Ich habe lange gebraucht, um eine positive Alternative zum Monotheismus zu finden. Das war die schwierigste Aufgabe meines Lebens.
Tags: gott
Vertrauen. Respekt.
Ich habe lange gebraucht, um eine positive Alternative zum Monotheismus zu finden. Das war die schwierigste Aufgabe meines Lebens.
Tags: gott
25. Juni 2009 um 07:39
und wo bist du angekommen?
25. Juni 2009 um 22:22
Erzähl ich Dir bei einem Bier.
12. Juli 2009 um 08:25
Ich rate einmal: Agnostizismus?
12. Juli 2009 um 08:44
Tja, lieber Herr Lang, das war ja das Problem: Der A-gnostizismus definiert sich genau so wie der A-theismus aus der Negation heraus, ist also blöderweise keine (formal) positive Lösung. Daran habe ich fast zwanzig Jahre lang gekiefelt…
12. Juli 2009 um 09:40
Was ist für Sie wichtiger:
Die rein formale Verneinung des Gnostizismus durch die Wortkonstruktion „A-Gnostizismus“ oder die für Sie persönlich eventuell positive Erkenntnis, die sich mit der Bedeutung des Begriffs „Agnostizismus“
verbindet?
12. Juli 2009 um 12:30
Lieber Herr Lang,was ist denn Ihre positive Definition von Agnostizismus? Vielleicht können wir uns ja darauf einigen…
12. Juli 2009 um 16:47
Ich hatte eigentlich mehr vor Augen, dass die Bedeutung des Begriffs „Agnostizismus“ zu einer für Sie persönlich positiven Erkenntnis führen könnte.
Positive Definition von „Agnostizismus“?
Ich versuch’s einmal:
Das Erkennen unseres Wissens in Bezug auf den Begriff „Gott“.
12. Juli 2009 um 22:05
Okay. Und was sagt uns die Erkenntnis unseres Wissens in Bezug auf Gott?
13. Juli 2009 um 08:20
Die Erkenntnis unseres Wissens in Bezug auf das Numinose (= das Göttliche als unbegreifliche Macht)sagt uns, dass eine Welt mit „Gott“, als auch ohne „Gott“, reine Vorstellung ist.
(Frei nach Arthur Schopenhauer).
Oder mit anderen Worten:
Der Mensch muss das Wissen aufheben, um zum Glauben zu gelangen.
(Frei nach Immanuel Kant).
Deswegen denke ich, dass ein Agnostiker ein angenehmer Zeitgenosse ist, da er weder mit Theisten noch mit Atheisten in
„Glaubenssachen“ in Streit geraten kann. Diese, rein theoretisch, fehlende Streitbereitschaft wird ein Agnostiker möglicherweise für sich persönlich als „positiv“ empfinden.
18. Juli 2009 um 13:56
Ja, und was wäre dann der Standpunkt?
21. Juli 2009 um 21:42
„Scio nescio“.
23. Juli 2009 um 15:08
Schon wieder eine Verneinung…
23. Juli 2009 um 18:45
Natürlich, denn schließlich leben wir in einer dualistischen Welt, in der das „Nein“ genauso seine Berechtigung hat wie das „Ja“ !!
Verneinung und Bejahung.
Yin und Yang.
Shiva und Shakti.
Die Überwindung dieser Dualität ist auch eine schwierige „Lebensaufgabe“.
28. Juli 2009 um 21:01
Ich widerspreche ein wenig. Ich denke, wir leben nicht in einer dualistischen Welt, sondern in einer bipolaren. Das ist ein bisschen ein Unterschied. Unsere gewohnte Erkenntnis dessen jedoch ist dualistisch und das halte ich wie Sie für überwindungswürdig. Das Ziel ist für mich die Ganzheitlichkeit.
28. Juli 2009 um 21:04
… und damit sind wir wieder beim Anfangsproblem des Monotheismus…
1. August 2009 um 06:22
Was ist Ihrer Meinung nach der Unterschied der Bedeutungen zwischen den Attributen
„dualistisch“ und „bipolar“?
Denken Sie wirklich, dass der Monotheismus ein dualistisches oder bipolares Welt- bzw. Gottesbild ausschließt?
1. August 2009 um 08:24
Dualistisch ist „entweder-oder“. Bipolar ist „von-bis“.
Der mir bekannte dreifache Monotheismus der herrschenden abrahamitischen Religionen scheint nur die Dualität zu kennen, vor allem im Moralischen (Brennender Dornbusch versus Goldenes Kalb, Gott versus Teufel, Gläubige versus Ungläubige), nicht jedoch die Bipolarität. Leider. Ich halte das für katastrophal und das Grundübel unserer derzeitigen Welt.
1. August 2009 um 08:28
Der herrschende monotheistische Gott ist in allen seinen drei Ausprägungen ein Gott der Spaltung. Das ist die letztendliche Ursache von Krieg und Vernichtung.
1. August 2009 um 12:21
Also doch (Theravada-) Buddhismus und damit Agnostizismus?
1. August 2009 um 13:30
Zen. Das ist die Basis. Und es ist mehr als das.
2. August 2009 um 06:43
Ja, der Buddhismus ist wie ein großes Haus mit vielen Stockwerken:
Fast jeder Mensch findet dort eine Wohnung.