Karel Brückner Fußballgott

07/Sep/2008

Was für ein erfreulicher Samstagabend! Frank-Walter Steinmeier wird statt des überforderten Provinzlers Kurt Beck SPD-Kanzlerkandidat und Österreich besiegt Frankreich in der WM-Qualifikation mit 3:1. Auch dieses Ergebnis ist die längst überfällige Überwindung des überforderten Provinzialismus. Ich war ja schon ziemlich beeindruckt, als der ÖFB Karel Brückner als neuen Teamchef präsentierte, inzwischen bin ich begeistert. Dieser Mann transportiert in zwei Sätzen in gebrochenem Deutsch mehr Substanz als alle Beteiligte im gesamten vergangenen Jahr. Was für ein Glück, dass Josef Hickersberger nach der EM genug hatte. Und was für ein Glück, dass sich Karel Brückner als alter Ausländer gar nicht in die Niederungen des heimischen Provinzialismus begeben kann. Endlich brauche ich mich nicht mehr in Grund und Boden zu schämen, wenn meine Heimat einmal in der internationalen Berichterstattung vorkommt. Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht. Vielleicht importiert ja jemand Vaclav Havel als Kanzlerkandidaten…

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2 Antworten to “Karel Brückner Fußballgott”

  1. Rieger Says:

    Kräftige Purschen! Grad eine schöne Pressestimme aus dem Westen enteckt:

    „Ouest-France“ (entdeckt und übersetzt auf derstandard.at):
    „Die schöne blaue Donau färbte sich schwarz für die Bleus. Es ist sehr wohl die 15. Mannschaft der EURO, die im Ernst-Happel-Stadion gespielt hat und nicht der Vize-Weltmeister von 2006, den Wien mit Freude erwartete. Die Österreicher, angeblich mit quadratischen Füßen, haben die äußerst blassen Bleus ohne Schwierigkeiten genarrt. Ihre kleine Nachtmusik hatte nichts von einem schimmernden Konzert und kein Mozart war im Orchester. Aber kräftige Burschen und Realismus haben gereicht.“


  2. […] Mein Sergiu Celibidache heißt Karel Brückner, wodurch ich mich in diesem Blog zum Eintrag “Karel Brückner Fußballgott” hinreissen […]


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