Der Papst in Israel

11/Mai/2009

Seit heute besucht das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche das „heilige Land.“ Dieser Besuch wird von allen Seiten  als überaus heikel bewertet. Nun war er gerade  in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, nicht jedoch im angeschlossenen Museum, das sonst zum Pflichtprogramm aller ausländischen Staatsgäste gehört, weil dort eine kritische Inschrift über das Schweigen von Pius XII zur Shoah angebracht ist.

Benedikt XVI hat nun in Yad Vashem die zentrale Rede seines Besuchs in Israel gehalten. In den deutschen Medien wurde sofort über die „heftige Kritik“ daran und die „Enttäuschung“ darüber berichtet, auf BBC ist sie kommentarlos zu hören. Und so kann man vernehmen, mit welchen Worten Benedikt seine Rede schließt:

„And may all people of good will remain vigilant in rooting out from the heart of man anything that could lead to tragedies such as this.“

„… tragedies such as this.“ Mit diesem simplen Ende stellt der Papst das gesamte Selbstverständnis des Judentums in der Einzigartigkeit und Unvergleichlichkeit des Holocaust in Frage. Genau so wie in seiner Regensburger Rede den Islam, so stößt er auch hier mit dem Judentum den zweiten konkurrierenden Monotheismus radikal vor den Kopf.

„… tragedies such as this.“ Ist der Ratzinger Seppl einfach dumm, unglaublich perfid oder schlicht genial?


Eine Antwort to “Der Papst in Israel”

  1. Peter Wurm Says:

    Seppl, ich will ein Kind von Dir!


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