Das Wiener Modell des bedingungslosen Grundeinkommens:
800 Euro 14 mal jährlich.
Gegenfinanzierung:
Sockelbetrag Einkommenssteuer:
14 x 800 / 12 monatlich.
Vertrauen. Respekt.
Das Wiener Modell des bedingungslosen Grundeinkommens:
800 Euro 14 mal jährlich.
Gegenfinanzierung:
Sockelbetrag Einkommenssteuer:
14 x 800 / 12 monatlich.
Hallo Eva,
hast Du Lust auf eine Vision?
Sound good?
Love
Peter
Heute habe ich meine Kandidatur für die Grünen Wien für die nächste Wiener Gemeinderatswahl bekanntgegeben:
Lieber Ariel Muzicant,
gerade sitze ich in meiner Wiener Wohnung vor dem Laptop, es ist Abend und meine Frau fragt mich: „Was machst du jetzt?“ „Ich schreibe dem Ariel Muzicant.“ „Warum?“ „Weil mir der Antisemitismus auf die Nerven geht.“ „Und da schreibst du dem Ariel Muzicant?“ „Ja.“
Lieber Ariel Muzicant, lassen Sie mich Ihnen versichern, dass ich Sie sehr schätze. Ich mag Sie, weil ich Ihre Art mag, Ihre Freundlichkeit, Ihre Intelligenz, Ihren leicht versteckten Witz und Ihre Gelassenheit. Gerade erinnere ich mich an Ihr Interview in Rau-TV, das ich vor einiger Zeit auf Standard-Online gesehen habe. Und da gefielen Sie mir wieder sehr.
Ich weiß nicht viel über Sie, ich weiß, dass Sie Präsident, oder Vorsitzender, oder einfach Chef der IKG in Wien sind. Ich weiß, dass Sie Medizin studiert haben und in der Immobilienbranche ziemlich erfolgreich sind. Ich erinnere mich, dass mir einmal, als ich mit einem Freund über die geplante Tiefgarage unter dem Neuen Markt in Wien sprach, dieser verstohlen zuflüsterte: „Muzicant!“
Ich erinnere mich auch, dass Sie Jörg Haider selig am Aschermittwoch anno 2001 nach Christus in der Rieder Jahnturnhalle mit seinem Krickl-Witz bedachte: „Wenn einer Ariel heisst und so viel Dreck am Stecken hat…“ Ich habe meine Konsequenz gezogen und mich ganz genau deswegen Jörg Haider in den Weg gestellt. Und der Jörgerl Haider ist schlussendlich an mir zerschellt. Ich bekenne: Nicht der Mossad hat Jörg Haider in den Tod getrieben. Nein. Das war ich.
Egal. Warum ich Ihnen heute schreibe, ist die aktuelle Diskussion über das Doppel-Wort „Exil-Jude“, mit dem irgendein Vorarlberger Politiker irgendeinen Vorarlberger Museumsdirektor bezeichnet hat. „Exil-Jude aus Amerika…“ oder so ähnlich, und deswegen soll der sich nicht in seine Wahlplakate einmischen.
Jetzt ist meine politische Einstellung sonnenklar. Ich bin dafür, dass sich alle einmischen, ob sie nun Exil-Juden sind oder Oahoamische, Ostasiaten oder Westdeutsche, Arier oder Hawaiianer mit Kansas-Kenianischem Migrationshintergrund.
Mir geht es nur um ein Wort. Dieses Wort brachten Sie persönlich in die Diskussion, ich glaub im Standard, oder sonst wo. Sie sagten, und ich glaube, ich erinnere mich wörtlich daran:“Dieser Sager ist ganz eindeutig Antisemitismus.“
Zack. Antisemitismus. Antisemitismus. Was soll das sein? Was, um Gottes Christi Himmels Willen, soll Anti-Semitismus sein? Jetzt weiß ich natürlich, dass es seit mindestens hundert, wenn nicht tausend Jahren (und in Wahrheit werden es wohl mehr als drei Jahrtausende sein), ganz wichtige und präzise Abhandlungen zu diesem Terminus gibt. Tausende Bücher sind ganz sicherlich über diesen Begriff geschrieben und Millionen Seiten gefüllt worden. Jeder Mensch scheint zu wissen, oder zumindest vorzugeben zu wissen, was dieser Antisemitismus ist. Also gut:
Wenn es Antisemitismus gibt, dann muss es auch Prosemitismus geben. (Interessanterweise unterstreicht mein Rechtschreibprogramm von Microsoft-Word dieses Wort „Prosemitismus“ jetzt – und jetzt schon wieder, während es das Wort Antisemitismus nicht unterstreicht. Aha. Sehr interessant. Bill Gates manipuliert die Welt. Dieser Jude!)
Also gut: Prosemitismus? Was soll das sein? Nicht mal das Rechtschreibprogramm von Bill Gates kennt das. Da sind anscheinend nicht so viele Bücher darüber geschrieben worden bisher. Um es kurz zu machen: Semiten sind Völker des vorderen Orients, soweit ich weiß. Semiten sind Juden, Araber, Palästinenser, Jordanier, Syrier und was weiß ich noch was alles. Also diese Völker, die aus dem Nahen Osten stammen, aus Babylon, Sumer, Assur und Jerusalem. Vielleicht auch aus Kairo, ich weiß es nicht. Also jedenfalls alle Menschen aus dieser umstrittenen Gegend.
Aber ich habe noch nie gehört, dass irgendein Palästinenser oder Jordanier oder Araber irgendeinem anderen Menschen „Antisemitismus“ vorgeworfen hat, wenn dieser ihm mit der Keule eins übergezogen hat. Nein. Der Vorwurf, und das ist es, ja, es ist ein Vorwurf, der Vorwurf des Antisemitismus kommt – soweit mir bekannt und in der öffentlichen Diskussion stattfindend – immer, immer, immer nur von Juden. Von Juden. Von Juden.
Von Juden. Damit sind wir beim Kern des Problems. Der so genannte Antisemitismus ist natürlich nur ein billiger Trick. In Wahrheit geht es um die Juden. Und um den Judenhass. Wenn wir öffentlich über unsere bescheidenen Nachfahren der arischen Herrenrasse diskutieren, dann sollten wir genau sein. Worum es hier geht, ist ganz einfach: Es geht um Judenhass.
Tja, lieber Ariel Muzicant. Das ist das Problem. In dieser Welt herrscht Judenhass. Zwar nur vereinzelt und versteckt, aber doch, und immer wieder. Vielleicht wirklich seit Abraham und Isaak. In dieser Welt herrscht Judenhass. Ich habe noch nie gehört, dass es Babylonierhass gäbe, oder Palästinenserhass, oder Türkenhass, oder Amerikanerhass oder Europäerhass oder Vorarlbergerhass. Nicht mal Christenhass oder Moslemhass oder Buddhistenhass. Nein.
Judenhass.
Lieber Ariel Muzicant, ich bin auf Ihrer Seite. Ich mag Sie und ich mag den Doron Rabinovici. Ich mag den Bruno Kreisky und den Barack Obama. Gerade heute habe ich mir wieder gedacht: „Wenn mich einer fragen würde, ob ich Jude bin, ich würd gar nicht wissen, was ich antworte.“
Ich weiß bis heute nicht, was das sein soll, ein Jude. „Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat.“ Das ist die offizielle Definition. Geht’s noch? „Christ ist, wer eine christliche Mutter hat.“ „Vorarlberger ist, wer eine Vorarlberger Mutter hat.“ „Araber ist, wer eine arabische Mutter hat.“ „Buddhist ist, wer eine buddhistische Mutter hat.“
Und Isaak? Hatte Isaak eine jüdische Mutter? Und Ismail nicht? Und Jakob? Warum ist Jakob Jude? War Isaaks Frau Jüdin? Warum? Was machte Isaaks Frau zur Jüdin? Isaaks Mutter war Jüdin, Ismails Mutter war es nicht.
Lieber Ariel Muzicant. Solange sich das Judentum auf so einem Scheissdreck begründet, solange dürfts euch mit dem Judenhass herumschlagen.
Jude ist, wer beschnitten ist. Viel Spaß damit.
Mit sehr lieben Grüßen, und von Herzen: Shalom!
Peter Wurm
Die heutige Schlagzeile der „Kronen Zeitung“ inspiriert mich zu einer grundsätzlichen Überlegung. Die Schlagzeile lautet – schlicht wie immer: „WIE OSTBANDEN ORGANISIERT SIND“
Diese Schlagzeile erzeugt Angst. Der Terminus „Ostbanden“ erzeugt Angst. Wenn wir nun ganz einfach das Wort „Ostbanden“ durch „Westbanden“ ersetzen würden?
„WIE WESTBANDEN ORGANISIERT SIND“ Diese Schlagzeile erzeugt gar nichts. Ratlosigkeit. „Westbanden?“
Hans Dichand ist ja nicht deppert. Der spürt die Befindlichkeit Österreichs im Urin. Wir haben Angst vor dem Osten. Der Osten erzeugt Angst. Die Hunnen, die Vandalen, die Mongolen, die Türken, die Russen, die Moslems. Der Osten hat uns immer wieder überrollt. Dem Osten sind wir wehrlos ausgeliefert. Im Osten beginnt die Dunkelheit. Im Osten beginnt die Nacht. Der Osten macht uns Angst.
Der Osten macht Angst. Wenn wir das irgendwann einmal begreifen würden, dann wären wir endlich frei.
Wir werden erst dann Frieden auf der Welt erleben, wenn es uns gelingt, die Dreifaltigkeit umfassend zu definieren:
Das Judentum als Vater, das Christentum als Sohn und der Islam als Heiliger Geist.
Ich habe lange gebraucht, um eine positive Alternative zum Monotheismus zu finden. Das war die schwierigste Aufgabe meines Lebens.
Heute Abend lese ich, dass die Weltbank ihre Prognose für die Weltwirtschaft für dieses Jahr nach unten korrigiert. Statt einem Rückgang von 1,75 Prozent wird nun für 2009 ein Minus von 3 Prozent vorausgesagt. Die Europäische Zentralbank spricht darüber hinaus davon, dass das eigentliche Problem nicht 2009, sondern 2010 sein wird.
Dies scheint endlich auch der Analyse des Mayakalenders zu entsprechen. Nachdem Carl Johan Calleman die Finanzkrise anhand des Mayakalenders bereits 2003 vorausgesagt hat, schreibt er in seinem jüngsten Artikel Folgendes: „Around the time that the Sixth night begins on November 8, 2009 we may however expect that the meltdown intensifies and the US dollar collapses and with it the established monetary system in the world. Many things may trigger such an event, but it is important to understand that whatever triggers it, and this may be some kind of political event, it is the energy of this night that will bring it about.“
Also gut. Das dollarbasierte Weltwährungssystem bricht in knapp einem halben Jahr zusammen. Was bedeutet das für uns? Je nachdem, ob wir dualistisch oder ganzheitlich denken, wird es entweder eine Katastrophe oder eine Erlösung werden. Calleman beendet seinen Artikel daher auch mit folgender Fußnote:
„Personally I do not believe that there is a God who intervenes in Creation to change its course (This would imply that creation would not be perfect to begin with). The way it works is that the Galactic Underworld favors the right brain half to the detriment of the left brain half that is mediating abstract values and it is thus that we now see a collapse of abstract values such as digits in bank computers and paper bills. In an interview with Larry King a few months ago Bill Clinton stated that a third of the wealth of the world had been wiped out in the past year. This is an excellent example of thinking in terms of abstract values. In reality no real value had been wiped out. What had been wiped out were a third of the figures in the bank computers. This collapse of abstract values has still far from bottomed out.“
