Tag 15

23/Mrz/2011

Die Geiselnahme in Klosterneuburg wurde noch gestern beendet. Nachdem die Geisel von der Polizei befreit wurde, jagte sich der Geiselnehmer eine Kugel durch den Kopf. Kurz darauf verstarb er. Er war Gestütsbesitzer gewesen und hatte Schwierigkeiten mit der Behörde gehabt, da er eine Strafe nicht bezahlen konnte. Weil seine Pferde nun vor der Pfändung standen, drehte er durch.

Diese Nachricht bringe ich mit dem Mayakalender nicht zwangsläufig in Zusammenhang. Geiselnahmen hat es immer schon gegeben. Einzelne und global recht unbedeutende Geschehnisse wie dieses in einen größeren Kontext zu bringen, ist eher sinnlos. Fakt ist nur, dass sich die Gesamtenergien intensivieren, was man auch im Großen wahrnehmen kann.

Gestern habe ich die Analyse der Zustände in Arabien des ORF-Nahost-Korrespondenten Karim El-Gawhari in der taz gelesen. Er spricht von den Ereignissen „im Windschatten Libyens“, den Unruhen in Bahrain, Syrien und im Jemen. Jedes dieser Länder wäre unter normalen Umständen eine eigene Titelgeschichte wert. Doch angesichts der Entwicklungen in Japan und in Libyen bleiben sie beinahe unbeachtet. Das sagt viel über die Zustände der Jetztzeit aus. In der Zeit im Bild 2 wurde gestern erwähnt, dass der britische Premierminister David Cameron die Ereignisse im Nahen Osten für die bedeutendsten unseres noch kurzen Jahrhunderts hält, wichtiger noch als Nine-Eleven oder die Finanzkrise.

Und das ist erst der Anfang. Die Welt verspricht spannend zu werden.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: