Der Exil-Jude

26/Aug/2009

Die aktuelle Diskussion über den österreichischen Antisemitismus in Vorarlberg zeigt wieder einmal, wie geistlos und vorhersehbar öffentliche Diskussionen in unserem Land geführt werden. Die Beantwortung der folgenden Doppelfrage macht anschaulich, worum es in Wahrheit immer wieder geht. Einfach zum Nachdenken:

Wie heißt der Obmann der FPÖ Vorarlberg?
Wie heißt der Direktor des jüdischen Museums Hohenems?

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2 Antworten to “Der Exil-Jude”

  1. Alex Says:

    Gibt es eine politische Erbsünde für Österreicher?

    Nehmen wir eimal an Herr Egger hätte irgendeinen anderen Kritiker z. B. als „christlichen Exil-Vorarlberger“ bezeichnet, so würde diese Definition lediglich eine politische, religiöse Gesinnung sowie nationale Herkunft in Kurzform definieren.

    Sobald aber das Wort „christlich“ durch „jüdisch“ ausgetauscht wird steht alles in einem anderen Licht bzw. Kontext da.

    Gibt es so etwas wie eine „politische Erbsünde“???

    Oder gibt es in diesem Land Menschen die Kapital aus den Nazi-Verbrechen vergangener Generationen schlagen wollen?

    Ich kann nicht verstehen weshalb eine derartige Überreaktion in den Medien stattfindet!

    Sind obligatorisch sämtliche Nachkommen der Opfer automatisch auf einem Sonderstatus und können umgekehrt jede Kritik üben ohne dafür eine Rüge zu erhalten?

    Sind wir Nachkommen in zweiter oder dritter Generation zum Kniefall verpflichtet?

    Natürlich ist jeder Mensch auf Grund seiner Religion in gewisser Form ideologisch ausgerichtet.

    Somit macht diese Beifügung der Religionszugehörigkeit im Bezug auf politische Gesinnung schon einen gewissen Sinn!

    Ich habe zumindest kein Problem damit wenn mich jemand als Christ bezeichnet obwohl die Christen auch schon verfolgt wurden…!

    Ich brauche weder einen Sonderstatus noch politische Unterstützung.

    Im Zuge des Wahlkampfes wird das Ganze einfach nur ausgeschlachtet um vor den WAHREN Problemen im Land abzulenken.

    Herr Egger hat einfach Mut zur Wahrheit!


    • wie bitte??

      immer noch nicht geschnallt? das ist zwar bemüht viel text, aber völlig am thema vorbei. es geht hier nicht darum, ob man die angehörigen einer religion so bezeichnen darf. es geht darum, dass dieser vorarlberger FP-heini nicht gemerkt hat, in welcher umgebung er sich befindet und seine dumpfen schenkelklopferwitze aus dem burschenschaftskeller öffentlich gemacht hat. ich kann auch über „de depperten weiber“ raunzn und hinterher in langen abhandlungen darauf hinweisen, dass das wort weib in der bibel steht und wer was gegen „depperte“ sagt ist ein intoleranter abwerter von behinderten menschen. sie verbiegen sich und winden sich und Österreich und Alex spielen mit.


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