Supermarkt. Wenn das alles nichts mehr kostet, dann kaufe ich auch nicht doppelt soviel Waschmittel oder vier Wurstsemmeln. Ich kaufe oder nehme mir genau das, was ich brauche.

Das war ja auch die Idealvorstellung der Marktwirtschaft. Die Marktwirtschaft war darauf angelegt, in einer arbeitsteiligen Gesellschaft jedem Teilnehmer die Freiheit zu geben, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Doch durch das Zinssystem ist Geld vom Tauschmittel zum Selbstzweck verkommen. Dadurch ist das System in Schieflage geraten. Manche hatten viel mehr Mittel, als notwendig waren, viele hatten zuwenig. Je freier die Marktwirtschaft angelegt war, umso größer wurden die Ungleichheiten.

Der Globus ist heute in der Lage, zwölf Millionen Menschen zu ernähren. Alle Menschen dieser Welt könnten bereits jetzt ihre Bedürfnisse befriedigen. Doch das System des Kapitalismus mit Geld als Selbstzweck verhindert das. Der Fehler liegt im System. Wenn nun Geld als Sebstzweck wertlos wird, dann ist dieser Fehler behoben. Diese Korrektur erhoffe ich mir für Ende August.

Gestern Abend war ich bei meiner Tante zum Essen eingeladen. Auch dort sprachen wir über den Zusammenbruch des Kapitalismus Ende August. Meine Tante war überhaupt nicht begeistert. „Wofür soll das gut sein, wenn alles in Schutt und Asche liegt?“ „Es liegt ja nichts in Schutt und Asche, es bleibt ja alles bestehen, nur Geld ist nichts mehr wert.“ „Aber dann wird keiner mehr arbeiten.“ „Warum nicht? Ich zum Beispiel werde weiter arbeiten gehen.“ „Ja, aber die Supermarktkassierin geht nicht mehr arbeiten. Die geht nur arbeiten, weil sie Geld dafür bekommt. Oder der Polizist. Welcher Polizist geht weiter arbeiten, wenn er kein Geld dafür bekommt? Dann ist es mit der Sicherheit vorbei und das Chaos bricht aus.“

Vielleicht bin ich naiv, aber wenn Menschen nur deswegen arbeiten, weil sie Geld dafür bekommen, dann ist das System krank. Wenn es wahr ist, dass die Supermarktkassierin nur arbeitet, weil sie in ihrer Not dazu gezwungen ist, dann ist das der Urzustand der Ausbeutung. Dann gehört dieses Sytsem erst recht geändert. Warum sollte die Kassierin eine Arbeit verrichten, die nicht ihren Bedürfnissen entspricht? Nur weil die besitzende Klasse sie dazu zwingt?

Nein, danke. Dieses System gehört abgeschafft. Der Kapitalismus gehört überwunden, ganz im Sinne von Karl Marx, bei dem es heisst: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ Doch Marx war dialektischer Materialist. Daher war seine Kritik am materialistischen Kapitalismus punktgenau, sein Lösungsansatz jedoch zweifelhaft. Marx konnte als Kind der siebenten Stufe des Mayakalenders den ausbeutenden Materialismus nicht überwinden. In den Energien der neunten Stufe jedoch sind wir nun dazu in der Lage. Der Wandel wird kommen. Er ist im Sinne der Maya gottgegeben. Es kommt nur darauf an, wie wir Menschen damit umgehen.

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2 Antworten to “Tag 26”

  1. Silvia Huwyler Says:

    .. und wenn wir doch schon mit Ausbeuten aufhören, dann machen wir doch bei den Tieren nicht halt und verzichten auf unsere Wurstsemmel…!


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