Die schwierigste Aufgabe meines Lebens

25/Jun/2009

Ich habe lange gebraucht, um eine positive Alternative zum Monotheismus zu finden. Das war die schwierigste Aufgabe meines Lebens.

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22 Antworten to “Die schwierigste Aufgabe meines Lebens”


  1. und wo bist du angekommen?

  2. Harald Lang Says:

    Ich rate einmal: Agnostizismus?

  3. Peter Wurm Says:

    Tja, lieber Herr Lang, das war ja das Problem: Der A-gnostizismus definiert sich genau so wie der A-theismus aus der Negation heraus, ist also blöderweise keine (formal) positive Lösung. Daran habe ich fast zwanzig Jahre lang gekiefelt…

  4. Harald Lang Says:

    Was ist für Sie wichtiger:
    Die rein formale Verneinung des Gnostizismus durch die Wortkonstruktion „A-Gnostizismus“ oder die für Sie persönlich eventuell positive Erkenntnis, die sich mit der Bedeutung des Begriffs „Agnostizismus“
    verbindet?

  5. Harald Lang Says:

    Ich hatte eigentlich mehr vor Augen, dass die Bedeutung des Begriffs „Agnostizismus“ zu einer für Sie persönlich positiven Erkenntnis führen könnte.
    Positive Definition von „Agnostizismus“?
    Ich versuch’s einmal:
    Das Erkennen unseres Wissens in Bezug auf den Begriff „Gott“.

  6. Harald Lang Says:

    Die Erkenntnis unseres Wissens in Bezug auf das Numinose (= das Göttliche als unbegreifliche Macht)sagt uns, dass eine Welt mit „Gott“, als auch ohne „Gott“, reine Vorstellung ist.
    (Frei nach Arthur Schopenhauer).

    Oder mit anderen Worten:
    Der Mensch muss das Wissen aufheben, um zum Glauben zu gelangen.
    (Frei nach Immanuel Kant).

    Deswegen denke ich, dass ein Agnostiker ein angenehmer Zeitgenosse ist, da er weder mit Theisten noch mit Atheisten in
    „Glaubenssachen“ in Streit geraten kann. Diese, rein theoretisch, fehlende Streitbereitschaft wird ein Agnostiker möglicherweise für sich persönlich als „positiv“ empfinden.

  7. Harald Lang Says:

    „Scio nescio“.

  8. Harald Lang Says:

    Natürlich, denn schließlich leben wir in einer dualistischen Welt, in der das „Nein“ genauso seine Berechtigung hat wie das „Ja“ !!

    Verneinung und Bejahung.

    Yin und Yang.

    Shiva und Shakti.

    Die Überwindung dieser Dualität ist auch eine schwierige „Lebensaufgabe“.

    • Peter Wurm Says:

      Ich widerspreche ein wenig. Ich denke, wir leben nicht in einer dualistischen Welt, sondern in einer bipolaren. Das ist ein bisschen ein Unterschied. Unsere gewohnte Erkenntnis dessen jedoch ist dualistisch und das halte ich wie Sie für überwindungswürdig. Das Ziel ist für mich die Ganzheitlichkeit.

  9. Harald Lang Says:

    Was ist Ihrer Meinung nach der Unterschied der Bedeutungen zwischen den Attributen
    „dualistisch“ und „bipolar“?
    Denken Sie wirklich, dass der Monotheismus ein dualistisches oder bipolares Welt- bzw. Gottesbild ausschließt?

    • Peter Wurm Says:

      Dualistisch ist „entweder-oder“. Bipolar ist „von-bis“.

      Der mir bekannte dreifache Monotheismus der herrschenden abrahamitischen Religionen scheint nur die Dualität zu kennen, vor allem im Moralischen (Brennender Dornbusch versus Goldenes Kalb, Gott versus Teufel, Gläubige versus Ungläubige), nicht jedoch die Bipolarität. Leider. Ich halte das für katastrophal und das Grundübel unserer derzeitigen Welt.

      • Peter Wurm Says:

        Der herrschende monotheistische Gott ist in allen seinen drei Ausprägungen ein Gott der Spaltung. Das ist die letztendliche Ursache von Krieg und Vernichtung.

  10. Harald Lang Says:

    Also doch (Theravada-) Buddhismus und damit Agnostizismus?

  11. Harald Lang Says:

    Ja, der Buddhismus ist wie ein großes Haus mit vielen Stockwerken:
    Fast jeder Mensch findet dort eine Wohnung.

  12. Peter Wurm Says:

    es ist hunab-ku.


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