Dritter Tag

11/Mrz/2011

Auf dem Weg zur universalen Erleuchtung hat heute Früh in Japan ein schweres Erdbeben mit anschließendem 10-Meter Tsunami stattgefunden. Die japanische Regierung spricht vom schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes. Eine 10 Meter hohe Flutwelle ist für mich eigentlich fast unvorstellbar. Es ist unglaublich, welche Kräfte hier am Werk sind. Ich weiß über Opferzahlen nichts Genaueres, ich weiß nur, dass für die gesamte Pazifikregion von Nordamerika bis Südostasien eine Tsunamiwarnung ausgegeben wurde. Außerdem weiß ich, dass sich Endzeitszenarien mit Naturkatastrophen gut vertragen, und die letzte Stufe des Mayakalenders ist ein solches Endzeitszenario.

Gestern wurde im Vorfeld des heutigen EU-Sondergipfels die Kreditwürdigkeit Spaniens von der Ratingagentur Moody’s auf AA2 herabgestuft. Spanien ist somit – genau so wie Italien – kein erstklassiger Schuldner mehr. Das ist die ökonomische Seite des Endzeitszenarios. Ich erwarte mir, dass sich dieser Prozess in den nächsten Monaten beschleunigen und dass es in Europa zu massiven Ausfällen kommen wird. Am Ende steht meiner Ansicht nach eine Zahlungsunfähigkeit der USA, die schon heute nicht mehr völlig unwahrscheinlich erscheint. Das wäre der Super-GAU für die kapitalisitische Kreditwirtschaft und ein möglicher Auslöser für den Zusammenbruch der Weltwirtschaft, den ich für Ende August vorhersage.



Gerade lese ich, dass es aufgrund des japanischen Tsunamis zu einem Kurssturz an der Tokioter Börse kam. Der Nikkei-Index schloss um 1,7 Prozent tiefer und auch der Yen kam unter Druck. Die japanische Notenbank sagte Unterstützung zu, doch das wird auf Dauer nicht helfen. Gerade diese massiven Unterstützungen im Rahmen der ökonomischen Krise führen langfristig genau zu der Geldentwertung, vor der wir stehen. Da trifft es sich gut, dass ich vorgestern einen Newsletter der Grünen Wirtschaft erhalten habe, in dem sie sich mit der ungewissen Zukunft des Geldes und unseren diesbezüglichen Handlungsmöglichkeiten auseinandersetzt. 

Ich selbst bin ja seit meiner Arbeit als Tankstellenpächter ebenfalls Schuldner, da ich dadurch immer noch einen endfälligen Kredit bediene. Andererseits bin ich glücklicher Besitzer einer kleinen Eigentumswohnung. Vielleicht ist das angesichts der krisenhaften Umstände gar keine so schlechte Kombination. Ich träume daher angesichts des ökonomischen Endzeitszenarios von einem weltweiten Schuldenerlass. Dieser würde aufgrund der gewaltigen staatlichen Verschuldung auf globaler Ebene jedem Steuerzahler nützen und ausschließlich die Besitzenden treffen – vor allem die Eigentümer von Banken und Fonds. Insofern wäre ein solcher globaler Schuldenerlass ein phantastischer Transformationsprozess zu einer neuen Weltwirtschaftsordnung. Die Tyrannei der Zinsgewinner wäre ein für alle mal zu Ende.

Im Zuge der ökonomischen Krise stehen wir vor einer grundlegenden Wertedebatte. Was ist uns etwas wert? Und wenn es wahr ist, dass die neunte Stufe des Mayakalenders ganzheitlich erleuchtet ist, dann werden die zukünfigen Werte keine materiellen mehr sein. Heute noch flüchten ängstliche Zeitgenossen in Gold und andere Rohstoffinvestments, was zu massiven Preisanstiegen führt. Doch das ist viel zu kurzfristig gedacht. Was ist der wahre Wert von Gold? Wozu soll ein funkelndes Metall gut sein? Gold hat nur einen Wert, wenn ich in der Materie und meinen Ängsten verhaftet bin. In der Zukunft ist das wertlos. Wenn wir wirklich vor einer universalen Erleuchtung stehen, dann werden weiche Werte wie Bildung und Sozialverhalten wichtig, Werte, die im Buddhismus „Compassion“ und im Christentum „Nächstenliebe“ genannt werden. Der Wert der Zukunft ist der umfassend gebildete, soziale Mensch.

Ich habe mich entschieden, diesen Weg zu gehen. Ich habe unter großen Schmerzen und Anstrengungen mein Engagement in der freien Wirtschaft beendet und bin Behindertenbetreuer geworden. Das ist zuerst einmal ein ungeheurer ökonomischer Verzicht, aber auch emotional gewaltig herausfordernd. Um diesen Weg auch weiter zu gehen, habe ich nun die Psychotherpieausbildung begonnen. Und so gehe ich jetzt zu meinem ersten Termin bei einem neuen Therapeuten und danach zum ersten Wochenendseminar des Propädeutikums. Immer wieder frage ich mich, warum ich mir das antue. Aber wenn ich mir das Wissen der Mayas zu Gemüte führe, dann bin ich mir meines Weges wieder gewiss.

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