Pfarrer Josef Friedl

11/Mrz/2009

Der „Hero der Woche“ im dieswöchigen Falter betrifft mich ganz persönlich. Daher will ich den Text hier auch vollständig zitieren:

„Pfarrer Josef Friedl, jener Priester, der sich um das „Asylmädchen“ Arigona Zogaj kümmert, liebt also eine Frau. Er hatte sie kennengelernt, als ihr Mann verstarb. Sie hatte drei Kinder zu versorgen, und als er sich im Dorf Ungenach um sie kümmerte, sei halt „der Funke übergesprungen“. Friedl machte die Liaison, die er schon in der Weihnachtsnummer des Falter andeutete, am Wochenende in einer Pressekonferenz noch einmal öffentlich. Er will mit dem Tabubruch eine Debatte über den Zölibat anstoßen – auch auf die Gefahr hin, seinen Job zu verlieren. Friedls Offenheit ist bemerkenswert in einer Kirche, die unter Priestermangel und Intransparenz leidet. Er ist das Gegenstück zum Pfarrer Gerhard Maria Wagner. Nun wird man sehen, wie die Kirche auf einen reagiert, der das achte Gebot in Ehren hält. Vom Zölibat hat ja auch Jesus nichts gewusst.“

Auch ich bin in meiner allerengsten Familie Betroffener des Zölibats- und Ehebruchs durch die römisch-katholische Kirche. Ich leide seit mehr als einem Vierteljahrhundert wie ein gequältes Schwein an der Unehrlichkeit, Verlogenheit, Heuchelei und Scheinmoral der Vertreter des römisch-katholischen Christentums. In diesem Sinne bete ich für Pfarrer Josef Friedl und wünsche ihm und seinem Bestreben alles erdenklich Gute.

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