Constantinis Paukenschlag

19/Mrz/2009

Allen Umständen zum Trotz bin ich ein Anhänger der österreichischen Fussballnationalmannschaft. Mein erstes erinnertes Erlebnis mit ihr war ein Bericht im „Kurier“ nach dem 9:0 (in Worten: Neun zu Null) gegen Malta in Salzburg im Jahre 1977, wo mein späteres Idol Hans Krankl ein halbes Dutzend Tore schoss. Mein zweites Erlebnis war Herbert Prohaskas „Spitz“ zum 1:0 Auswärtssieg gegen die Türkei in Izmir, das dritte der Stadionbesuch mit meinem Vater, meiner Mutter und meinem kleinen Bruder 1978 gegen Holland (ordnungsgemäß: die Niederlande) unter Ernst Happel, wo Arie Haan das entscheidende Tor gegen uns schoss. Cordoba hat also für mich bereits eine Vorgeschichte, wozu auch die Siege gegen Spanien und Schweden und die Niederlagen gegen Brasilien, Italien und Holland in Argentinien gehören (zur Erinnerung: Ich bin im August 1969 geboren…).

Ich bin – ähnlich wie bei der klassischen Musik – ein fanatischer Anhänger charismatischer Trainer (in der Musik von Dirigenten). Mein Wilhelm Furtwängler heisst Ernst Happel, im Gegensatz dazu mein Herbert von Karajan Giovanni Trappattoni. Mein Sergiu Celibidache heißt Karel Brückner, wodurch ich mich in diesem Blog zum Eintrag „Karel Brückner Fußballgott“ hinreissen ließ.

Und nun Didi Constantini, mein Nikolaus Harnoncourt. Der Erneuerer der Musik lässt gleich als erste Entscheidung den Konzertmeister Andreas Ivanschitz zu Hause, detto den hochverehrten Martin Stranzl. Ein Paukenschlag gleich zu Beginn. Ich liebe ihn dafür.

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