Die jüdischen Siedler

01/Nov/2009

Die Verhandlungen um ein friedvolles Zusammenleben der Völker diesseits des Jordan scheinen in einer Sackgasse zu stecken. Anlässlich des Besuchs von US-Secretary Hillary Clinton weigert sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, ohne vorherigen Siedlungsstopp mit der israelischen Regierung zu sprechen, während ihm genau dies der israelische Ministerpräsident vorhält.

Ich verstehe das Problem, sehe jedoch eine sehr einfache Lösung: Isaaks Rabin Motiv zu den damaligen Verhandlungen in Oslo war es, dass ein Groß-Israel samt Cisjordanien von den palästinensischen Arabern samt ihrer hohen Geburtenrate langsam, aber sicher unterwandert und ausgedünnt werden würde. Nun steht Mahmud Abbas vor genau dem gegenteiligen Problem: Jüdische Siedler unterwandern seinen Palästinenserstaat.

Im Grunde ist es wurscht. Entweder leben diese Juden in Israel mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit jüdischen Regierung, oder sie bleiben in Palästina mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit arabischen Regierung. Entweder kehren sie zurück nach Israel oder sie werden sich in einem Palästinenserstaat zurechtfinden müssen. Und beide Seiten werden lernen, mit Minderheiten in ihrem Land zu leben. So wie wir Österreicher auch…

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